Rezension vom 22.05.2013
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Meine Meinung:
Die Idee des Einfrierens, um neue Planeten zu erreichen ist jetzt nicht unbedingt neu aber nachvollziehbar. Irgendwie muss man die lange Zeit, in diesem Fall ja locker mal 300 Jahre, überbrücken. Sehr gut hat mir hier der Anfang gefallen. Sich einfrieren zu lassen ist kein Kindergeburtstag, es ist schmerzhaft und mehr als nur ein bisschen unangenehm. Das hat die Autorin meiner Meinung nach sehr gut verdeutlicht. Wie es allerdings funktionieren soll, dass Amy über hunderte von Jahren Gedanken und Empfindungen im Kyroschlaf haben soll, kann ich mir hingegen nicht wirklich vorstellen. Aber egal. Als Amy dann unerwarteterweise viel zu früh aufgetaut wird, beginnt die Story Fahrt aufzunehmen. Amy steht plötzlich inmitten einer Gesellschaft, die mehr als skurril zu sein scheint. Alle sehen gleich aus und alle gehorchen einem seltsamen alten Mann, der Ältester genannt wird. Da wird Amy mit ihren sonnenuntergangsroten Haaren unter den ganzen Dunkelhaarigen schnell zur Außenseiterin, woran der Älteste nicht ganz unschuldig ist, denn er verbreitet falsche Nachrichten über Amy. Ihm wäre es lieber gewesen, Amy hätte die Auftauprozedur nicht überlebt.
Außer dem Ältesten gibt es noch Junior. Er ist dazu berufen, als nächstes die Stelle des Ältesten einzunehmen, und er ist ganz fasziniert von Amy. Da sind Konflikte vorprogrammiert.
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Interessante, nicht all zu ausführliche Beschreibungen in Verbindung mit dem auf der Coverrückseite aufgedruckten Bauplan von der Godspped, haben einen ordentlichen Überblick verschafft.
Amy fand ich als Charakter sehr interessant, bei Junior hat mir irgendwie noch was gefehlt. Er war mir zu unscheinbar und zu unsicher,was in Anbetracht seiner Position nicht so gut rüberkam.
Ein bisschen nervig fand ich auch einige Passagen in denen zuerst aus Amys Sicht berichtet wurde und anschließend die gleiche Situation noch mal aus Juniors Sicht (oder umgekehrt). Obwohl es ja für den Leser immer sehr angenehm sein kann, wenn man zum besseren Verständnis in beide Köpfe sehen kann, wirkte es hier zeitweise etwas langatmig.
Fazit:
Eine überwiegend schöne und spannende Geschichte, die auch für Leser geeignet ist, die vielleicht nicht so gerne Science Fiktion lesen.
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