Rezension vom 17.01.2011
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Die Frage die sich mir nach dem Lesen dieses Buches sofort stellt: Kann man diesem Buch überhaupt Sterne verteilen, bzw. kann man weniger als 5 Sterne für ein solches, unter die Haut gehende Buch geben. Ich auf jeden Fall, gebe 5 Sterne für das Überleben von Nicole Dill und dafür, dass sie nach einem solchen Horror-Erlebnis wieder zurück gefunden hat.
Ehrlich gesagt, hatte ich vor dem Lesen schon auch meine Vorurteile: „Wahrscheinlich eine Frau die auch nach dem xten Hinweis sich nicht vom gewalttätigen Partner trennen wollte“. Aber nein, Nicole Dill ist diesbezüglich nichts vorzuwerfen. Sie konnte diese spätere (unglaubliche) Eskalation nicht annähernd erahnen. Zudem sie ja blind in diese Falle lief, obwohl die zuvor kontaktierte Polizei und der Hausarzt des Freundes davon wussten, dass dieser Mann bereits einmal eine Frau ermordet hatte, die sich von ihm trennen wollte.
War es Desinteresse oder wirklich der bemühte Datenschutz dass diese Behörden/Personen Frau Dill nicht vor ihrem Freund warnten und sogar aktiv empfahlen sich von ihm zu trennen, also eigentlich ein Todesurteil aussprachen?
Was diese Frau erlebt hat, geht über das Ertragbare hinaus. Dass sie heute wieder normal leben kann und auch wieder einen Lebenspartner und mit ihm sogar ein Kind hat, kann man als kleines Wunder betrachten. Die Meisten wären daran zerbrochen.
Nicole Dill’s Buch zeigt auch, auf eine sensible aber doch selbstkritische Art, wie man nach einem solchen Horror-Trauma wieder in das Leben zurück findet: langsam in kleinen Schritten und mit vielen Rückschlägen aber schlussendlich erfolgreich wenn man die Kraft besitzt durchzuhalten.
Für mich bleibt ein Fazit: Dieses Amtsgeheimnis-Gesetz MUSS überarbeitet werden. Gewisse Institutionen MÜSSEN Daten miteinander austauschen. Klar es braucht hier Regelungen, z.B. dürfen Krankendaten nie in Versicherungshände kommen, jedoch muss ein Lebenspartner gewarnt werden können, wenn klares Agressionspotenzial vorhanden ist.
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