Rezension vom 23.05.2013
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Kurzbeschreibung:
Miriam, 16 Jahre, begegnet im Sommerurlaub ihrer ersten großen Liebe. Doch kaum beginnt die Schule, hat sie nur noch Augen für Elias, den Vampir! Er übt eine sonderbare Macht auf Miriam aus. Doch als ihre Mutter ihr offenbart, dass Miriam kein Mensch, sondern eine Gestaltenwandlerin ist, gerät ihre Welt erst recht aus den Fugen, denn sie ist eine Feindin der Vampire!
Das hält sie aber nicht davon ab, Elias das Leben zu retten und einer Prophezeiung zu folgen, damit das Schicksal Miriam für immer an Elias bindet ...
(Quelle: Oldigor Verlag)
Meine Meinung:
Die 16-jährige Miriam erfährt aus den Nachrichten, dass es Vampire wirklich gibt. Die Organisation „In sanguine veritas“, kurz ISV genannt, hat sich dazu entschlossen das die Vampire nicht mehr verborgen leben sollen, sondern öffentlich.
Miriam und ihre Freundinnen sind ganz nervös und auch aufgeregt, denn ausgerechnet auf ihre Schule sollen zwei Vampire gehen. Einer davon soll sogar in ihre Klasse kommen.
Allerdings sind viele Schüler den Vampiren gegenüber eher abgeneigt. Miriam aber nicht. Sie ist sogleich von Elias, dem Vampir in ihrer Klasse, fasziniert und hingerissen. Doch da eröffnet ihr ihre Mutter, dass sie eine Gestaltwandlerin ist und die Vampire zu ihren natürlichen Feinden gehören. Sie muss sich demzufolge von Elias fernhalten. Doch Miriam denkt gar nicht daran und auch für Elias kommt Fernhalten nicht in Frage. Hat er doch schon so lange auf Miriam gewartet.
Dann aber wird Elias angegriffen und nun steht nicht nur die Liebe zwischen Elias und Miriam auf dem Spiel, sondern auch ihr Leben …
Der Fantasyroman „In sanguine veritas - Die Wahrheit liegt im Blut“ stammt aus der Feder der jungen Autorin Jennifer Wolf. Es ist nicht nur ihr Debütwerk, sondern auch gleichzeitig der Auftaktband einer Trilogie rund um Vampire, Werwölfe und andere fantastische Wesen.
Wer jetzt denkt es sei nur ein simpler Vampirroman, der irrt sich gewaltig. „In sanguine veritas - Die Wahrheit liegt im Blut“ ist mehr, viel mehr.
Die Protagonistin Miriam ist 16 Jahre alt und man muss sie einfach mögen. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und spricht aus was ihr gerade durch den Kopf geht. Miriam ist liebevoll, herzlich, einfach toll. Sie geht zur Schule, doch daneben muss sie auch lernen in einer Parallelwelt, der Welt der Gestaltwandler, zurechtzukommen. Miriams Gedanken sind nahezu immer sehr amüsant und obwohl sie witzig und ausgeflippt wirkt, so sind ihre Handlungen immer nachvollziehbar und überlegt.
Elias, der männliche Protagonist, ist ein Vampir. Auch er war mir wirklich sympathisch, besonders auch weil er auch mal Gefühle zeigt und nicht so unnahbar und arrogant wirkt, wie mancher Vampir aus anderen Büchern. Elias ist anders, er ist beinahe schon schüchtern und ein ruhiger Typ.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist eigentlich ganz schön beschrieben. Nur leider ging es mir viel zu schnell. Außerdem wirkte sie teilweise etwas kitschig, vor allem die Kosenamen waren mir ein Graus.
Auch die Nebencharaktere hat Jennifer Wolf klasse gezeichnet. Nicht nur Anastasija, Elias´ Zwillingsschwester, oder auch David, Miriams Bruder, wirken authentisch, auch die Familienmitglieder der Vampire sind sehr interessant.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Miriam in der Ich-Perspektive. So hat man als Leser immer einen direkten Draht zu ihren Gedanken, die nicht selten wirklich witzig sind.
Die Handlung selber ist spannend und fesselt den Leser ans Buch. Aber es gibt nicht nur Spannung, auch die Romantik kommt nicht zu kurz.
Das Ende fand ich persönlich sehr gut. Es passt zur gesamten Geschichte und stellt zum Glück keinen Cliffhanger dar. Trotzdem ist man nach Zuschlagen des Buches neugierig darauf wie es weitergeht mit Elias und Miriam.
Fazit:
„In sanguine veritas - Die Wahrheit liegt im Blut“ von Jennifer Wolf ist nicht nur ein klasse Debütroman, sondern auch ein wirklich toller Auftakt der Trilogie.
Auch wenn die Liebegeschichte zwischen den Protagonisten viel zu schnell vonstattengeht, so kann die Autorin mit eben diesen Protagonisten und einer spannenden Handlung überzeugen.
Von mir bekommt das Buch trotz kleiner Schwäche eine Leseempfehlung!
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