"Halfway to the grave" von Jeanine Frost ist der erste Teil der Vampire-Huntress-Serie um die Halbvampirin Cat und den Vampir Bones (Crispin).
Als äußerst seltener Halbvampir geboren, erfährt Cat (eigentlich Catherine) erst mit 16 von ihrem ungewöhnlichem Erbe. Durch den Einfluss der Mutter ist sie überzeugt, dass alle Vampire böse und gefährliche Kreaturen seien, die zum Schutz der Menschheit getötet werden müssen. Cat hat aber durchaus auch Vorteile aus ihrem "Mischlingsdasein", zwar hat sie einen Herzschlag, doch auch (zum Teil) vampirische Schnelligkeit, Stärke und Reflexe. Sie verbindet Eigenschaften aus beiden Welten in sich.
Nach einer erfolgreichen Vampirjagd + Tötung ist Cat derart gut gelaunt, dass sie beschließt erneut auf die Jagd zu gehen. Sie begegnet Bones, der einen als Falle getarnten Flirtversuch (ihre Masche mit den Blutsaugern der Nacht), zunächst ablehnt. Als sie ihm die Nacht darauf erneut begegnet, scheint er empfänglicher für ihren Flirt und geht mit ihr mit. Allerdings scheint nichts so recht nach Cats gewohntem Plan zu verlaufen. Was sie nicht weiß, ist, dass der Meistervampir sie zuvor beobachtet hatte und zudem ein viel gefährlicherer Gegner ist, als die Vampire, mit denen sie sonst zu tun hatte.
Er überwältigt sie und droht sie zu töten, wenn sie nicht auf sein Angebot, gemeinsam Vampire zu jagen, eingeht. Bones ist nämlich vampirischer Kopfgeldjäger und kann so einen attraktiven Köder gut für seinen Job gebrauchen.
Trotz Cats Hass auf Vampire kommen sich beide langsam näher. Bones erklärt ihr die Welt der Vampire und trainiert sie, sodass sie lernt mit ihren Fähigkeiten besser umzugehen und ihre vorurteilsbehaftete Ansicht ins Wanken gerät. Schließlich kommt es zu einer heißen Romanze zwischen den beiden - sehr zum Schock der Mutter.
Mir gefällt die Figurenzeichnung der Geschichte sehr. Sie ist sehr lebendig, sodass man den Eindruck hat, Cat und Bones persönlich zu kennen. Mit Cat kann man sich sehr gut identifizieren. Highlight der Geschichte (was in der deutschen Ausgabe leider verloren geht), ist der Wechsel zw. britischem und amerikanischem Englisch und die Missverständnisse, die daraus resultieren (Cat versteht manche Dinge, die der ursprüngl. britische Vampir sagt, einfach nicht.).
Fazit: Spannend, unterhaltend und etwas anderes, als viele der gängigen Vampirgeschichten. Schön auch, dass wir es mit einer starken Protagonistin zu tun haben, die gleichzeitig aber noch menschliche (oder zumindest halbmenschlich ;)) bleibt. Empfehlung!