Was ich zum Buch denke:
Ich hab mich sehr auf das Buch gefreut, denn als ich das Buch in der Buchhandlung sah, hat mich das Cover sehr angesprochen. Ich habe mal ins blaue hinein, eine Anfrage an den Penhaligon Verlag gesendet und wirklich das Glück gehabt und es als Rezi-Exemplar bekommen. Vielen Dank! Dann etwas später als geplant, habe ich mich ins Buch gestürtzt und ließ mich entführen, wie Jake auch entführt wurde.
Das Setting des Buches. Wir beginnen zwar in der Jetzt-Zeit, doch Jake wird zum Hauptquartier gebracht und das liegt in einer anderen Zeit. Und jede Figur kommt aus einer anderen Zeit, alles ist so vermischt und gerade das macht das Setting des Buches aus. Man weiß zwar in welcher Zeit man sich befindet, aber irgendwie ist alles doch sehr verschwommen, so wie Jake sich auch fühlt. Ich finde es toll, natürlich versuchen sich die Zeitreisenden immer den Gegebenheiten anzupassen, aber Nathan wird immer der arrogante Typ bleiben, egal wie er sich ausdrückt. Ich konnte mich gut in diese Welt der Zeitreise und Unbeständigkeit einfühlen und sah Mont Saint Michel vor mir.
Ebenso fand ich die Charakterauswahl sehr toll. Jake ist ein Junge, der seine Welt genau beobachtet. Er glaubt nicht alles sofort und hat eine natürliche Skepsis, doch kann er sich schnell begeistern. Topaz ist eine hübsche junge Dame, die aber gelernt hat, das sie als Frau auch etwas tun muss und das sie nicht nur dazu da ist, schön auszusehen. Nathan ist der strahlende Held, der Mann in der glänzenden Rüstung. Wenn ihr Shrek kennt, er ist Prinz Charming nur das er auf der Seite der Guten kämpft und kein Fiesling ist… Aber auch sehr sympatisch. Charlie mag ich weil er zwar nur ein Nebencharakter ist, aber dafür sehr viel Dynamik in die Gruppe und so auch in die Geschichte bringt. Denn er erklärt Jake und somit auch dem Leser alles wissenswerte.
Die einzigen die ich etwas over fand, waren später Jakes Eltern. Ein bisschen to much für mich, so verliebt und verturtelt… nicht das es schlecht ist, aber wenn es meine Eltern gewesen wären, ich hätte ihnen sowas von vor die Füße gekotzt. Das hat gestört, denn auch Jake hätte es stören müssen, es tat es aber nicht.
Dann sind noch Jupitus Cole, man weiß ihn nicht richtig einzuschätzen. Aber es muss mindestens einen Zweiflergeben, damit Jake Djones ein Held werden kann. Cole’s Beziehung zu Jake’s Tante ist auch einzigartig, dazu sage ich aber nichts weiter, denn ihr sollt das Buch lesen.
Auch den großen Widerling fand ich gut gewählt, wenn ich ihn jetzt auch nicht ganz so böse fand… aber lest selbst und lasst mich wissen, wie ihr Zelt fandet.
An sich fand ich die Geschichte toll. Man bekam durch Jakes Entführung einen schnellen Einstieg in die Geschichte. Man fragte sich sofort was diesem Jungen geschah und musste weiterlesen. Es war einfach sehr spaßig es zu lesen und obwohl die Geschichte für Jugendliche ist, war hier kein Niveau Unterschied. Im Vordergrund war die Geschichte und die Lovestory lief an der so mit. Eigentlich war sie nur unterschwellig dabei. Das fand ich sehr toll. Außerdem fand ich es sehr gut, das die Mechanik der Zeitreise sehr früh erklärt wurde und auch sehr verständlich, fast als wäre es wirklich möglich. Es war auch plausibel… zumindest für mich.
Was ich hingegen kritisieren muss, ist die Wendung am Ende, auf die ich nicht näher eingehen möchte, war doch relativ vorhersehbar. Ich verrate nur das es mjit Topaz zu tun hat, und jeder der das Buch gelesen hat wird mir zu stimmen, es war so vorhersehbar das etwas mit ihr geschieht… ich hätte nur nicht sagen können was, aber als es kam… es war so klar. Aber naja.
Der Schreibstil von Damian Dibben ist einfach, aber gut. Man kann ihn flüssig weg lesen. Es ist ein Jugendroman, aber die Sprache ist nicht komplett in Jugendgargon geschrieben, es hätte aber auch in diesen Zeitreiseroman nicht gepasst, wäre alles voll cool und extrem krass gewesen. Ich freue mich auf den nächsten Jake Djones Roman, denn den würde ich auch sehr gerne lesen um zu wissen, wie es weiter geht mit dem Jungen.
Schluss-Fazit:
Ein spaßiger Roman mit toller Charakterzusammenstellung, der nicht nur für Jugendliche ist, sondern auch Erwachsene in die Welt der Zeitreisen einführt. Netter Geschichtsverlauf mit Spannung und einer netten Wendung am Ende. Zu Recht mal wieder ein A für diesen Jugendroman!