Rezension vom 21.03.2013
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Eigenartig, ich kann mich an kaum etwas aus "Der Weitseher" erinnern. Normalerweise spricht das klar gegen ein Buch. Nicht so bei diesem.
Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte um den königlichen Bastard Fitz gefesselt. Nicht in dem Sinne, dass ich die Seiten gar nicht schnell genug umblättern konnte, um zu erfahren, wie es weitergeht. Auch nicht in dem Sinne, dass ich nächtelang wach gelegen hätte, weil ich in Gedanken bei den Gefahren und Intrigen festhing, die Fitz' Leben bedrohten. Aber Hobbs Art zu schreiben, ist unglaublich packend. Man liest und liest und liest - und taucht irgendwann benommen aus der Geschichte auf, die einen gefangen genommen hat. Von meinen "Tauchgängen" habe ich, wie gesagt, keine Erinnerungen mitgebracht, aber Gefühle. Während des Lesens hat sich eine latente Melancholie meiner bemächtigt, die wohl zum Grossteil daher rührte, dass ich durch den Prolog wusste, wie Fitz' Leben enden wird. Zum anderen ist der Grundtenor durch das gesamte Buch hinweg eher melancholisch. Selbst die Dialoge mit dem geheimnisvollen Narren waren weniger erheiternd, als vielmehr mysteriös, mehrdeutig und verwirrend.
Mir hat dieser erste Teil der "Weitseher"-Trilogie trotz allem jedenfalls so gut gefallen, dass ich mir auch die Folgebände gekauft habe. Ausserdem habe ich "Der Weitseher" einem Freund geschenkt. Als dieser mich fragte, worum es darin geht, musste ich stutzen - ich konnte mich nicht erinnern.
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