Rezension vom 16.03.2012
(9)
Suzanne ist eine ehemals erfolgreich Balletttänzerin, die ihre wegen einer Knieverletzung ihre Karriere beenden musste.
Um damit fertig zu werden und ihr Leben zu sortieren, zieht sich in einem kleinen Cottage in Irland zurück.
Doch keine Spur von Entspannung- das Cottage ist mehr oder weniger eine Katastrophe und dann taucht auch noch Brandon in ihrem Garten auf.
Ein attraktiver, aber auch vor allem merkwürdiger Mann.
Suzanne wäre nicht Suzanne, wenn sie dem ganzen nicht Licht machen würde.
Wer ist Brandon also wirklich und wer ist diese geheimnisvolle Frau, der er willenlos ausgeliefert zu sein scheint?
Jean ist ein spannender Roman gelungen, der sich perfekt für einen Abend zuhause eignet.
Wer hier Romantik und Liebe sucht, wird vergebens suchen.
Die Protagonisten, außer Suzanne, sind es gewohnt Schmerzen zu erleiden und als Sexsklaven gehalten zu werden.
Für die einen mögen die SM- Szenen zu viele sein, für die anderen vielleicht gerade richtig! ;-)
Vor allem tun die Szenen eins: sie stechen detailreich hervor.
Francis beschreibt alles haargenau, und erschafft so lebendige Bilder, da kann man bei der einen oder anderen Szene sogar die Augen zukneifen, andererseits lässt diese Geschichte auch keine andere Art zu ;)
Der Schreibstil lässt sich super lesen, an der einen oder anderen Stelle hätte ich mir mehr flüssigere Zusammenhänge gewünscht.
Obwohl Cara so bösartig ist, gefällt sie mir doch am meisten, sie bleibt ihrem Charakter treu, während, vor allem Brandon, ständig schwankt. Ich konnte leider nicht mit Suzanne und Brandon sympathisieren, die Charaktere bleiben oberflächlich, man kann sich nicht richtig in sie hineinversetzen, ihr Leid verstehen, allein Cara kann sehr gut nachvollziehen und ist wohl der Grund, wieso sie mir so „gefällt“.
Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen.
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