Rezension vom 19.12.2011
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In Oslos Drogenmilieu ereignet sich ein Mord, der für die örtliche Polizei ein klares Motiv und eine zweifelsfreie Beweislage hat. Ein Täter wird kurz nach dem Geschehnis festgenommen. Für den ehemaligen Polizisten Harry Hole ist dieser Mord jedoch eine Katastrophe, denn der Täter soll der Sohn Oleg seiner ehemaligen Freundin Rakel sein, die er über die Zeit, die er in Hongkong verbracht hat, nicht vergessen kann. Er kehrt nach Oslo zurück, um die Indizien um den Mord zu entkräften und den wahren Mörder zu suchen. Dabei landet er immer tiefer und tiefer im Drogensumpf der Großstadt und deckt zudem Korruption innerhalb der Polizei und der Politik Oslos auf. Erst spät merkt er, dass er sich durch seine Suche nach der Wahrheit zur Zielscheibe eines mysteriösen Unbekannten macht, der die Drogenszene beherrscht und auch Harry die Macht nehmen möchte, die Kreise der Drogendealerei aufzudecken. Dabei schrecken der Unbekannte und seine Komplizen vor keiner Möglichkeit zurück, Harry auszulöschen. Doch Harry gelingt es die Flicken des Teppichs mehr und mehr zusammenzusetzen, bis er schlussendlich den wahren Mörder ausfindig macht und ihn mit der Tat konfrontiert, was folgenschwere Konsequenzen für ihn und die weiteren Hauptdarsteller mit sich zieht.
Zu Beginn des Buches habe ich mich gefragt, ob ich mich wirklich tiefer in den Drogensumpf und die damit verbundenen Schicksale der Drogenszene Oslos bewegen möchte; ich empfand die Story anfangs ziemlich extrem. Doch die Neugierde auf das, was noch geschehen wird, war stärker.
Sehr gut gelungen ist Jo Nesbo die Erzählweise aus der Sicht Gustos, womit seine letzten Minuten vor dem Tod, aber auch Momente aus der Vergangenheit ausdrucksvoll beschrieben werden und somit einen Bogen zu der gegenwärtigen Story spannen. Generell lässt sich die Schreibweise gut und flüssig lesen, so dass man doch erwartungsvoll an das Ende der Geschichte getrieben wird.
Das Cover ist ansprechend gestaltet und passend zum Inhalt.
Mein Fazit für dieses Buch:
Ein krasser, perfider Kriminalroman, der jedoch nicht für zartbesaitete Schöngeister geeignet ist – unterhaltsam, aber nach meinem Erachten, kein unbedingtes Muss.
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