Rezension vom 10.09.2009
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Das schöne Cover der gebundenen Ausgabe, mit dem hübschen Frontpapier in Händen zu halten macht einen schon Lust, das Buch aufzuschlagen und zu lesen.
Die schönen Gedichte am anfang jedes Teils runden die Erscheinung der "Zarentochter" perfekt ab.
Nun zum Inhalt: Das Lesen dieses Buches ist wie eine Zeitresie in die Jahre 1833-46. Der Prolog, der aus Ollys Kindheit erzählt ist eine tolle Einführung in den Roman. Petra Durst-Benning schreibt mit so viel lebendigkeit, das man sich zwischen die Seiten gezaubert fühlt und besonders Olly macht es einen leicht sich in sie hinein zu versetzen. Die ganzen 420 Seiten lang lebt, leidet und liebt man mit ihr. Das anfangs sturre Kind, das sich mit ihrem goldenen Käfig lange nicht zufrieden gibt, ihre erste Liebe und wie sie zu einer intelligenten, hübschen, jungen Dame heranwächst, das alles hat man beim lesen bildlich vor sich. Doch auch die herzliche und alltägliche Beziehung zu ihren älteren Gschwistern Sascha und Mary wird wunderbar beschrieben. Etwas schade ist, das ihre jüngeren Familienmitglieder fast gänzlich untergehen und man so gut wie nichts über sie erfährt.
An manchen Stellen meint es das Schicksal wirklich nicht gut mit Olly und man leidet mit ihr und wünscht ihr, das sie doch endlich jemanden findet dem sie ihr Herz schenknen kann ohne das es zerbrochen wird.
"Nur wer auch den Schatten kennt, weiß auch die Sonne zu schätzen!" - Dieser Satz aus dem Buch hat mir besonders gut gefallen, und so geht auch Olly am Ende den richtigen Weg.
Das Buch wird durch Petra Durst-Benninger's einmaligen Schreibstil abgerundet. Der einen förmlich in die Geschichte hineinzieht und erst wieder loslässt wenn auch die letzte Seite gelesen ist.
Wie ein Schwamm habe ich die geschichtlichen Informationen aufgesogen. Ein historischer Roman verpackt in einer romantischen Liebesgeschichte vor der zauberhaften Kulisse St.Petersburg.
Was kann es schöneres geben? Für mich im Moment nichts, und deshalb warte ich Sehnsüchtig auf die Fortsetzung im Septerm 2010.
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