Was für ein böser, böser, Cliffhanger am Ende des Buches. Da würde ich am liebsten direkt weiterlesen. Zum Glück müssen wir nicht zu lange warten, der zweite Teil der vierteiligen Reihe soll schon Ende 2013 erscheinen.
Das "Ödland" ist nicht etwa in irgendeiner Wüste oder einem Dschungel, die ganze Erde ist ein Ödland. Ressourcenknappheit hat die Menschheit zum Äußersten getrieben und alles wurde zerstört. Die wenigen Überlebenden wohnen in Enklaven, kämpfen mit anderen weiterhin ums Überleben.
In so einer Enklave ist Mega aufgewachsen, in einem verborgenen Keller. Doch mit 19 Jahren wir sie ausgebildet uns ausgesandt, um lebenserhaltende Ersatzteile für den Keller zu suchen. Auf dieser gefährlichen Reise begleiten wir Mega durchs Ödland.
Die Reise von Mega ist sehr spannend und lässt einen richtig mitfiebern. Man weiß nie was als nächstes geschieht und ist immer wieder aufs neue schockiert, was in der Zukunft aus unserer schönen Welt einmal werden könnte.
Dabei sind Christoph Zachariaes Zukunftsvisionen gar nicht unreal. Denn die Ressourcenknappheit steht uns schon sehr bald bevor, wenn man der Wissenschaft glauben mag, und das Menschen dann wieder zu Tieren werden ist mehr als glaubwürdig.
Ich muss leider sagen, dass Christophs Schreibstil am Anfang für mich sehr schwierig war. Er schreibt gerne in langen Sätzen und wechselt schnell Perspektiven. Außerdem stehen Dialoge ganz für sich alleine, sodass man ab und zu den Überblick verliert, wer gerade mit wem redet. Aber nach etwa dem ersten Viertel vom Buch hat man sich daran gewöhnt und es stört nicht mehr zu sehr. Dann packt einen nur noch die Geschichte und man will wissen, wie es mit Mega weitergeht.
Was ich in diesem Buch, es ist ja zum Glück erst das Erste, nicht so ganz verstanden habe, ist die Geschichte mit Hagen. Er ist eine weitere Hauptfigur, mit einem eigenen Handlungsstrang der irgendwie so nebenbei abläuft. Sogar Mega taucht einmal auf, jedoch wohl die zuküntfige Mega, weswegen dieser Teil der Geschichte meiner Meinung nach vielleicht besser in eines der nächsten Bücher gepasst hätte.
Wegen diesen beiden Punkten gibt es von mir leider nur drei Punkte, auch wenn ich gerne mehr vergeben hätte. Jedoch ist es definitiv eine lesenswerte Dystopie und ich freue mich schon auf die nächsten Teile.