Rezension vom 05.06.2013
(4)
Inhalt:
Dorothys Heimkehr gerät zum Albtraum: Untote haben das Land überrannt! Doch nicht nur in Kansas hat sich die Ordnung der Dinge verändert, entsteigen die Toten ihren Gräbern ...
Auch der unsterbliche Mythos von L. Frank Baums »Der Zauberer von Oz« verändert sich in den Geschichten dieses Bandes ständig - mal gekreuzt mit magischem Realismus, mal mit klassischer Fantasy, mal mit modernem Western, mal mit zombieverseuchtem Horror.
»Die Zombies von Oz« - die neue Kurzgeschichtensammlung von Christian Endres, Gewinner des Deutschen Phantasik Preises für die beste Kurzgeschichte 2009 und die beste Kurzgeschichtensammlung 2010 (»Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes«).
Meine Meinung:
Das Buch “Die Zombies von Oz“ besteht aus mehreren Kurzgeschichten - um die meisten zu verstehen, wäre es ratsam das Original “Der Zauberer von Oz“ zu kennen. Wenn wir uns die erste Geschichte ansehen (Namensgeber des Buches), wird merken, dass die Story nahtlos an das Original anknüpft. Auch ich, die sich damals den Film (mehrmals) angesehen hat, kam nicht immer ganz mit. Also, eine Auffrischung wäre gar nicht so schlecht, bevor man sich das Buch durchliest.
Wie der Titel schon verrät, wird der Leser nicht an die Zombies vorbeikommen. Es werden ständig Köpfe weggeschossen, Gedärme hängen aus toten Körpern heraus und es fehlen irgendwelche Körperteile. Was mir persönlich zu viel war, war, dass Dorothy als Sexobjekt angesehen wird. In den meisten Kurzgeschichten ist sie erwachsen und man nimmt es so hin, aber, dass der Autor in der ersten Story Andeutungen macht, als er Dorothy noch als Kind zeigt, geht für meinen Geschmack zu weit.
Abgesehen von der ersten Kurzgeschichte haben die weiteren 12 (insgesamt gibt es 13) kaum etwas mit “Der Zauberer von Oz“ zu tun. Es werden manchmal die Namen der bekannten Figuren genommen, in der einen oder anderen Story untergebracht und das war es schon. Ich habe mich nicht nur einmal gefragt, was die ganze Chose soll.
Wäre Christian Endres bei seiner ersten Geschichte geblieben und hätte diese so weitergeführt, wie er die begonnen hat, hätte das ein sehr gutes Buch werden können - denn die erste und längste Geschichte war mit großem Abstand die Beste, auch wenn die abrupt endete. Leider ist das nur Wunschträumen und ich bewerte nur das, was der Autor mir bietet.
Mehr
Weniger
0 Kommentare