Rezension vom 21.09.2012
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Ein Fischerstädtchen in Plymouth, Massachusetts. Im Jahre 1872 verliebt sich die leidenschaftliche Meerjungfrau Syrenka in den Naturforscher Ezra. Doch mit der Entscheidung, ihr Leben unter Wasser hinter sich zu lassen und an Land ihr Glück mit Ezra zu finden, löst sie unabsichtlich eine Kettenreaktion an entsetzlichen und sogar tödlichen Ereignissen aus. Fast 140 Jahre später trifft die siebzehnjährige Hester einen mysteriösen Fremden namens Ezra und fühlt sich unerklärlich zu ihm hingezogen. Zum ersten Mal stellt sie ihre Entscheidung, sich niemals zu verlieben, in Frage. Seit Generationen mussten die Frauen aus Hesters Familie nach der Geburt ihres ersten Kindes sterben – doch was ist der Grund? Ein unbekannter Gen-Defekt? Oder ein Fluch? Mit Ezras Hilfe beginnt Hester, in ihrer Familiengeschichte nach Antworten zu suchen. Doch mächtige Kräfte versuchen alles, um Hester daran zu hindern, ihre Verbindung zu Syrenka und den Tragödien von damals zu entdecken. – Elizabeth Fama gelingt es, die Lebensläufe von Syrenka und Hester, zwei starken Protagonistinnen, auf wortwörtlich gespenstische Art miteinander zu verknüpfen. Von Beginn an stimmen Spannung und Atmosphäre und obwohl Hester viel länger braucht, die Geheimnisse aufzudecken als so manche Leserin, wird die Geschichte durch die vielen Mythen, Meerjungfrauen, Geheimnisse, Morde und Geister nie langweilig. Obwohl für Leserinnen ab zwölf Jahren empfohlen, sollte man beachten, dass das Buch nichts für zarte Gemüter ist und Gewalt, Vergewaltigung und raue Sprache durchaus nicht zu kurz kommen, insgesamt aber die Stimmung des Buches wunderbar ergänzen. Ein packender, dunkler und bittersüßer Meerjungfrauen-Roman, der sprachlich und inhaltlich absolut besonders ist im fantastischen Jugendbuch-Segment.
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