Rezension vom 23.09.2012
(10)
Der Valentinstag und seine Folgen
Saffy, erfolgreich im Beruf und seit Jahren glücklich vergeben an Greg, wartet am Valentinstag auf den lang ersehnten Heiratsantrag.
Der bleibt aus und das Chaos nimmt seinen Lauf.
Todunglücklich zieht sie wieder bei ihrer Mutter ein und wird zum Workaholic.
Indessen tröstet sich Seriendarsteller Greg mit einer anderen und lässt sich richtig gehen.
Dann ist da ja noch das befreundete Pärchen Conor und Jess mit ihren Kindern, die nicht unterschiedlicher zu Saffy und Greg sein könnten.
Connr erfüllt sich gerade den Traum, seinen Roman zu schreiben, was bei Jess zu immer mehr Unbehagen führt.
Der abwechselnde Handlungsstrang hat mir persönlich ganz gut gefallen, weil er häufig ineinander greift und die einzelnen Kapitel nicht zu abrupt enden.
Der Schreibstil war flüssig zu lesen, jedoch war mir das Buch an manchen Stellen so überzogen und langatmig geschrieben, dass ich mich dort ein
bisschen durchquälen musste.
Die Charaktere konnten mich nicht ganz überzeugen und ich konnte auch keine rechte Beziehung aufbauen.
Am Anfang verfiel mir z. B. Saffy zu sehr in Selbstmitleid und dann später wurde sie mir etwas unsympathisch, als sie ihre Ehe verschwieg.
Greg ist einfach nur weltfremd, verschwenderisch und ein bisschen dumm.
Jess, so bodenständig sie auch ist, hat durch ihr Verhalten gegenüber Conor nicht gerade Sympathiepunkte von mir bekommen.
Und auch mit Saffys Mutter konnte ich während ihrer Erkrankung kein "Mitleid" empfinden.
Der Verlauf des Buches ist anders, als ich erwartet hatte. Auch wenn die Geschichte so auch aus dem Leben gegriffen sein könnte, war sie mir besonders am Anfang und auch im Mittelteil zu unrealistisch beschrieben.
Erst zum Ende hin nahm mich die Geschichte richtig gefangen und hat mir ab da gut gefallen, sodass ich dann schnell wissen wollte, wie es weiter ging.
Da allerdings kam es mir auch zu schnell runter geschrieben vor. Der Brief ist zwar ein schönes Ende, aber es hätte noch ein paar Erklärungen bedürft.
An und für dich ist ein solides, ausbaufähiges Erstlingswerk mit einigen bewegenden aber auch zum Lächeln anregenden Momenten.
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