Rezension vom 19.08.2012
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Das Buch ist großartig. Eigentlich ist das eine Liebesgeschichte, die an Traurigkeit und Endlichkeit zunimmt. Eine Ehe geht zu Ende, wie eine Ära. Die Geschichte hat eine gewisse Leichtigkeit und besteht aus 17 Erzählungen, die sich alle um die Liebe und Ehe der Maples handeln. Die Liebenden scheitern gar nicht an Mangel von Liebe, Zuwendung, Zärtlichkeit, intelligenten Zwischengesprächen. Auch 4 gutgeratene Kinder sind von der Party. Sie scheitern eher an der Langweile, und "unüberbrückbaren sexuellen Differenzen", wobei sie dies mit der Hilfe von Affären ausgleichen versuchen, und sich stets gegenseitig belauern, und leiden, und weiter den Weg zu zweit schreiten, unfähig sich zu trennen. "Warum?" sie sich dann doch trennen, wissen sie in Wirklichkeit nicht so genau.
Der Erzählstil ist für mein Geschmack unaufdringlich genial, präzise, von hoher Qualität. Allein die Szene, wo sie den Kindern von der Trennung mitteilen, ist so ergreifend traurig, grotesk und herzlich, dass man am besten mit dem dritten Sohn John eine Runde mitkotzt über seine Eltern, die zwei Liebenden, die gerade ihrer Ehe einen Arschtritt für die Ewigkeit verpassen.
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