Rezension vom 11.12.2009
(20)
Luisa Paserini ist eine junge Frau, die als Junge verkleidet, in der Werkstatt ihres Bruders als Stukkadorin arbeitet. Als Frau hätte sie dort nichts zu suchen. Als ihr Bruder Armido zu Besuch kam und von seiner neunen Arbeit bei Maestro Rosso berichtete sie ihn nach Frankreich zum Schloss Fontainebleau begleiten, um für Rosso zu malen. Sie schätzt seine Arbeit, nachdem sie die Kreuzabnahme in Voltera in der Kapelle der Compagnia della Croce di Giorno in San Francesco gesehen hat. Seitdem möchte sie für Rosso arbeiten. Armido weigert sich sie mitzunehmen, da sie als Frau nicht am Hof malen dürfte. Sie folgte ihm, nach seiner Abreise, einige Wochen später. Als Luca Paserini reist sie über die Alpen und mit dem Schiff nach Frankreich. Auf der beschwerlichen Reise arbeitete sie als Luca Paserini für den Ketzerjäger Monsignore Sampieri. Sie bekam Hilfe und Unterstützung von den Gebrüdern Lavbruch die Saitenmacher und protestantische Brüder aus Straßburg waren. Die Reise brachte Luisa an dem Rande ihrer Kräfte und sie kam total erschöpft bei Armido an. Der pflegte Luisa gesund und sie konnte später mit ihm zusammen an den Fresken der Galerie im Schloss arbeiten. Durch Zufall entdecke Rosso die Skizzen, von der Venus frustrée die Luisa gemalt hat. Daraufhin stellte er ihr eine Aufgabe in Aussicht. Armido hat ein großes Geheimnis und verbarg dieses vor Luisa. Er liebte Aleyd die dem Glauben der Vaudois angehört. Um sie zu heiraten muss er ihren Glauben annehmen und trifft heimlich alle Vorkehrungen dafür. Luisa lebte auf dem Hof gefährlich, einmal weil die Dienstboten missgünstig ihr begegneten und das sie als Frau nicht erkennt werden durfte. Guy de Mallêt stellte ihr nach und bedrohte sie und ihren Bruder. Damit Armido den Vaudoiser beitreten kann, reist er heimlich zu Aleyd und kommt in großen Schwierigkeiten. Luisa ist verzweifelt und weiß nicht wo ihr Bruder ist und was mit ihm geschah. Sie stellt sich großer Aufgaben ……………….
Es wird noch spannender Mord, Liebe, Leid, Folter und Verbrennungen auf dem Scheiterhaufen werden eindrucksvoll geschildert.
Die Rezension habe ich nur über einen Teil des Buches geschrieben, weil ich den Lesern nicht alles verraten möchte. Nur soviel, diese Buch sollte jeder lesen, der Historienromane gerne liest.
Dieser Roman ist einfach, lebendig und gut verständlich geschrieben. Es war wunderbar dieses Buch zu lesen, weil immer neue Herausforderungen an Luisa gestellt wurden und ich als Leserin auf die nächsten Seiten gespannt war. Bei manchen Szenen habe ich die Brutalität aus jener Zeit richtig gespürt. Die Autorin hat auch den Glaubenskrieg bildhaft beschrieben. Was die Menschen früher alles für den Glauben auf sich genommen haben, auch wenn es den Tod bedeutet hat.
Es ist der zweite Historienroman von Constanze Wilken und ich bin begeistert und freu mich schon auf das nächste Buch von ihr. Ihre Romane sind für jeden Leser geschaffen, da Frau Wilken nicht nur Historienromane geschrieben hat.
Mehr
Weniger
0 Kommentare