Rezension vom 09.04.2010
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Jem ist fünfzehn, eher schwierig, Einzelgänger und wohnt bei einer Pflegemutter. Und sie kann Zahlen sehen, die ihr das Todesdatum desjenigen Menschen verraten. Durch diese Gabe weiß sie auch, dass der Junge „Spinne“ am 15.12.2010 sterben wird und bis dahin sind es nur noch wenige Wochen, doch trotz ihrer Wissens freundet sie sich langsam mit ihm an. Doch als sie zusammen am London Eye sind, sieht Jem, dass alle Besucher das gleiche Datum, den heutigen Tag, besitzen, dadurch weiß sie, dass etwas schlimmes passieren wird. Spinne und Jem können fliehen ehe das London Eye explodiert, doch sie werden beobachtet und fortan von der Polizei gesucht. Die beiden fliehen gemeinsam um dem Gefängnis zu entkommen, doch das ist gar nicht so einfach …
Das Buch „Numbers“ ist etwas ganz besonderes. Obwohl man eigentlich weiß, dass Spinne sterben muss, hofft man die ganze Zeit, dass es eine Hintertür gibt, wodurch er dem Tod entkommen kann. Doch muss nicht jeder sterben? Ja, dieses Schicksal trifft jeden einmal und mit dieser Thematik befasst sich dieses Buch intensiv. Durch Jems Gabe wird sie und damit der Leser andauernd mit dem Thema „Tod“ konfrontiert, man leidet mit Jem mit, hat die gleichen Zweifel und ist genauso hin und her gerissen wie sie. Ist das Sehen der Zahlen nun eine Gabe oder doch ein Fluch und vor allem soll man den Menschen ihre Todesdaten sagen oder doch lieber darüber schweigen. Es wird aber auch die Frage aufgeworfen, ob den Tag seines eigenen Todes denn wirklich wissen will. Ist es nicht besser jeden Tag voll zu leben und zu genießen? Die Thematik und natürlich die Umsetzung der Autorin schaffen es, den Leser zum Nachdenken anzuregen und ihn ganz zu fesseln, denn man will einfach wissen wie die Geschichte um Jem und Spinne endet. Gibt es ein Happy End oder endet das Buch doch mit einem Unglück?
„Numbers“ von Rachel Ward ist ein absolut empfehlenswertes Buch, das sehr spannend ist, es aber trotz der eher harten Thematik „Tod“ nicht an Liebe, Freude und Humor fehlt. Obwohl das Ende leider etwas klischeehaft ausfällt bin ich der Meinung, dass dieses Buch unbedingt von vielen, sowohl Jungendlich als auch Erwachsenen, gelesen wird, da es wirklich „atemlos, emotional, philosophisch“ ist.
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