Kurzbeschreibung:
Die Entlarvung eines bundesweit gesuchten Frauenmörders hat Pawel Höchst, dem Rostocker Privatdetektiv mit russischen Wurzeln, viel Ruhm beschert – doch leider keine Aufträge. Deshalb zögert der bärbeißige Ex-Seemann auch keine Sekunde, als ihn die Rostocker Kripo gegen ein Erfolgshonorar als Berater engagieren will.
Eine Dame aus der besten Schweriner Gesellschaft ist in einem Rostocker Luxushotel ermordet aufgefunden worden – eine Dame, die bestens mit Politik und Wirtschaft in der Landeshauptstadt vernetzt war und womöglich auch mit der Schweriner Polizei. Deshalb soll Pawel erst einmal ganz diskret die Hintergründe untersuchen, nicht dass da am Ende ein Skandal droht. Klingt logisch. Klingt das wirklich logisch? Und wieso stößt Pawel dauernd auf einen Schweriner Privatschnüffler, der das Opfer angeblich schon seit Wochen überwacht? Ohne die Hilfe von Polizeianwärter Kevin kommt Pawel nicht voran, weder am Schweriner See noch am Warnowufer.
Leseprobe:
Hier.
Covergestaltung:
Man sieht ein schwarzes Cover mit weissen Buchstaben, rot umrandet, von denen Blut tropft. In die Buchstaben hinein wurde noch ein Cocktailglas mit dem pinken Cocktail gebracht, um den es in diesem Buch geht, und der diesem Buch auch den Namen gibt. Das Cover bekommt von mir ein sehr gut.
Meine Meinung:
Wir haben ein etwas ungewöhnliches Ermittlerteam, den Privatdetektiv Pawel höchst, ehemals Hochseefischer, und Polizeianwärter Kevin Hilbig. Auf den ersten Blick gefällt mir diese Kombi recht gut, es ist mal was anderes.
Auch positiv finde ich, dass in Kevin ein schwuler Polizist ist, aber dann kommt auch schon das aber, welches sich durch das gesamte Buch zieht. Dieses Buch ist überladen mit Klischees, was sich der junge Polizist von seinem Schweriner Vorgesetzten alles gefallen lassen muss, dass finde ich ehrlich gesagt absolut daneben. Hat der Autor hier ein persönliches Problem mit Schwulen? Aber wieso wählt er sie dann als Protagonisten? Ich fand es sehr seltsam.
Die Frau von Pawel höchst ist wohl während der Zeit, als er noch auf See war fremdgegangen. Er ist auch fremdgegangen, zwar mit Prostituierten, aber bei ihm ist es okay, bei ihr nicht. Das ist natürlich etwas totaaaaal anderes.
Russen sind trinkfest, dass weiss jeder, und auch dieses Klischee hat der Autor vollends ausgenutzt um Pawel als typisch da stehen zu lassen. Als Detektiv kommt das allerdings nicht sehr positiv rüber.
Ich konnte mich im kompletten Buch nicht richtig mit Pawel anfreunden, er war mir zu unsympathisch, Kevin und sein Freund, welcher nur eine winzige Nebenrolle hat, und dennoch in diesem Buch wichtig ist, mag ich sehr viel mehr. Sämtliche andere Polizisten sind ebenfalls absolut negativ besetzt.
Was ich ziemlich schlimm fand, ich habe jetzt mehrere Sutton Krimis gelesen, und sowas ist mir noch nicht passiert. Ich frag mich ob der Lektor hier geschlafen hat, soviele fehlende Worte, fehlende Buchstaben, sowie Buchstaben die da nicht hingehören hab ich selten erlebt, da empfehle ich dringend noch einmal jemand drüber schauen zu lassen! Normaler Weise schreibe ich mir die Fehler auf um sie dem Autor mitzuteilen, aber in diesem Buch waren das soviele, dass ich es irgendwann aufgegeben habe. Es fängt auch nicht erst am Ende an, sondern gleich zu Anfang geht es damit schon los.
Was ich nicht so schön finde, in diesem Buch gibt es mehrere Fäden, die nicht zu Ende geführt werden. Oftmals fehlt bei Ereignissen die komplette Logik, was es mir schwer machte dieses Buch als realistischen Fall zu betrachten. Das finde ich ein wenig schade, denn die Ausgangsposition, die ich als sehr positiv empfand, wurde hier nicht ausgenutzt.
Leider hat sich für mich im gesamten Buch keine Spannung aufgebaut, woran auch immer das gelegen haben mag.
Mein Fazit:
Die Idee war gut, die Umsetzung ziemlich mies. Und meine Erwartungen wurden leider ziemlich enttäuscht, weshalb ich für diesen Krimi keine Empfehlung aussprechen kann.
Meine Bewertung:
Zum Autor:
Richard R. Roesch, Jahrgang 1969, mit bürgerlichem Namen Volker H. Altwasser, ist in Greifswald geboren. Mittlerweile lebt und schreibt er in Rostock. 2011 wurde der Schriftsteller mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. »Pink Clover Club« ist nach »French 75« der zweite Fall für Pawel Höchst.
Zu kaufen gibt es dieses Buch:
direkt auf der Verlags-Homepage oder in einer Buchhandlung deiner Wahl.
Altersempfehlung:
Erwachsenenliteratur
Abschließend bleibt mir noch zu sagen, dass die Kritikpunkte keinesfalls persönlich angreifend sein sollen, sondern nur meine Meinung wieder spiegelt, die ich gern ehrlich in meinen Rezensionen nieder schreibe.
Bedanken möchte ich mich beim Sutton Verlag für das Rezensionsexemplar und die Leserunde, und bei Katja.