Rezension vom 18.05.2013
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Mit über 900 Seiten ist "Winter of the World" ein echtes Leseabenteuer. Die Handlung spielt sich zwischen 1933 und 1949 ab.
Ich kann allen, die den Vorgängerroman "Fall of Giants" gelesen haben, "Winter of the World" nur weiterempfehlen. Ich war äußerst gespannt herauszufinden, wie es mit den einzelnen Personen weitergehen, was sie erleben, und wie sie sich verändern würden.
Ich gebe zu, dass es mir anfangs etwas schwer fiel, mich daran zu gewöhnen, dass sich die Handlung nun vor allem um die jüngere Generation drehte, hatte ich doch Charaktere wie Maud, Ethel und Billy bereits ins Herz geschlossen. Nichtsdestotrotz waren auch in diesem Buch einige interessante Persönlichkeiten.
Follett hat es geschafft, einen fantastischen historischen Roman zu schreiben, der durchgehend spannend ist und auch einige wirklich berührende Stellen hat. Man erfährt viel über Politik und das Leben ganz unterschiedlicher Menschen im 2. Weltkrieg und möchte am liebsten immer weiterlesen.
Einen Stern Abzug gebe ich jedoch dafür, dass die Liebesgeschichten der Protagonisten weniger überzeugend und fesselnd waren als im 1. Teil, was ich als schade empfand. Zudem gab es mit Carla und Daisy zwar zwei interessante weibliche Persönlichkeiten, doch für mich reichten die beiden einfach nicht an Ethel und Maud heran, denen ich mich während der Lektüre von "Fall of Giants" wirklich nahe gefühlt hatte. Gelegentlich ärgerte es mich auch, wenn Frauen in dem Buch ständig als hübsch und sexy beschrieben und ihre körperlichen Merkmale und Vorzüge betont wurden; ich hatte einfach das Gefühl, diese Stellen würden nicht so gut in einen derartigen Roman passen - irgendwie empfand ich das als ein wenig oberflächlich und zugleich irrelevant für die Geschichte.
Nichtsdestotrotz ist "Winter of the World" ein lesenswerter Roman, den ich gerne weiterempfehle.
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