Rezension vom 23.09.2012
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"Mein geliebter Simon, meine liebe Lola, der kleine Vincent, der kleine Venuslöwe auf meinem Schoß und die ganzen Lieder, die mir schon so lange zu leben halfen…"
Ein spontaner Ausbruch aus dem Alltag, eine Flucht vor der Familie und der Abschied vier Geschwister von der Kindheit. Als Simon auf der Hochzeit einer Cousine vorschlägt abzuhauen und Vincent den jüngsten der vier Geschwister zu besuchen, sind Lola und Garance platt. Ausgerechnet Simon, der anständige und immer auf seine Frau hörende Simon. Doch schnell steht ihr Entschluss fest: die beiden Schwestern springen ins Auto ihres Bruders und machen sich auf den Weg zum Vierten im Bunde. Ein aufregender Tag beginnt. Auf einem Schloss auf dem Land verbringen sie einen letzten Tag Kindheit, die eigentlich schon lange vorbei sein sollte.
Ein kleines Büchlein, einer französischen Autorin, für zwischendurch. Die Geschichte bietet nicht nur für die vier Geschwister einen Ausbruch aus dem Alltag, sondern auch für den Leser! Die heitere Schreibwiese und die herrlich gestalteten Charaktere machen „Ein geschenkter Tag“ zu einem besonderen Leseereignis. Man wünscht fast selbst mit im Auto zu sitzen, bei Vincent im Schloss zu sein und einen Tag Freiheit, ohne Sorgen und Gedanken über die Zukunft, zu genießen. Das Buch macht glücklich und etwas nachdenklich, sehnsüchtig und nostalgisch. Ich habe mir zum ersten Mal gewünscht auch mehrere Geschwister zu haben.
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