Rezension vom 13.05.2013
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Um was es bei dem Buch geht, steht ja in der Kurzbeschreibung, also fange ich gleich mal mit meiner Meinung an.
Das Buch habe ich in Folge einer LR hier gelesen. Ich liebe historische Romane und die Aussicht darauf, hier nicht wieder NUR eine Protagonistin zu haben (was ich beim historischen Romansektor immer bemängele ist der Überschuss an weiblichen Helden. Persönlicher Geschmack, aber ich mag Männer einfach lieber) hat mich sofort für das Buch eingenommen.
Jetzt bin ich fertig und stehe dem ganzen mit etwas gemischten Gefühlen gegenüber.
Grundsätzlich ist "der letzte Paladin" ein historischer Roman wie ich ihn mir wünsche:
Er bringt mir beim Lesen eine längst vergangene Epoche (die wir in der Schule nicht durchgenommen haben) auf unterhaltsame Weise näher. Ja, ich bin ein Mensch, der glaubt, wenn er Histos liest noch etwas lernen zu können/müssen.
Er hat eine spannende Handlung, die mich mitfiebern lässt.
Und Helden für dich ich Emphatie empfinde. Lange hab ich den epischen Kampf ausgetragen, wen ich toller finde. Remi de Vienne oder Afzda. (Remi hat gewonnen. <3. Bin halt ein Mädchen, was soll ich machen. Wenn ich mich nicht wenigstens in einen Kerl vergucke, kann das Buch nicht gut sein)
Leider leider fehlt mir so dieser letzte Kick, um dem Buch ein Juhu-***-Jubel-Abzeichen zu verleihen. Andere Leser lesen anders, und mögen es vielleicht, dass die Protagonisten manchmal aggieren als wären sie fünf Jahre alt.
Mir persönlich viel es manchmal schwer, die Handlung (vor allem in den ersten zwei Abschnitten) ernst zu nehmen. NATÜRLICH ist mir klar, dass wenn Arima und Roland sich ewig und drei Tage über einen dummen Ausritt "streiten" es ein Stilmittel des Autors ist, Rolands Unbedarftheit zu symbolisieren. Ich mags trotzdem nicht.
Auch andere "gewollte Gags" wie oh wir ersetzen unaussprechliche Sachsennamen, durch nicht gerade bessere Frankennamen, aber preisen es als Innovation. Konnten bei mir nicht zünden. Das war für mich eher so ein "Augenroll"-try to hard and fail - Abschnitt.
Andere Leser mögen das ein "Augenzwinkern des Autors" nennen und unterhaltsam finden. Ich eben nicht.
Mir persönlich war auch die Figur der Arima etwas zu ... mir fehlt das richtige Adjektiv, aber sagen wir es so. Man hat sie gebraucht, aber auf ihren POV hätte ich zu 90% verzichten können. (Persönliche Meinung. Liebe Arima Fans, bitte bleibt friedlich).
Angefangen bei "ekliger Anverwandter befummelt mich im Stall" (dem 0815 Standard "versuchte Gewalt gegen Frauen" Plotteil) über "ich habe die totale Depression gefühlten 10000 schier endlosen Seiten" bis hin zu "ich bin die Schlüsselfigur", nein mit Arima wurde ich nicht warm und die Männer im Buch spielen sie (für mich) gegen die Wand.
(Ich weiß, ich weiß, ich lasse kein gutes Haar am Weibsvolk in Histos. TUT MIR JA AUCH LEID)
Also Fazit kann man nur sagen: "der letzte Paladin" ist ein gutes Buch, mit kleinen Schwächen, die andere recht unterhaltsam finden mögen.
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