Winterstürme
Elisabeth Büchle
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Zum Inhalt:
Im Jahre 1866, wird in Wien, die Schwester des Geheimagenten, Thomas Wieland entführt.
Kurze Zeit später, rettet der Gutshofbesitzer Lukas Bieber, eine junge Frau, aus einem Schneesturm, der gerade im Schwarzwald herrscht.
Die junge Frau hat eine schwere Kopfverletzung, und leidet an Amnesie, sie kann sich an rein gar nichts mehr erinnern.
Lukas, nimmt die junge Frau zu sich und pflegt sie, zusammen mit Karla, der Frau seines besten Freundes und Pächters, gesund. Die junge Frau, bekommt vorübergehend den Namen Theresa, weil ihr dieser so gut gefällt.
Lukas lebt seit dem Tod seiner Frau, sehr zurückgezogen, seine kleine Tochter wird die meiste Zeit von Karla versorgt.
Nachdem Theresa weitestgehend genesen ist, stellt Lukas sie als Kindermädchen und Haushälterin ein, auch wenn ihm dies nicht gerade recht ist.
Doch zwischen den beiden entwickelt sich mit der Zeit eine sehr harmonische Bindung.
In Wien lässt sich nun der Musikstudent und Geheimagent Thomas Wieland, gegen den Willen seines Vaters, nach Berlin versetzen, in der Hoffnung, seine Schwester Marika, dort zu finden. Doch die politische Situation entwickelt sich so schlecht, das schon bald Krieg, zwischen Österreich und den Preußen herrscht.
Wird es Thomas trotzdem gelingen, seine Schwester in Berlin ausfindig zu machen?
Und was geschieht mit Theresa? Wird sie jemals ihr Gedächtnis wiedererlangen?
Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin Elisabeth Büchle ist sehr lebhaft und spannend.
Sie beschreibt auch die Landschaften und Ereignisse so schön, das ich regelrechtes Kopfkino hatte und so manches Mal dachte, ich sei wirklich im Schwarzwald oder auch in Berlin.
Sie erzählt die Geschichte um Theresa mit so viel Hingabe, das einem die junge Frau sofort ans Herz wächst und man mit ihr leidet, oder lacht.
Die Autorin versorgt den Leser mit kurzem Hintergrundwissen, um die Situation zwischen Österreich und Preußen, und verpackt dieses auch zusätzlich noch einmal, in eine kleine Liebesgeschichte, so das jemandem, der nicht ganz so viel mit dieser Politik anfangen kann, trotzdem nicht langweilig wird.
Die beiden Geschichten, um Theresa und Thomas, laufen später im Buch nahtlos ineinander über.
Ganz besonders hat mir natürlich die Hauptgeschichte um Theresa im Schwarzwald gefallen.
Ihre Geschichte entwickelt sich mit sehr vielen Höhen und Tiefen wunderbar. Und das zusammenleben mit dem Anfangs sehr knurrigen Lukas, ist wirklich sehr lebhaft von der Autorin dar gestellt. Auch die ganzen kleinen Neckereien zwischen den beiden, empfand ich sehr erheiternd und musste doch des öfteren schmunzeln, einfach zauberhaft.
„Winterstürme“ ist eine Neuauflage des Buches „Die Magd des Gutsherrn“ und alleine schon von der Covergestaltung, sagt mir dieses sehr viel mehr zu.
Dies war nun mein zweiter historischer Roman, den ich gelesen habe. Und ich muss sagen, dank so großartiger Romane, könnte dieses Genre wirklich noch eines meiner liebsten werden.
Ich kann dieses Buch nur jedem wärmstens ans Herz legen, denn es lohnt sich wirklich, dieses Buch zu lesen. Und daher bekommt es von mir auch, seine wohlverdienten fünf Sterne.
Ein ganz großer Dank, geht hier noch an die Autorin, Elisabeth Büchle, das ich für so ein wunderbares Buch eine Leserunde organisieren durfte. Vielen Dank :o)