fred vargas gehört für mich zu den krimiautoren, die ich immer gerne lese. jeder krimi von ihr ist ein highlight. jetzt gerade habe ich mir ‘Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord‘ angehört.
Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord’ war der erste krimi, der erschien. auf den bürgersteigen paris erscheinen blaue kreidekreise mit alltäglichen gegenständen: ein ohrring, eine bierdose, ein brillenglas, ein joghurtbecher … das seltsamste an den kreisen ist der text, der sich um jeden der kreise herum geschrieben findet: “victor, sieh dich vor, was treibst du jetzt noch vor dem tor?” keiner nimmt die sache ernst. bis … bis eines abends eine leiche im kreidekreis liegt. kommisar jean-baptiste adamsberg, der gerade aus einem pyrenäendorf gekommen ist, bekommt den auftrag den fall zu lösen.
fred vargas schafft immer faszinierende charaktäre wie zum beispiel danglard, ein mitarbeiter, ein alleinerziehender vater, der ab mittgas gerne ein glas wein trinkt; mathilde forestier, eine meereserkundlerin; charles reyer, ein blinder zyniker; die ältere frau clémence valmont, die bei madame forestier arbeitet und ihren tag mit beantworten von kontaktanzeigen verbringt.
was habe ich mal gelesen: entweder man liebt den schreibstil von fred vargas oder man hasst ihn. hier eine leseprobe:
“»Eines Tages hat mir ein Hai beim Tauchen ins Bein gebissen.«
»Gut, das dürfte nicht schön sein.«
»Was vermissen Sie am stärksten, wenn Sie nicht mehr sehen können?«
»Ihre Fragen bringen mich um. Wir werden doch nicht den ganzen Tag von Löwen und Haien und häßlichen Viechern reden.«
»Nein, sicherlich nicht.«
»Ich vermisse die Mädchen. Das ist ziemlich banal.«
»Sind die Mädchen nach der Geschichte mit der Löwin abgehauen?«
»Sieht so aus. Sie haben mir noch nicht gesagt, warum Sie diese Frau verfolgt haben?«
»Ohne Grund. Ich verfolge eine Menge Leute, wissen Sie. Ich kann nichts dagegen machen.«”