Rezension vom 05.02.2013
(7)
Als langjähriger großer "Harry Potter" Fan konnte ich natürlich nicht lange an diesem Buch vorbei gehen. Von Anfang an wusste ich von diversen Quellen, dass "Ein plötzlicher Todesfall" mit "Harry Potter" nicht viel mehr als die Autorin gemein hat. Duch diese Information ging ich gleich mit einer ganz anderen Einstellung an das Buch heran und das war auch gut so. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass das Werk von J.K. Rowling stammte, hätte ich das durch das Lesen wohl kaum heraus gefunden. Die Charaktere, der Inhalt, die Grundstimmung, die Sprache sind meines Erachtens ganz anders. Nur eines bleibt ähnlich: beide sind großartig erzählt. Rowling ist eine meisterhafte Erzählerin, das hat mir dieser Roman wieder bestätigt. Sie zeichnet Charaktere wie keine andere, gleichsam sympatische, unsympatische, schwache, starke. Doch niemand ist nur schwarz oder weiß, gut oder böse. Die Charaktere wirken sehr komplex und lebensecht.
Wenn man an dieses Buch mit der Einstellung einen neuen "Harry P." zu lesen herangeht könnte es aber sein, dass man sogar enttäuscht wird. Trotz der schlimmen Dinge die passieren ist Hogwarts und alles drum und dran doch eigentlich eine wundervolle Märchenwelt. "Ein plötzlicher Todesfall" spiegelt eine ganz andere Welt wider, eine realistische Welt, die kein bisschen unschuldig und zauberhaft scheint.
Nichtsdestotrotz habe ich das Buch genossen, es war wahnsinnig interessant und (meiner Meinung nach) unglaublich gut geschrieben. Lange hat mich kein Buch mehr so zum Nachdenken angeregt.
Gibt es Bücher die ein Leben verändern können? Vielleicht.
Dieses kann es allemal schaffen, deine Einstellung gegenüber gewissen Personen zu überdenken und dich zu ermahnen, doch nicht zu schnell über andere zu urteilen.
Schließlich "leutet Gottes Licht aus jeder Seele".
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