Rezension vom 27.04.2008
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Der Erzähler beschreibt das ziellose Dahinplätschern des studentischen Lebens, ein trostlose In-den-Tag-leben, ja fast schon ein Dahinvegetieren. Bis nachmittags schlafen, Vorlesungen schwänzen, Wohnungsparties, Drogen, Alkohol, oberflächliche Bekanntschaften. In kurzen, schnörkellosen Sätzen berichtet der Ich-Erzähler fast teilnahmslos von seinem Tagesablauf. Da wird beschrieben, wie er im Supermarkt an der Kasse steht und Bier kauft, wie er zu Hause in der Wohnung sitzt und sich langweilt, wie eine Spinne auf seinem Arm herumkrabbelt, wie er ins Kino, auf Parties, in Sexshops, in Lokale geht und immer wenn die Gefahr besteht, dass endlich etwas passiert, gibt es einen Schnitt, wir wachen am nächsten Nachmittag mit dem Protagonisten auf, und es geht von vorne los. Wie heißt es so schön? Same shit, different day.
Zwar ist sich der Erzähler durchaus bewusst, dass er sein Leben so verschwendet, in einigen hellen Momenten sind ihm die Oberflächlichkeit der Gespräche, und seine ewig bekifften Freunde zuwider, er würde gerne aus diesem Trott ausbrechen, doch letztendlich bleibt alles beim alten. Wer kennt das nicht.
Also ehrlich, gelesen haben muss man es nicht. Aber irgendwie ist es ja doch ganz nett, und es kommt einem angenehm vertraut vor, wenn nicht die Gedanken des Erzählers, dann zumindest die Stationen auf seinen Streifzüge durch Wien: Flex, Café Westend und Co. Und wenn man sich mit dem Erzähler knapp 200 Seiten lang treiben lässt, stolpert man sogar über den ein oder anderen Satz, der es Wert ist, mehrmals gelesen zu werden.
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