Das Finale von Gaias Kampf um Gleichheit
Achtung Spoilergefahr! Es handelt sich hier um den finalen dritten Teil der Reihe!
Ein harter Weg erwartet die Gruppe aus dem Sumpf. Gaia führt sie als Matrarch zur Enklave um dort eine neue Ära einzuleiten. Nach ihrer beschwerlichen Reise ist die Enklave jedoch weit davon entfernt sie mit offenen Armen zu empfangen allem voran da Gaia und der Protektor sich nicht gerade wohl gesinnt sind. Wird die junge Hebamme es schaffen und ihr Volk den versprochenen Neustart ermöglichen oder wir der Protektor nicht nur Gaia und ihren Geliebten ins Unglück stürzen? Ein erbitterter Kampf auf beiden Seiten beginnt und nicht nur ein Einzelner wird sich opfern müssen…
Meine Meinung
Nachdem ich die Vorgänger beide geliebt habe, musste ich natürlich wissen wie die Geschichte um Gaia ausgeht. Leider war ich teilweise sehr enttäuscht und war mit dem Ende der Reihe keinesfalls zufrieden. Das Warum erfahrt ihr in den nächsten Zeilen.
Die deutsche Aufmachung lehnt sich sehr stark an die Vorgänger an, lediglich die Farbe ist anders und der Name der passt irgendwie gut zum Inhalt. Das englische Cover begeistert mich aber mal wieder – die geschwungene Schrift und die mystische Aufmachung ist ein wahrer Eyecatcher inklusive einem einprägsamen Titel.
Leider muss ich sagen, dass der Schreibstil der Autorin im finalen Teil an Spannung verliert. Außerdem ist es sehr kurz gehalten, etwas sprunghaft und einfach nicht zu vergleichen mit den Vorgängern. Zwar haben wir es mal wieder mit einem nicht schlechten Storyboard zu tun, dennoch hapert es hier eindeutig an der Umsetzung, weil es dem Leser irgendwie vorkommt immer wieder das gleiche zu lesen. Inklusive dem nicht halb so spannenden Ende wie erwartet, welches sehr offen hinterlassen wird und viele Fragen aufwirft.
Auch die Charaktere verlieren an Herz und vor allem an gesunden Menschenverstand. Immer wieder macht Gaia dieselben Fehler, wiederholt was sie bereits 2 Kapitel zuvor getan hat und zerrt damit wirklich an den Nerven des Lesers. Auch die Beziehung zwischen Gaia und Leon macht nicht mehr das her, was sie im Vorgänger getan hat. Die beiden kommen einem vor wie Fremde, ebenso Will und Peter die im zweiten Teil ein großer Bestandteil der Geschichte waren.
Tiefgang erwartet uns hier leider wenig bis gar keiner. Bei so einer tollen Geschichte eine Enttäuschung, da das Buch noch dazu weniger Seiten hat als die Vorgänger.
Fazit
Ein nicht überzeugendes Ende dieser tollen Reihe. Gaia und Co scheint die Puste ausgegangen zu sein und die Story gipfelt in einem wenig spannendem Ende, dass die Herzen, nach dem wahrhaft genialen Vorgänger, leider nicht höher schlagen lässt. Mein Tipp: solltet ihr die Reihe wirklich geliebt haben und wollt unbedingt wissen wie es weitergeht wagt es, wenn euch Teil 2 aber reicht – belasst es dabei! Von mir gibt es für einen netten Versuch 2,5 von 5 Wölkchen.
Reihe
1. Die Stadt der verschwundenen Kinder (eng. Birthmarked)
2. Der Weg der gefallenen Sterne (eng. Promised)
3. Das Land der verlorenenen Träume (eng. Prized)