Rezension vom 15.07.2011
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Ich bin mit hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen, habe ich doch einen besonderen Roman erwartet… Und ich kann nur sagen: Ich wurde nicht enttäuscht. Wer meint, er hat hier einen „normalen“ Horrorthriller vor sich oder gar ein Science-Fiction-Abenteuer, der wird sicher enttäuscht sein. Am Anfang des Buches war ich noch etwas verwirrt.. Reinkarnation als Thema an sich – sehr interessant! – aber früheres Leben auf einem anderen Planeten.. Und das von Klaus-Peter Wolf.. eigentlich undenkbar. Ich habe mir gesagt, dass da noch mehr hinter stecken muss… Wer die Bücher von Klaus-Peter Wolf kennt, weiss eigentlich, dass er nicht „einfach einen Science-Fiction Roman“ schreibt. Also habe ich versucht auch etwas zwischen den Zeilen zu lesen. Und während des Lesens wurde ich immer tiefer in die Geschichte des Buches eingesogen. Es hat mich absolut gefesselt und fasziniert. Nachdem ich mit dem Buch durch war, hat es mich noch lange gefesselt und dazu gebracht, über mich selber, mein Leben und auch meine (Un-)Sterblichkeit nachzudenken. In Karma-Attacke gibt es diesen durchgeknallten Mörder, der seine Opfer auf bestialische Weise umbringt und Vivien, die anscheinend alles miteinander verknüpft. Am Ende des Buches habe ich festgestellt, dass ich ein bisschen Angst vor dem habe, was möglicherweise in jedem von uns stecken kann.. Dann habe ich mich mit der Vorgeschichte des Buches näher beschäftigt und das Ganze dann auch mit anderen Augen gesehen. Auf einmal ist dieses Buch nicht nur beängstigend…es macht irgendwie auch Mut und / oder Hoffnung. Was es für dieses Buch sicher nicht leicht macht, ist die Tatsache, dass es sich mit einem absoluten Tabu-Thema befasst: Reinkarnation. Ich denke, dieses Thema macht vielen Menschen Angst, weil sie sich ja dann auch mit ihrer eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen müssen. Jeder hat Angst vor dem Tod und der Frage, ob es damit wirklich aus ist. Wer sagt, dem ist nicht so…Tut mir leid, das kann ich nicht glauben. Aber es ist Bestandteil unseres Lebens. Und möchte nicht jeder gerne daran glauben, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist…. Oder vielleicht Ängste oder Probleme „erklärt“ bekommen, für die es bisher keine Erklärung gab… ?!? Ausserdem haben die Menschen ja bekanntermaßen oft ein Problem damit, sich auf ein Thema dessen Existenz nicht durch Formeln bewiesen werden kann.
Wer aber bereit ist, sich damit (und dadurch auch mit sich selber) zu beschäftigen, der wird hier ein wahnsinnig eindrucksvolles und fesselndes Buch lesen und feststellen:
Jeder hat sein Thara und seine Hillrucs!
So verstehe ich es jedenfalls und trete dem Autor damit hoffentlich nicht auf den Schlips
Klaus-Peter Wolf schaut hier wieder tief in die Abgründe der menschlichen Seele und ihre Existenz. Es kann beängstigend sein, spannend und unheimlich, aber eins ist es auf keinen Fall: ein x-beliebiger Thriller oder Science-Fiction-Roman! Und wer sich einen Moment nimmt und auch mal nach dem Warum fragt, der wird von diesem Buch begeistert sein! Obwohl es um ein anderes Thema geht, habe ich nach dem Lesen Parallelen zu den Büchern: Todesbrut und Licht am Ende des Tunnels gesehen. Auch beim Lesen dieser Bücher, schafft es Wolf, dass man anfängt über sich selber nachzudenken, sein Handeln zu hinterfragen und zu überlegen: Was wäre wenn… Egal auf welche Weise er sich mit der menschlichen Seele beschäftigt, er schafft es, einen völlig in den Bann zu ziehen und sich selber zu hinterfragen! Und immer hat man immer einen spannenden Plot und einen Schreibstil, der dafür sorgt, das sich das Buch fast von selber liest Immer mit diesem Augenzwinkern, dass auch in den spannensten Momenten auf einmal ein Grinsen auslöst…
Und ganz ehrlich: Welcher Plot kann spannender sein, als das, was unter Umständen in jedem von uns steckt oder stecken kann...
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