Rezension vom 18.05.2013
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Was entsteht, wenn man Krimihandlung mit Fantasy-Elementen und Humor kreuzt? Etwas ganz Eigenwilliges – Urban Fantasy der besonderen Art.
Peter Grant, farbiger Police Constable der Londoner Polizei und Zauberlehrling in Ausbildung hat einen neuen Fall. Ein amerikanischer Student wird erstochen in einem U-Bahn Tunnel gefunden. Und wenn es nur den geringsten Verdacht gibt, dass es nicht mit ganz so rechten Dingen zugeht, wird die Spezialabteilung für Magie hinzugezogen. Peter, seine junge Kollegin Lesley und ihr Lehrer Nightingale. Es ist schon skurril, wie sich die gestandenen Polizisten mit dieser Abteilung so schwer tun und doch nicht ohne sie auskommen wollen. Solide Ermittlungsarbeit gepaart mit Magie, Feen und Flussgöttern. Eine herrlich schräge Mischung.
Ben Aaronovitch hat einen unkonventionellen Stil – modern, frech und humorvoll, wie seine Hauptfiguren – da macht das Lesen mal wieder richtig Spaß. Ob es um das luxussanierte Notting Hill oder die Gepflogenheiten der englischen Polizei geht, stets glänzt er mit ironischen Seitenhieben, die einem ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern. Ganz nebenbei erfährt man auf unterhaltsame Weise viel über Londons Geschichte und den Bau der U-Bahn.
Einen Punktabzug gibt es allerdings. Wenn man die beiden Vorgänger der Serie nicht gelesen hat, erschließt sich einem nicht alles. Ich hätte gerne genauer erfahren, was es mit den Flussgöttern auf sich hat und was um Himmels Willen mit Lesleys Gesicht passiert ist.
Eigentlich ist Urban Fantasy so gar nicht mein Genre. Um so überraschter bin ich, wie gut mir dieses Buch gefallen hat. „Die Chance, auf ein magisches Phänomen zu stoßen, ist umgekehrt proportional dazu, wie verdammt hilfreich es wäre, es zu finden.“ Genau so verhält es sich mit guten Bücher, deshalb bin ich froh, mal wieder per Zufall eins gefunden zu haben.
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