Inhalt:
Als Kates Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen, beschließt sie, zusammen mit ihrer Schwester Georgia nach Paris zu ihren Großeltern zu ziehen. Während sich ihre große Schwester ins Pariser Partyleben stürzt, flüchtet sich Kate in ihre eigene Welt aus Trauer, Büchern, Kunst und Museen - und trifft dabei auf Vincent. Doch gerade dieser scheint mehr zu verbergen, als Kate lieb ist ... und führt sie geradewegs in eine vollkommen fremde, neue Welt.
Meinung:
Ich muss ehrlich zugeben, ich habe immer einen kleinen Bogen um dieses Buch gemacht - einfach wegen der vielen negativen Kritik und Bewertungen. Oft wurde der Vergleich zwischen Twilight und Von der nacht verzaubert aufgestellt.
Na ja, und wie ich eben bin, habe ich mich letztendlich doch für das Buch entschieden - und bin froh, dass ich es getan habe. Ich finde das Buch keineswegs so kitschig, wie es immer wieder beschrieben wird. Nebenbei mal angenommen, wenn man es nun wirklich mit Twilight vergleicht, dann muss ich (für mich persönlich) an dieser Stelle ganz offen sagen, dass ich die Biss-Saga um Längen kitschiger, wenn nicht gar schmalziger finde. Ich bin einfach der Meinung, dass man heutzutage viel zu stark durch Vergleiche bewertet, dabei habe ich kaum an Twilight gedacht, und wenn ich das doch getan habe, dann, um festzustellen, dass es nur wenig mit ebendiesem Buch gemeinsam hat. Natürlich, die Konstellation der Charaktere ist vielleicht etwas fraglich, aber nun frage ich mich, ob das wirklich ein Grund ist, ein Buch als schlecht abzustempeln oder es schlicht und ergreifend nicht zu lesen ...
Aber, nun zum Buch selbst.
Ich mochte die Protagonisten auf Anhieb, vor allem Kate. Zugegeben, anfangs findet sie doch ziemlich schnell Gefallen an Vincent, was im Laufe des Buches aber wieder durch ihre bodenständige, ehrliche Art wett gemacht wird. Und auch Vincent finde ich einfach nur liebenswert, auf der einen Seite ist er der stets mutige Sprücheklopfer der sich nur so in seine Aufgabe als Renevant stürzt, auf der anderen Seite allerdings ist er ein unsicherer, liebenswerter und selbstloser Kerl, der jeden schützt, der ihm am Herzen liegt. Und da muss ich eben noch einmal anmerken, dass ich auf keinen Fall jemand bin, der nur auf Romantisches steht - soll heißen, das Buch wir sicher nicht auf der Kitschfakter-Liste unter den besten fünf zu finden sein, nur um das mal klarzustellen. Außerdem verdient das Buch allein für dein Einblick in das schöne Paris einen Pluspunkt, denn die Bilder sind lebhaft gestaltet, aufregend und einfach nur wunderschön. Auch die Charaktere wie z. B. Jules, Ambrose ... haben mich prächtig amüsiert, mich zum Lachen und Schmunzeln gebracht. Und dann ist da vielleicht noch der Schreibstil von Amy Plum anzusprechen, ganz leicht und flott ging das bei mir mit dem Lesen.
Fazit:
Ich denke, man sollte dem Buch einfach eine Chance geben, am Besten ohne zu große Vorurteile oder Skepsis, denn so wird man - wie wir wahrscheinlich alle wissen - nur enttäuscht werden. An alle, denen es genau so wie mir erging, die sich unsicher sind, nehmt euch die Zeit und werft einen Blick hinein. Vielleicht seid ihr am Ende ebenfalls so verzaubert, wie ich es bin.