Rezension vom 12.08.2012
(10)
Von "Erbarmen" habe ich einen durchweg spannenden Thriller bzw. Krimi erwartet, doch leider wurden meine Erwartungen nicht so richtig erfüllt:
Dieses Buch ist der erste Teil der Reihe um Carl Morck von Jussi Adler-Olsen. Man wird in das Leben und die Strapazen von Carl eingeführt, er wird zum Chef des neuen Sonderdezernates Q berufen und dann passiert meiner Meinung nach erst mal ziemlich wenig. Morck beginnt zusammen mit seinem Assistenten den Fall um Merete Lynggaard neu aufzurollen und kommt nur in kleinen Schritten voran. Parallel kommen auch immer wieder Kapitel in denen die Gefangenschaft von Merete seit 2002 dokumentiert wird, diese sind sehr fesselnd.
Erst ab dem letzten Viertel wird das Buch sehr spannend. Morck findet endlich eine heiße Spur und das Ende ist wirklich sehr gelungen, ich konnte das Buch nicht mehr weglegen.
Die Charaktere sind mir sehr sympathisch - ich finde Carl Morck wächst einem mit seinen Problemen und seinen Launen recht schnell ans Herz.
Der Schreibstil ist typisch Thriller - etwas kompliziert, man muss eben mitdenken, und auch recht anspruchsvoll.
Wie man sieht habe ich eine recht geteilte Meinung zu dem Buch. Die ersten drei Viertel waren mir ein wenig zu langweilig und -atmig, wobei mich das letzte Viertel samt Schluss überzeugt hat und auch die Charaktere fand ich durchweg klasse.
Ich würde zwar gerne auch noch die anderen Teile um Carl Morck lesen, aber ich glaube nicht, dass ich mich nochmal zu so einem anfangs unspannenden Buch ermutigen könnte.
Falls ihr Thriller-Fans seid, empfehle ich euch, das Buch selbst zu lesen, den spektakulären Schluss zu erleben und euch selbst eine Meinung zu bilden ;)
Mehr
Weniger
0 Kommentare