Rezension vom 03.05.2013
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Lange, lange habe ich keinen wirklich guten Fantasyroman mehr gelesen, eigentlich seit Patrick Rothfuss "Furcht der Weisen", doch "Das Licht hinter den Wolken" hat es geschafft mal wieder zu begeistern. Oliver Plaschka schreibt wundervoll und erschafft so eine ganz tolle eigene Welt, er umschreibt seine Charaktere mit ganz viel Liebe zum Detail und lässt diese zu Helden und Legenden werden, genauso wie es auch Janner und April werden wollten.
April ist auf der Flucht vor ihrem alten Leben, vorallem vor ihrem versoffenem und gewalttätigem Vater der sie seit dem Tod ihrer Mutter bei der Geburt nur als Last empfindet und sie verkaufen will. Janner, ein junger Fealv der bisher auch nur Ärger in seinem Leben hatte, ist auf der Suche nach seinem Vater, der Legende Tausenddorn, der einst das Schwert Banneisen besaß. Wie der Zufall es so will treffen die beiden aufeinander und verlieben sich, gemeinsam wollen sie zu Legenden werden und geben sich die Namen ihrer Schwerter die ihnen in die Hände geraten und wie für sie geschaffen zu sein scheinen - Banneisen und Schneeklinge. Auf ihrer Reise treffen sie auf einen alten Zauberer, der April einst einen Regenbogen schenkte und eine alte Bekannte von Janner, Cassiopeia.
Der Inhalt ist sehr komplex und teilt sich in mehrere Handlungsstränge auf die letzendlich alle zusammen führen. Am Anfang hatte ich meine Schwierigkeiten damit zurecht zukommen, da diese Handlungsstränge oft in unterschiedlichen Zeitspannen spielen- aber es lohnt sich weiter zu lesen, denn das Buch überzeugt durch seine Sprachgewalt, die unterschiedlichen Wesen wie die Fealv, Eolyn, die Timei, Götter und den Zauberer Sarik mit seinem Irrlicht, oder auch die Lagandaeer. Manche der Wesen sind zwar nicht näher beschrieben, wie z.b die Timei, was ich persönlich sehr schade fand weil ich menschliche katzenartige Wesen sehr faszinierend finde, dennoch haben diese Wesen der Welt in "Das Licht hinter den Wolken" eine einzigartige Atmosphäre gegeben.Genauso wie die alte kriegsschule Leiengard, die auf mich einfach einen wahnsinns Eindruck gemacht hat, eine alte Schule die so hart sein soll, dass nicht viele Krieger- oder die die es werden wollen- lange durchhalten und die die sie als ausgebildete Krieger verlassen, die besten der Welt sein sollen- schon ziemlich beeindruckend. Sowas macht für mich eine Geschichte aus.
Ich persönlich finde Fantasyromane großartig wenn sie dick sind und viele viele Seiten haben, für mich hätte dieses Buch auch noch weitere 600 Seiten haben können, dennoch würde ich von einem anderen Standpunkt sagen, dass das Buch sich zeitweilig in die Länge zieht, wie gesagt aber nicht für mich.
Wie auch immer, ich fand die Geschichte phantastisch.
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