Rezension vom 29.05.2012
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Zusammen mit ihrer besten Freundin Ami geht Olive dem Geheimnnis um Miranda nach und stößt auf Informationen, die sie als Humbuck abtun. Klar ist jedoch, dass Miranda etwas unheimliches im Schilde führt, was Olives Klassenkameradin und ehemals bester Freundin Katie gar nicht gut tut. Als es gefährlich wird, verschwindet Ami plötzlich und Olive ist auf sich alleine gestellt. Zu allem Überfluss richtet Miranda ihre Aufmerksamkeit auch noch auf Olive, nachdem Katie uninteressant geworden ist. Vollkommen auf sich gestellt kämpft sie nun ums Überleben. Aber dann ist da noch Lachlan, der neue in der Klasse und der einzige, der ernsthaft besorgt um Olive zu sein scheint
Leider muss ich sagen, dass mich dieses Buch eher enttäuscht hat, obwohl ich es in einem Rutsch gelesen habe.
Alles ist sehr knapp gehalten und bleibt eher oberflächlich, angefangen bei den Charakteren und ihren Beziehungen zueinander. Durch die Ich-Perspektive ist Olive die einzige, die man näher kennenlernt. Alle anderen bleiben vage Vorstellungen, die sich größtenteils auf knappe Beschreibungen des Aussehens beschränken. Olive Beziehung zu Lachlan baut auf kurzen Begegnungen auf, die an einer Hand abzuzählen sind, wirklich kennengelernt haben sie sich nicht.
Auch über Olives Vergangenheit und ihre Beweggründe erfährt man wenig. Gut ist zwar, dass ihr großes Geheimnis erst nach der Hälfte der Geschichte aufgedeckt wird, trotzdem bleibt das Ereignis vage und hätte genauer beschrieben werden können, auch um den Wissensdurst des Lesers zu stillen.
Kommen wir nun zum größten ungeklärten Geheimnis überhaupt: Miranda. Ziemlich am Anfang erfahren Olive und Ami ihr wahres Wesen, wenn auch ohne es zu glaube. Zwei Dinge stören mich hier: zunächst fällt den beiden die Lösung einfach in den Schoß und zum zweiten, und viel gravierenderen, weiß man zwar nun einen Namen für ihr Wesen, aber das wars auch schon. Im Laufe des Buches werden zwar auch die Auswirkungen klar, aber es wäre schön gewesen zu erfahren, woher diese Wesen kommen, warum sie ihre Fähigkeiten haben und ob alle sie so einsetzen, wie Miranda. Ihre Verwandte Oona, bei der sie untergebracht ist, scheint von der selben Art zu sein, ist aber keine Gefahr für die Menschen.
Nun noch eine Kleinigkeit am Rande: ich finde nicht, dass dieses Buch die Bezeichnung "Thriller" verdient hat. Es wird zwar zwischendurch spannend, aber nicht so furchteinflößend, wie ich es mir von einem Thriller erwarte. Also können auch zartbeseitetere Gemüter gut und gerne zugreifen.
Insgesamt ist "Du denkst, du weißt wer ich bin" ganz nett für zwischendurch, aber es bleibt zu viel ungeklärt und vieles ist sehr vage. Schade, denn die Idee ist gut, nur die Umsetzung nicht so gelungen.
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