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Rezension vom 25.04.2013 (0)
Worum geht's?
Die Welt steht kurz vor ihrem Untergang. Schreckliche Unwetter haben sie bereits in Trümmer gelegt und die alles zerstörende Katastrophe steht kurz davor. Zwei fanatische Gruppierungen versuchen bis zur Apokalypse so viele Anhänger wie möglich zu finden, um die letzten Tage der Erde auf ihre Weise zu verändern. Während die Suchenden auf ihre eigene Kraft bauen, verlassen sich die religiösen Jünger auf Gottes allmächtige Führung. Beide Gruppen versprechen, dass ihre Mitglieder den Weltuntergang überleben werden - aber wer von ihnen spricht die Wahrheit? Auf wen kann man sich verlassen? Mia Price traut niemanden und dabei ist sie das Mädchen, um das sich die rivalisierenden Gruppen reißen. Sie ist diejenige, die es liebt, vom Blitz getroffen zu werden - und durch die überwältigende Energie Fähigkeiten besitzt, die alles entscheiden werden. Denn sie ist die Auserwählte, die die Welt endgültig zerstören oder retten kann...
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Kaufgrund:
Auf "Die Auserwählte" bin ich eher zufällig gestoßen. Der Klappentext klang sehr interessant und deshalb habe ich kurzerhand beschlossen, es lesen zu wollen!
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Meine Meinung:
"Das Ende ist nah!" - Was für uns (noch) unbegreiflich ist, ist in "Die Auserwählte" von Jennifer Bosworth ein akutes Problem. In ihrem Roman liegt unsere Welt nach einem fürchterlichen Unwetter in Trümmern und die große Katastrophe, die sie zerstören wird, steht unmittelbar bevor. Die Menschen fristen ihre letzten Tage in Angst und Schrecken und schließen sich nach und nach einer von zwei Gruppierungen an, die sich auf die Apokalypse vorbereiten: den Suchenden oder den Gläubigen, die unter der Leitung Prophets um Gottes Gnade bitten. Mia Price, das Mädchen mit der besonderen Gabe, steckt mitten in dem Chaos und will mit all dem gar nichts zu tun haben, aber beide Gruppen reißen sich um sie. Denn sie ist die Macht, die die Welt endgültig zerstören oder retten kann.
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Der Roman beginnt drei Tage vor der großen Katastrophe, dem alles zerstörenden Unwetter. Passend dazu ist "Die Auserwählte" in vier Abschnitte gegliedert, die jeweils einen Tag der Geschichte behandeln - das fulminante Finale am Tag des Unwetters inklusive. Diese spezielle Aufteilung des Romans verleiht ihm eine aufregende, angespannte Atmosphäre, schließlich handelt es sich um einen Countdown zum Weltuntergang - und das liest man nicht nur, das spürt man!
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Weil ich andere Erwartungen an "Die Auserwählte" hatte, war ich von einigen Teilen der Geschichte zunächst sehr enttäuscht. Nach den Beschreibungen des Klappentextes hatte ich erwartet, die Apokalypse quasi am eigenen Leib miterleben zu können. Tatsächlich fehlt von tödlichen Tsunamis, tosenden Tornados und erschütternden Erdbeben weit und breit jede Spur. Sie haben längst gewütet und man bekommt nur noch die Auswirkungen ihrer Zerstörungskraft zu spüren. Diese hat Jennifer Bosworth allerdings sehr treffend und schockierend beschrieben. Besonders die Psyche der Menschen und ihre Wünsche nach Halt, Sicherheit und Geborgenheit, die sie in den fanatischen Gruppen suchen, hat die Autorin eindringlich und berührend beschreiben können.
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Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto übersinnlicher wird sie. Bei "Die Auserwählte" handelt es sich also um einen apokalyptischen Fantasy-Roman, der sich zu Beginn sehr auf deinen Weltuntergangsteil fixiert und erst nach und nach mehr von seinem Fantasy-Part preisgibt. Damit kann der Roman an einigen Stellen überraschen, denn trotz Mias besonderen Fähigkeiten erweckt die Geschichte zunächst nicht den Eindruck, als würde man später auf die sonderbaren Dinge treffen, die einen spätestens ab der zweiten Hälfte des Romans erwarten.
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Die siebzehnjährige Mia Price ist die Protagonistin des Romans und übernimmt zugleich den Part der Erzählerin. Sie ist eine toughe und willensstarke junge Frau, die trotz ihres Alters bereits eine viel zu große Verantwortung tragen muss. Mia erfüllt pflichtbewusst ihre Aufgaben und kümmert sich um ihre Familie, ohne sich zu beschweren, obwohl man ihr manchmal anmerken kann, dass sie am liebsten alles hinter sich lassen und abhauen würde - aber wer kann ihr das unter den Umständen schon verübeln?
Die starke Mia ist einem auf Anhieb sympathisch, denn sie ist eine besondere Protagonistin. Eine von jener Sorte, die man nur selten trifft. Sie lässt sich von nichts und niemandem Befehle erteilen oder etwas einreden und macht sich lieber ein eigenes Bild. Sie ist eine Kämpferin, die die Dinge lieber selbst in die Hand nimmt und sich nur auf andere verlässt, wenn es keine andere Möglichkeit für sie gibt. Sie ist vorsichtig, wachsam und skeptisch, weshalb sie sich keiner Gruppierung anschließen will, bis sie weiß, wer kein falsches Spiel mit ihr treibt. Auf manche Leser wird sie zunächst einen distanzierten, kühlen, vielleicht auch arroganten Eindruck machen, aber je besser man Mia und ihre apokalyptische Welt kennenlernt, desto klarer wird einem, dass sie nur das tut, was sie tun muss, um ihre Familie zu beschützen.
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Mia verfügt über besondere Kräfte, um die sich sowohl die Suchenden als auch Prophet und seine Jünger reißen. Sie selbst bezeichnet sich als "blitzsüchtig", denn nichts lässt sie sich so lebendig fühlen, wie wenn ein Blitz in sie einschlägt. Bis auf ihr Gesicht ist Mias ganzer Körper mit Blitzschlag-Narben übersät, die sie zu verstecken versucht, denn bisher mied sie jeder, der wusste, dass sie bereits mehrfach von Blitzen getroffen wurde. Sie versucht ihr geheime Leidenschaft zu verstecken und zu vertauschen, nur ihre Familie weiß davon - und wenn sich Mia nicht in ein paar wenigen Rückblenden an ihre Begegnungen mit Blitzen erinnern würde, würde man auch als Leser nicht davon wissen. Leider erlebt man den "menschlichen Blitzableiter", wie sie sich selbst zu Beginn des Romans nennt, nur einmal "live" in Aktion und darf sonst nicht miterleben, wie es sich für sie anfühlt. Es ist wirklich schade, dass Jennifer Bosworth diesem besonderen Thema kaum die Beachtung schenkt, die es verdient hätte. Der Klappentext und die ersten Zeilen vermitteln einem diesbezüglich leider auch ein etwas falsches Bild.
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"Die Auserwählte" zählt zu den Jugendbüchern, was selbstverständlich bedeutet, dass eine romantische Liebesgeschichte nicht fehlen darf. Wer nun aber schon genervt aufseufzt und dieses Buch von der Wunschliste streichen will, weil er oder sie keine Lust auf eine kitschige Dreiecksbeziehung hat, der tut Jennifer Bosworths Roman Unrecht. Die Autorin hat zwar eine Liebesgeschichte in ihre Handlung eingewoben, doch sie verläuft nicht nach dem typischen Schema. Es sind starke Gefühle, die dort aufkeimen, aber sie spielen sich eher ruhig im Hintergrund des Geschehens ab und drängen sich nicht in unpassenden Momenten in der Vordergrund. Der romantische Teil nimmt der Geschichte nicht ihre ernste und erschreckende Atmosphäre, sondern kann sie durch ihre eigene Entwicklung noch verstärken.
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Bei "Die Auserwählte" handelt es sich voraussichtlich um einen in sich abgeschlossenen Einzelband. Der Abschluss der Geschichte unterstricht diese Vermutung, denn die Handlung kann nach einem aufregenden und mitreißenden Finale als beendet angesehen werden.
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Leider bleiben in "Die Auserwählte" einige Sachverhalte zu offen, zu ungeklärt. Jennifer Bosworth stellt ihre Leser vor vollendete Tatsachen und bietet nur wenige Hintergrundinformationen. Einerseits hat sie dies geschickt gelöst, denn beide Gruppierungen haben ihre eigenen Theorien und so erhält keiner von beiden Recht. Andererseits bleibt einem aber nichts anderes übrig, als sich selbst für eine Gruppe und deren Meinung zu entscheiden, wenn man vage Erklärungen haben möchte. Bis zum Schluss liefert die Autorin keine echten Antworten, auf die man sich verlassen könnte.
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Cover:
Das Cover ist so düster, dass man beinahe gar nicht erkennen kann, wie viel Liebe zum Detail in ihm steckt. Denn wer genau hinschaut, kann am Körper des Mädchens Blitzschlag-Narben erkennen, die sich wie rote Striemen über ihre Arme verteilen. Die Weltuntergangs-Atmosphäre kann das dunkle Cover auf jeden Fall perfekt einfangen und auch die Blitze, die in der Geschichte so wichtig sind, sind darauf zu sehen. Toll!
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Fazit:
Für mich war "Die Auserwählte" nicht ganz das, was ich erhofft hatte, und konnte meine Erwartungen deshalb nicht erfüllen. Das bedeutet allerdings nicht, dass mir der Roman von Jennifer Bosworth nicht gefallen hat! Im Gegenteil: Mit der gelungenen Mischung aus Apokalypse und Fantasy konnte mich die Autorin schnell in ihren Bann ziehen und mitreißen. Mia ist eine großartige, starke Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt und gerne auf ihrem gefährlichen Abenteuer bis zum Weltuntergang begleitet. Während Mia Price auf positive Art begeistert, faszinieren die fanatischen Gruppierungen auf eine düstere und erschreckende Weise, die allerdings nicht minder überzeugend ist. "Die Auserwählte" ist ein innovativer Roman, der jeden, der offen für Neues ist, begeistern wird. Von mir gibt es deshalb verdiente 4 Sterne.
Rezension vom 24.04.2013 (0)
Worum geht's?
In dem kleinen, stillen Dorf Near passiert nie etwas Ungewöhnliches, doch das Moor, das es umgibt, steckt voller Geheimnisse - dunkler Geheimnisse und Sagen über die Hexe von Near...
Die sechzehnjährige Lexi singt ihre kleine Schwester jeden Abend mit einem alten Kinderlied in den Schlaf, das von der Hexe handelt. Es warnt vor dem Wind, den sie beherrscht, und seine lockenden Rufe. Aber niemand in Near nimmt die alten Erzählungen ernst - außer Lexi.
Als eines Tages ein Fremder auftaucht, geraten die Bewohner von Near in Unruhe. Nur Lexi ist fasziniert von ihm und möchte ihn näher kennenlernen, statt ihn wieder davon zu jagen. Kurze Zeit darauf wird aus der Unruhe im Dorf nackte Panik, denn von Nacht zu Nacht verschwinden immer mehr Kinder spurlos. Die Männer von Near beschuldigen den Fremden, doch Lexi weiß: Er hat nichts mit der Sache zu tun. Es ist der Wind, der die Kinder bei Nacht aus ihren Betten lockt. Nur der mysteriöse Junge glaubt ihr und steht ihr zur Seite, als sie sich eigenhändig auf die Suche nach den verschwundenen Kindern macht. Aber wie sollen sie einen Kampf gegen eine uralte Macht führen, wenn sich selbst das Dorf gegen sie stellt?
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Kaufgrund:
Cover? Wow! Klappentext? Großartig! Fazit? Muss-ich-lesen!!!
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Meine Meinung:
In "Verflucht" von Victoria Schwab geht es um dunkle Wälder, ein bescheidenes Dörfchen umgeben von Moor, magische Hexenschwestern, einen mysteriösen Fremden, ein toughes Mädchen und ein fürchterliches Ereignis: Von Nacht zu Nacht verschwinden immer mehr Kinder spurlos. Kling spannend, mystisch, düster? Ist es auch!
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"Verflucht" kann einen nach wenigen Seiten mitreißen, denn das düstere Setting und die mysteriöse Geschichte ziehen einen unweigerlich in ihren Bann. Was passiert mit den Kindern, die des Nachts verschwinden? Wer entführt sie, wohin werden sie gebracht - und was geschieht mit ihnen? Getrieben von den Fragen und begierig auf ihre Antworten jagt man zusammen mit Lexi durch die Seiten der Geschichte und verstrickt sich dabei immer tiefer in eine grausige, düstere und aufregende Handlung voller dunkler Magie.
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Lexi, das toughe Mädchen, ist die Protagonistin und Erzählerin des Romans. Sie lebt allein mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester Wren in Near und bemüht sich um ein geregeltes, normales Leben. Seit Lexis Vater gestorben ist, kümmert sich vor allem ihr Onkel Otto um die Familie - doch mit ihm legt sich die eigensinnige Lexi gerne an. Denn die junge Frau entspricht so gar nicht dem idealen "Near-Mädchen"! Lexi nimmt die Dinge lieber selbst in die Hand, lässt sich nicht gerne etwas vorschreiben und wirft lieber Messer als kochen zu lernen. Sie ist wild, frei und stark und schert sich nicht darum, dass es kein Junge in Near schafft, sie zu bändigen. Ich mochte Lexi mit ihrer aufmüpfigen, willensstarken Art und habe sie mit ihrer eigenwilligen Vorstellung von Kampfgeist ins Herz geschlossen.
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Der Fremde, der plötzlich in Near auftaucht, und mit seiner bloßen Anwesenheit für Unruhe sorgt, hat sich neben Lexi sehr schnell als mein Lieblingscharakter herausgestellt. Cole, wie Lexi ihn nennt, ist ein stiller und zurückhaltender junger Mann, der allein durch seine düstere Präsenz fasziniert. Ich konnte absolut nachvollziehen, warum die Bewohner von Near so eingeschüchtert von ihm sind. Während sie jedoch Angst verspürten, war ich vor allem neugierig auf ihn als Charakter, auf seine Geschichte. Je mehr die Autorin über ihn preisgibt, desto interessanter wird er - und Victoria Schwab hat einige Geheimnisse über ihn zu erzählen!
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"Verflucht" spielt in dem Dörfchen Near, einer fiktiven Siedlung, die von tiefen Wäldern und einem düsteren Moor umgeben ist. Die Ausdrucksweise der Figuren ist zwar sehr modern und jugendlich, aber das gesamte Setting ähnelt eher dem Mittelalter. Es gibt eine klare klassische Rollenverteilung bei den Männern und Frauen, die Einrichtungen der Häuser sind altmodisch und ohne Elektronik und die Aufgabe eines jungen Mädchens wie Lexi ist es anständig zu sein, um schnellstmöglich verheiratet zu werden. Dieses Setting gibt dem Hexenthema des Romans einen besonderen Reiz, denn die typischen alten Hexen mit ihren Kräutergärten und ihrem knorrigen Aussehen haben doch ihren ganz eigenen, skurrilen Charme, oder?
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Leider bleibt in "Verflucht" einiges sehr blass. Die meisten Nebencharaktere bleiben oberflächlich, während einige von ihnen, die zunächst wichtig erscheinen, sogar nur wenige Male Erwähnung finden. Auch ein paar Szenen hat die Autorin für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt. In den knappen 300 Seiten, die der Roman fasst, bekommt die Geschichte kaum die Möglichkeit, sich zu entfalten. 100, vielleicht auch 200 Seiten mehr hätten "Verflucht" sicher gut getan und die Geschichte etwas eindringlicher, die Charaktere tiefgründiger werden lassen.
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Victoria Schwab hat einen tollen Schreibstil, der einen in eine fremde Welt zu entführen vermag. Sie schafft eine ganz besondere Atmosphäre, die einen mit allen Sinnen in das Buch abtauchen und die Geschichte lebendig wirken lässt. Man hört die Blätter des Waldes rascheln, den Wind den eigenen Namen rufen, das Moor locken und flüstern. "Verflucht" hat etwas magisches an sich, einen Zauber, der einen denken lässt, man würde selbst durch das Moor waten.
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Cover:
Wow! So muss ein Cover aussehen! Der Schriftzug, die dunklen Wälder im Hintergrund, die fliegenden Krähen und das Kind, das im Wald verschwindet, harmonieren grandios miteinander und ergeben ein großartiges Gesamtbild, das nicht nur alle Blicke auf sich zieht, sondern auch perfekt zur Geschichte passt. Das Mädchen im Vordergrund ist wie die Kirsche auf dem Kuchen, auch wenn ich mir bei ihr gewünscht hätte, dass sie mehr auf die Beschreibung von Protagonistin Lexi zutreffen würde.
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Fazit:
Victoria Schwab hat mir mit ihrem Debütroman "Verflucht", einem Einzelband, großartige, spannende und düstere Lesestunden beschwert. Die Hexengeschichte mit dem mittelalterlichen Setting hat ihren ganz eigenen Charme und zieht einen mit ihrer mysteriösen Atmosphäre in einen Bann, dem man sich nicht entziehen kann. Dank Schwabs bildlichen und ausdrucksstarken Schreibstil bietet "Verflucht" zudem ein Kopfkino vom Feinsten! Leider blieben mir einige Aspekte der Geschichte zu blass, weshalb ich leider keine volle Punktzahl vergeben kann. "Verflucht" von Victoria Schwab bekommt 4 Sterne.
Rezension vom 24.04.2013 (0)
Worum geht's?
Das Leben in Sylum ist dem Tode geweiht. Deshalb hat Gaia als neue Matrach beschlossen, die Siedlung zu verlassen und mit den Bewohnern zur Enklave zu reisen, um vor deren Mauern eine neue Stadt zu gründen. Gaia weiß, wie riskant ihr Vorhaben ist. Wenn der Protektor ihnen das Wasser verwehrt, war alles umsonst - und sie werden alle sterben. Als Gaia und ihre Freunde ihr Ziel erreichen, zeigt der Protektor der Enklave wenig Mitgefühl. Er hat nicht vergessen, was ihm Gaia und sein Adoptivsohn Leon angetan haben. Doch die junge Matrach gibt nicht auf und setzt alles daran, auf friedliche Weise mit dem Protektor zu verhandeln. Tatsächlich scheinen ihre Bemühungen Früchte zu tragen, doch dann macht der Protektor Gaia ein fürchterliches Angebot. Kann sie ein Leben opfern, um alle anderen zu retten?
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Kaufgrund:
Ich liebe die Bücher von Caragh O'Brien! Die ersten zwei Bände ihrer Trilogie haben mich absolut mitgerissen, weshalb für mich natürlich absolut klar war: "Der Weg der gefallenen Sterne" ist ein Buch, das ich lesen muss - komme, was da wolle!
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Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte viel mir sehr leicht. Bereits nach wenigen Sätzen war ich wieder mit Leib und Seele in Gaias Geschichte gefangen. Da Caragh O'Brien aber auf weit ausholende Rückblenden verzichtet und nur knapp ein paar Einzelheiten aus den zwei Vorgängern wiederholt, sollte man die Charaktere und die Ereignisse gut im Gedächtnis haben, ehe man mit dem Lesen beginnt. Wenn es ein Weilchen her ist, seit ihr "Die Stadt der verschwundenen Kinder" und "Das Land der verlorenen Träume" gelesen habt, solltet ihr lieber noch ein wenig in ihnen blättern, um eure Erinnerungen aufzufrischen.
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In "Der Weg der gefallenen Sterne" geht es rasant her, aber dieser Roman ist nicht mit Blut geschrieben. Eine nervenaufreibende Schlacht ums Überleben, die von der ersten bis zur letzten Seite brutal ihre Opfer fordert, erwartet einen hier nicht. Gaia führt einen diplomatischen Kampf, für den sie Köpfchen und keine Waffen braucht. Dementsprechend ruhig und still entwickelt sich die Geschichte, aber langatmig oder gar zäh ist sie deshalb nicht. Die Atmosphäre ist extrem angespannt, die Verhandlungen spitzen sich mehr und mehr zu und die Gemüter erhitzen sich so stark, dass man von der gesamten Geschichte mitgerissen wird und nicht mehr mit dem Lesen aufhören mag. Bis kurz vor fünf in der Früh habe ich dieses Buch gelesen, weil ich mich nicht von den Seiten losreißen konnte! Auch wenn "Der Weg der gefallenen Sterne" eine andere Art von Spannung erzeugt, langweilig wird einem hier wirklich nicht. Man fiebert dem großen Finale entgegen, das im Gegensatz zum Rest der Geschichte wieder die Aufregung aufkommen lässt, die einen das Blut in den Adern gefrieren lässt.
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Caragh O'Brien legt auch im letzten Band ihrer Trilogie großen Wert auf die Krankheiten der Gesellschaft, die durch den geringen Genpool entstanden sind. Fast jedes Kind ist krank und stirbt viel zu jung. Oftmals können Paare nicht einmal Kinder bekommen, weil sie unfruchtbar geworden sind. Die Krankheiten raffen die Gesellschaft mehr und mehr dahin und lassen sie zu extremen Mitteln greifen. Der Protektor hat mittlerweile für fast jedes Problem eine Lösung gefunden, doch der Preis ist hoch - und hinterlässt beim Lesen ein ungutes, bedrückendes, gar krankes Gefühl. Caragh O'Briens Ideen haben dafür gesorgt, dass mir beim Lesen richtig schlecht geworden ist. Nichtsdestotrotz war ich mehr als fasziniert und begeistert von ihnen. Sie geben dem Roman einen ganz sonderlichen Beigeschmack, der mich absolut packen konnte.
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Nach einem aufwühlenden und aufregenden Finale, das ebenso schnell wieder vorbei ist wie es angefangen hat, findet die Geschichte um Gaia einen gelungenen, wenn auch traurigen Abschluss. Caragh O'Brien beantwortet die wichtigsten Fragen, lässt einige Handlungsstränge allerdings offen und relativ ungelöst. Damit bietet sie ihren Lesern genügend Freiraum, um die Geschichte allein weiter zu träumen, ohne dass man sich nach der letzten Seite allein gelassen fühlt.
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Die junge Hebamme Gaia ist auch im letzten Band der "Birthmarked"-Trilogie die Protagonistin der Geschichte. Seit wir sie in "Die Stadt der verschwundenen Kinder" kennenlernen durften, hat sie sich sehr verändert. Auch wenn noch selten die alte Gaia durchschimmert, ihre Entwicklung hat sie abgehärtet, viel zu schnell erwachsen werden lassen. Einige Male spürt man jedoch deutlich, wie ihr ihre Verantwortung als Matrach über den Kopf wächst, sie fordert, aber eben auch überfordert. Die vielen Aufgaben, um die sie sich kümmern muss, treiben sie an den Rand ihrer Belastbarkeit, bis auch die sonst so kontrollierte Gaia de Nerven verliert, Fehler macht und nachlässig wird. Gaia ist stark, aber nicht perfekt, und das wird innerhalb ihrer Rolle besonders deutlich. Ihre Schwächen machen sie aber nur noch authentischer und sympathischer. Ich konnte absolut nachvollziehen, warum sie ihre Fehlentscheidungen getroffen hat, und bekam niemals das Gefühl, das sie mit ihren angespannten Nerven die meinen strapazierte.
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In "Der Weg der gefallenen Sterne" darf man alle wichtigen Nebencharaktere noch einmal wiedersehen, aber es kommen auch noch ein paar neue Gesichter hinzu. Letztendlich sieht man sich in diesem Band mit einer breiten Vielzahl an Figuren konfrontiert, die in das Geschehen eingreifen. Was ich in den meisten Romanen als störend empfinde, da viele interessante Charaktere dadurch zu schnell in Vergessenheit geraten oder zu blass bleiben, hat in diesem Buch erstaunlich gut funktioniert. Ich habe jede Figur entweder in mein Herz oder in mein Gedächtnis geschlossen und war überrascht, wie gut Caragh O'Brien ihre Persönlichkeiten herausstellen konnte. Natürlich bleiben einige von ihnen Randfiguren, aber trotzdem ist es der Autorin gelungen, ihnen Leben einzuhauchen und sie echt wirken zu lassen.
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Besonders Leon, den ich bereits im Auftakt am liebsten mochte, bekommt diesmal endlich die Aufmerksamkeit, die er verdient. Während es in den zwei Vorgängern durch die Umstände kaum möglich war, den echten Leon kennenzulernen, erlebt man ihn hier in fast jeder Szene. Es hat mich erstaunt zu sehen, was in ihm steckt, zu was er fähig ist, was er fühlt. Einerseits war Leon genau derjenige, für den ich ihn gehalten hatte, andererseits konnte er mich auch mit neuen Seiten überraschen. Neben Gaia war Leon für mich definitiv ein Highlight der Reihe.
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Die Liebesgeschichte des zweiten Bandes hat mir zwar besser gefallen, als ich es erwartet hätte, aber trotzdem bin ich froh, dass sich Gaia im letzten Teil ihrer Geschichte endlich entschieden hat (sorry, aber drei Verehrer sind auf Dauer doch ein wenig anstrengend!). Im Trilogieabschluss kam deshalb nicht nur ich voll auf meine Kosten, sondern auch Gaia, die endlich in den Genuss einer zarten, tiefen und ehrlichen Liebe kommen darf, die mit ihren sanften Tönen zu bezaubern weiß.
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Bevor die eigentliche Geschichte beginnt, findet man auf den ersten Seiten eine aufschlussreiche Karte. Sie zeigt die Enklave und ihre Umgebung, sogar einzelne wichtige Gebäude und Orte sind auf ihr abgebildet. Durch ihre Hilfe kann man sich die Geschichte räumlich viel besser vorstellen. Die Karte ist ein wunderschönes Extra, au das ich während des Lesen nicht hätte verzichten wollen, denn ich habe einige Male zurückgeblättert und neugierig nachgeschaut, wo die Charaktere sich gerade aufhalten.
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Cover:
Wieder einmal ist das Cover gleich geblieben und nur die Farbe wurde verändert. Dass es sich hierbei um eine Reihe handelt, ist auf den ersten Blick zu sehen, aber etwas mehr Individualität bei der Covergestaltung hätte ich mir schon gewünscht. Immerhin ist der purpurne Farbton schön gewählt!
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Fazit:
Ich verabschiede mich nur äußerst ungern von Gaia. Ich habe jede einzelne Seite ihrer Geschichte verschlungen, aufgesogen, inhaliert. Sie hat mich berührt, bewegt, begeistert, mich von Angst über Liebe bis hin zu Zorn alles fühlen lassen, was auch Gaia gefühlt hat. Kaum eine Trilogie hat mich so sehr begeistern können wie diese. Auch wenn der letzte Band mich nicht so sehr überzeugen konnte wie der Auftakt, so konnte ich "Der Weg der gefallenen Sterne" doch voll und ganz genießen. Auf Wiedersehen, Gaia! Vielen Dank, dass ich dein Abenteuer mit dir, deiner Familie und deinen Freunden erleben durfte! Für "Der Weg der gefallenen Sterne" vergebe ich 4 Sterne.





