Rezension vom 02.04.2013
(3)
Ryan hat versucht sich umzubringen. Nach einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik lebt er nun wieder bei seinen Eltern. Er lernt an seinem Lieblingsort - einem Wasserfall, der Ryan oft einfach die Möglichkeit gibt, seine Gedanken quasi wegzuwaschen - Nikki kennen. Sie versucht herrauszufinden, warum sich Ryan umbringen wollte. Sie versucht, Informationen zu bekommen, um den Selbstmord ihres Vaters verstehen zu können, welcher sich laut ihrer Aussage erschossen hat, ohne einen Brief zu hinterlassen. In der Folge lernen sich die beiden besser kennen - auch wenn Ryan zu Beginn nicht recht weiß, was er mit Nikki anfangen soll - und dann reisen Nikki und Ryan zu Medien, die Nikki in Kontakt mit ihrem Vater bringen sollen - wobei Ryan dem ganzen mehr als skeptisch gegenübersteht.
Nikki wird zu einer zentralen Person für Ryan, in einigen Situationen die einzige, mit er er reden kann oder möchte. Er hat zwar noch zwei Freunde aus der Klinik, aber diese wohnen weiter weg und haben auch selbst noch mit der Rückkehr ins normale Leben zu kämpfen. Und seine Eltern sind eher eine Last, als eine Hilfe: die Mutter hat selbst psychische Probleme, auch wenn sie selbt und der Vater dies nicht zugeben und die Situation vor allem auf Ryans Selbstmordversuch und die Angst der Eltern um ihren Sohn schieben. Der Vater ist beruflich viel auf Reisen.
Doch dann entdeckt Ryan, dass Nikki ihn angelogen hat. Wie kann erihr noch glauben?
Mir hat an dem Buch gefallen, dass die Beweggründe und Emotionen von Ryan so gut beschrieben sind, dass man sie immer nachvollziehen kann. Sogar, wenn Ryan selbst sich nicht erklären kann, warum er jetzt reagiert, wie er reagiert, kann man das nachvollziehen. Seine Entfremdung von der Umwelt, von den anderen Menschen wird gut beschrieben, ebenso wie das Verhältnis zu den Eltern.
Das Buch hat mir gut gefallen, ich empfehle es gern weiter.
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