Rezension vom 04.05.2013
(1)
Nun ist es schon einige Zeit her, dass ich das Buch gelesen habe
und trotzdem hallen immer noch positive Erinnerungen nach.
Die Story rund um Juna und Pyschka, Mädchenhandel, Prostiution war etwas sehr außergewöhnliches ... es war spannend genug um mich zu fesseln und hatte diesen kleinen Schuss Romantik, der einfach nicht fehlen darf, weil jeder von uns doch ein bisschen an das Gute glaubt.
Leider habe ich den Vorgängerroman nicht gelesen...zu Anfang hat mich das auch nicht gestört aber ab Mitte des Buches, hätte ich gerne Einzelheiten über Nicks Vorgeschichte gewusst, die hier nur am Rande angeschnitten wurden und mich verwirrt haben.
Ich hatte das Gefühl, dieses Buch ist seit langem mal etwas anderes.
Was durchaus positiv gemeint ist.
Es war einfach so verworren und undurchsichtig, spannend, fesselnd, es hat mich zum nachdenken angeregt und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin, auch wenn es eine fiktive Geschichte ist...einfach was zu sagen hatte.
Wie oft bekommen normale Menschen Einblicke in solche Geschehnisse?
Die meisten von uns hoffentlich nie.
Auch wenn es nur ein Buch ist...finde ich wichtig über dieses Thema zu sprechen, zu schreiben. Aufmerksam zu machen.
Denn ich denke, dass tatsächlich zu viele....grundlegend falsche Dinge vor unseren Nasen ablaufen und wir einfach die Augen verschließen.
Die Charaktere haben mir durch die Bank weg eigentlich alle gefallen, sie sind sehr ausgefeilt...sogar die Nebencharaktere.
Pyschka war so undurchsichtig, auch wenn ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte, iwas stimmt nicht ganz mit ihr. So verhält sich kein normal denkender Mensch, der ein bisschen Selbsterhaltungstrieb bestitzt.
Juna hat mir am Anfang sehr gefallen....wurde aber mit der Zeit ein wenig unsympathisch...vielleicht ist das nicht ganz der richtige Ausdruck aber ich weiss nicht, wie ich es sonst beschreiben soll.
Ich empfand sie stellenweise als naiv und als Dramaqueen.
Ihren Mut in Ehren....aber teilweise konnte ich ihre Gedankengänge und Handlungen nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht, weil ich mir nicht vorstellen kann alles so zu verkomplizieren aber nun gut.
Nick hat mir glaube ich am besten gefallen, was aber daran lag, dass er so undurchsichtig und am vielschichtigsten ist - in meinen Augen. Ich wollte einfach genau wissen woher er kommt, wer er ist, wo geht er hin. Was verheimlicht er. Er war einfach das größte menschliche Rätsel.
Die Schlussszene war mir ein wenig zu kitschig und übertrieben aber ....dennoch ist es beruhigend und schön zu wissen, dass am Ende ( zumindest in Büchern ) doch noch alles in Gutes Ende nimmt.... :-)
Abschließend kann ich nur sagen, dass Buch ist wirklich empfehlenswert auch , wenn ich im Nachhinein rate tatsächlich den Vorgänger zu lesen.
Es ist etwas anderes, neues, erfrischendes .... :-)
Und wer auf Krimis mit gutem Ausgang und einem Schuss Romantik steht sollte dieses Buch nicht außer Acht lassen.
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