Rezension vom 21.05.2013
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„Marina“ ist Carlos Riuz Zafons persönlichstes Werk.
„Marina“ handelt von einem Oscar Drai, der in Barcelona in einem Internat lebt. Auf seinen Erkundungstouren entdeckt er verfallenes Haus, in dem Marina mit ihren Vater zurückgezogen lebt. Oscar wird in ihre kleine Familie aufgenommen und er wird Zeuge von Germans Anfällen von Müdigkeit, die mit einer nicht näher benannten Krankheit einhergehen. Oscar ist Marina bester Freund und gemeinsam entdecken sie das Geheimnis eines der ehemals reichsten Männer der Stadt. Viele Menschen erzählen ihnen die Geschichte dieses Michail Kolweniks, doch jeder erzählt sie anders. Und sie kommen dem Geheimnis auf die Spur…
„Marina“ ist mehr als eine Liebesgeschichte, wie es der Klappentext verspricht. Die Komponenten Grusel und Horror nehmen in diesem Werk einen sehr hohen Stellenwert ein. Dieses Buch ist mehr ein Buch für Jugendliche als ein Buch für Erwachsene.
Carlos Riuz Zafon schafft eine sehr düstere Stimmung, die einen auch weniger an die Zeit der 70er Jahre in Barcelona erinnert, sondern eher noch weiter zurückreicht. Man fühlt sich ein Jahrhundert zurückversetzt.
Beeindruckend ist die sehr bildliche Sprache. Sie ist poetisch sobald von Träumen, Stimmungen und Emotionen geschrieben wird, die Wort sich aber klar und prägnant wenn die Handlung dies erfordert. Die Sprache hat dieses Buch besonders lesenswert gemacht.
Insgesamt hat das Buch meinen Erwartungen nicht entsprochen…Ein Hauch zu viel unrealistischem Grusel und Horror verpackt in einer wunderschönen Sprache.
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