Rezension vom 03.04.2011
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Ganz plötzlich ist die Urgroßmutter Fanny der Zwillinge Dine und Katinka gestorben und nun ist die ganze Familie gespannt auf das Erbe der alten Dame. Doch da die Baronin, zuletzt Puffbesitzerin, ein sehr spezieller Typ war, wartet sie natürlich auch bei der Testamentseröffnung mit Überraschungen der besonderen Art auf. So bekommt die Familie, von der nur noch die Enkelin, die Mutter der Zwillinge, und ihr Mann sowie die beiden Großenkelinnen übrig sind, bei der Verlesung des Erbes einen neuen adoptierten Verwandten vor die Nase gesetzt: Klausili aus dem tiefsten Hessen. Dieser bekommt all das vererbt, worauf die Familie so gierig gelauert hat, bis auf eines: Ein marodes Hotel namens „Friesenzauber“ in Nordfriesland. Doch dieses Erbe ist an zwei Bedingungen geknüpft: Sie müssen es komplett renovieren und dann soll es innerhalb eines Jahres drei Monate am Stück komplett ausgebucht sein!
Sollten die Zwillinge das schaffen, winken ihnen neben dem Hotel noch eine Million Euro.
Natürlich machen sich die Zwillinge, die sich grundlos schon von Geburt an bis auf den Tod nicht ausstehen können und bei denen keine Minute vergeht, in der sie sich nicht die Köpfe einschlagen, sofort auf den Weg in den hohen Norden, wo auf sie eine Überraschung nach der anderen folgt...
Land und Leute der hiesigen Region, die sich auch untereinander nicht wirklich mögen, machen den beiden das Leben schwer, doch gerade dadurch müssen sie lernen, miteinander klarzukommen und zusammen zu halten. Ob sie die Bedingungen für das Erbe noch rechtzeitig erfüllen können, ist oft sehr bedenklich.
DIe Autorin Steffi von Wolff hat mit ihrem aktuellen Buch für Junge Erwachsene wieder eine unterhaltsame, teilweise ironische Lektüre geschrieben, die oftmals zum Loslachen einlädt. Mit den beiden Hauptcharakteren, Dine und Katinka, beide um die 20, hat sie zwei Mädels erschaffen,die manchmal sehr zickig, aber meistens sehr authentisch rüber kommen. Und auch die Bewohner dieses Ortes in Nordfriesland sind sehr plastisch und real dargestellt, aber dennoch so komisch und urig, dass man oft nur den Kopf schüttelt vor Erstaunen. Ein besonderes Schmankerl waren die verschiedenen Dialekte, zum Beispiel vom aus Hessen stammenden Klausili oder den Nordfriesen, die die verschiedenen Unterhaltungen fast hörbar machten. Auch anhand der Landschaftsbeschreibungen kann man sich die Gegend dort sehr gut vorstellen. Insgesamt lässt sich dieses Buch in einem Rutsch durchlesen, da es sehr flüssig, klar und direkt und mit vielen Dialogen geschrieben ist.
Wer also eine kurzweilige, nicht wirklich tiefgehende aber dennoch sehr unterhaltsame Sommerlektüre sucht, der liegt mit diesem Buch genau richtig!
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