Rezension vom 06.11.2012
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Der deutsche Autor Andreas Altmann ist bekannt für seinen Reise-Journalismus; auch wenn mir schon diverse Artikel von ihm aufgefallen sidn, habe ich vor 'Gebrauchsanweisung für die Welt' noch kein Buch von ihm gelesen.
Ich nehme es vorweg: Wahrscheinlich haben Altmann und Verlag versucht, die erfolgreiche Reihe der 'Gebrauchsanweisungen' zu bedienen und sich mit 'der Welt' doch gnadenlos überschätzt. Denn was der Leser unter so einem Titel aus so einer Reihe erwartet, kann nur schwerlich erfüllt werden.
Der Klappentext weist einige wunderbare Schlagwörter aus dem sicher hochspannenden Potpourri von Altmanns Reisen auf ("Gefrorenes Zahnputzwasser in Sibirien"), die innerhalb des Buches aber leider viel zu wenig aufgegriffen werden. Erfahrungsberichte für den Daheimgebliebenen, Tipps-und-Tricks für den Reiseneuling - das hätte ich mir gewünscht.
Aber vielleicht liegt der Schwerpunkt des Buches doch eher in dieser Formulierung verborgen - ebenfalls in der Beschreibung des Buches zu finden: "...eine wilde Liebeserklärung an das Reisen". Denn, dass Altmann das Unterwegssein an fremden Orten, die Neugier auf Neues über alles liebt, das ist offensichtlich. Dass er nach all den Jahren seine Probleme mit korrupten Beamten, bettelnden Personen und - stark! - uneinsichtigen Reisenen hat, wird schon nach den ersten Kapiteln ebenfalls sehr offensichtlich.
Ich habe das Buch insofern sehr genossen, als dass es mir diverse Flashbacks von meinen eigenen Reisen nach Afrika, Asien und Australien beschert hat. Ich bin mit diesem Buch noch einmal wild durch meinen Kopf gereist - allein deswegen habe ich die 'Gebrauchsanweisung für die Welt' sehr gern gelesen.
Meine persönliche Liste aus meiner persönlichen Gebrauchsanweisung für die Welt sähe übrigens ungefähr so aus:
Hiking the Myrdalsjökull in Iceland. Laughing kids in Ghana. Shootings stars in the Outback. Bungee jumping in South Africa. Diving with seals. Swimming with penguins. Whale watching late night. Yummy Tajine in Morocco. Angkor in the rainy season. The Namib desert at night. Indian cinema with Bollywood teenagers. Manhattan!
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