Rezension vom 13.09.2012
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„Ich verstehe zwar noch nicht genau, wie das funktioniert, doch scheinen es miteinander verbundene Webseiten zu sein, auf denen Leute ihre Fotos zeigen und darüber schreiben, was in ihrem Leben so passiert, ob sie eine Parklücke gefunden oder was sie gefrühstückt haben und solche Sachen.“ – „Warum sollten sie das tun?“ (S. 57)
Ja, das frage ich mich auch, weshalb ich auch nicht zu den begeisterten Facebook-Anhängern gehöre. Trotzdem habe ich mich sehr darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. – Meiner Meinung nach muss man dazu übrigens weder ein Facebooker sein, noch die Anfänge des Internets mitbekommen haben. – Der Klappentext versprach ein unterhaltsames und lustiges Lesevergnügen mit etwas Zeitreisefeeling. Im Nachhinein muss ich leider sagen, dass ich etwas enttäuscht war. „Wir beide, irgendwann“ ist zwar ganz unterhaltsam, verleitet stellenweise auch zum Schmunzeln, aber der große Knaller ist es jetzt nicht. Warum?
Eigentlich ist es eine ganz normale Geschichte, die von vier ganz normalen Teenagern mit ihren ganz normalen Problemen handelt. Da ist Emma, die sich von einer Beziehung in die nächste zu stürzen scheint, aber in Wahrheit auf die Liebe ihres Schwarms Cody hofft und die von dem neuen Freund ihrer Mutter nicht allzu viel hält. Josh, ein unmuskulöser aber netter Typ von nebenan, hoffnungslos in seine beste Freundin Emma verliebt. Auch ihre Freunde Kellan und Tyson waren schon etliche Male ein Paar, ob es beim dritten Versuch endlich klappt? Allein wegen dieses Plots hätte ich das Buch nicht wirklich lesen müssen. Es war der Facebook-Aspekt, der mich interessiert hat. Aber irgendwie war mir das zu wenig Facebook und zu viel Teenageralltag – klar, das Buch handelt nun mal von Teenagern, aber…
Auf die fatale Kettenreaktion, die ihre Veränderungen in der Gegenwart laut Klappentext angeblich hervorrufen würden, hab ich vergebens gewartet.
Wenn man schon mal einen Blick in die Zukunft werfen kann, will man da nicht mehr erfahren, als die Gegenwart zu „manipulieren“, um zukünftige Ehemänner loszuwerden?!
Ich frag mich jetzt noch, warum so oft die Renovierungsambitionen von Emmas Mutter und ihrem Freund erwähnt wurden, während ich im Gegensatz dazu gerne mehr über Joshs Entdeckungen bezüglich der Zukunft seines Bruders erfahren hätte.
Das hört sich alles sehr negativ an, schlecht ist „Wir beide, irgendwann“ nun aber auch nicht. Man darf einfach nicht mit zu großen Erwartungen an das Buch herangehen. Dann ist es eine ganz nette Geschichte über Freundschaft und (sich daraus entwickelnde) Liebe, in der zuuufällig auch Facebook eine Rolle spielt.
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Alles in allem kann ich weder Gefällt mir noch Gefällt mir nicht sagen. Es ist ganz nett. Für Zwischendurch. Leider.
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