Rezension vom 15.05.2013
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Zum Inhalt:
Flannery Gardner arbeitet für das Aktionshaus Bardsley & Carrington, in dieser Eigenschaft fährt sie in die Toskana um die Privatbibliothek des Grafen Alessandro della Gherardesca zu beurteilen. Leider scheint man Frauen gegenüber nicht besonders positiv gestimmt zu sein, besonders der Hausherr Alessandro della Gherardesca zeigt offen und ohne Umschweife seine Abneigung gegenüber Flannery als Begutachterin seiner Büchersammlung. Gerne würde er sie postwendend zurückschicken, aber ihn sind die Hände gebunden, weil er schnell die Sammlung veräußern möchte und deshalb von Seiten des Aktionshauses zur Zeit kein andere, ebenso fähiger möglicherweise männliches Angestellter zur Verfügung steht. Also versucht man es mit einem Deal möglichst wenig Kontakt zum Hausherrn, nimmt sich Flannery fest vor und auch der Graf denkt ähnlich. Und so möchte sie schnell und zügig ihre Arbeit beenden. Doch so leicht ist das alles nicht, denn immer wieder treffen die beiden aufeinander. Und bald stellt sich Flannery die Frage, wieso der Graf so abweisend ist, denn äußerlich ist er ein sehr ansprechender Mann, aber mit zwei verschiedenen Gesichtern, mal ist er nett und höflich und sehr anziehend wirkend auf Flannery und mal gemein und böse. Welches Geheimnis oder gar Tragödie verbringt der Graf hinter dieser Fassade.
Meine Meinung:
Nun bei dem Titel "Toskanische Verführung" kommt man leicht auf falsche Gedanken ala platte Liebes/Sexgeschichte . Aber weit gefehlt, Franzika Hille zeigt , dass man es auch gerne beim prickeln belassen kann und trotzdem weiß jeder was gemeint ist und kann jeder weiter seiner Gedanken in dieser Richtung freien Lauf lassen. Es kommt auf die Rahmenhandlung an und die wird gut durch dieses unstete Verhalten des Grafen, seiner Launen und zum Teil merkwürdiger Verhaltensmuster geprägt und die schnell neugierig machen und man zudem merkt da steckt viel mehr dahinter. Und so entsteht eine Geschichte mit viel Spannung und unheimlichen Momenten, besonders wenn Hugo in Spiel kommt. Außerdem gibt es viele humorvollen Dialogen, die die Geschichte in sich schön zum lesen für mich persönlich gestalten.
Einer Liebesgeschichte.. ja, aber ohne Schmalz und dem mittlerweile eher üblichen Sexanteil. Dafür mit spritzigen Dialogen, eine Portion Grusel und einer Brise Unheimlichem.
Franzika Hille ist auch gekannt unter dem Namen Susanne Gerdom.
Ein Buch, dass ich gerne so weiterempfehle, besonders als Urlaubslektüre sehr gut geeignet, weil kurz/ knackig, aber voller spannender Momente.
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