Zurzeit sieht es so aus, als würde Europa von der terroristischen Organisation – Sturm des Orients – als Schauplatz für ihre gewaltbereiten Forderungen, überrannt werden. Wir wissen weder, wann sie zuschlagen, noch wo! (S.112/113)
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Europa wird von einer Anschlagsserie überrollt und die Hintergründe sind komplett unklar.
Der Botschafter André Hartmann wird in seinem Parisurlaub gebeten, Kontakt für die französische Sicherheitsbehörde mit dem amerikanischen Geheimdienst herzustellen. Als deutscher Botschafter in Amerika, hat er diese Kontakte natürlich und könnte ohne großen Aufwand helfen.
Hartmann willigt schließlich ein, als seine Familie mit in den Strudel des Terrors gezogen wird.
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Vorweg: Dieses Buch ist das zweite aus der Reihe um André Hartmann, den Vorgänger „Das Geheimnis der Osiris“ habe ich noch nicht gelesen. Dies stellte aber kein Problem dar, da es sich zwar um Hartmann dreht, die Bücher aber in sich abgeschlossen sind. Teil 3 „der Keim der Furcht“ erscheint in diesem Jahr noch.
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Zu Beginn hatte ich wirklich mit dem Buch zu kämpfen. Der Schreibstil des Autors ist sehr eigen – nicht schlecht, aber ich musste mich erst darauf einlassen und mich ein wenig daran gewöhnen.
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Lange, verschachtelte Sätze, findet man in dem Buch eher selten. Viele Sätze sind so kurz und knackig, beziehen sich aber auf das Gleiche, da hätte der Autor für meinen Geschmack auch mehr zusammenfassen können.
Beispiel:_ „Er lokalisierte die Waffen der Soldaten. Es waren russische AK47 Sturmgewehre. Man bezeichnete sie auch als Kalaschnikow. Sie hingen bei den Soldaten seitlich herunter.“ (S.342)_
Ich weiß nicht, ob es euch genau so geht, aber wenn ich ein Satzzeichen lese, stoppt bei mir erst einmal der Lesefluss. Bei vielen kurzen Sätzen kriege ich regelrechtes Augenstottern ;) daran konnte ich mich aber gut gewöhnen und nach gut 100 Seiten war ich so in der Geschichte versunken, da machten mir die kurzen Sätze nicht mehr zu schaffen. Dennoch finde ich es gut, dass Steffen Bärtl seinen eigenen Schreibstil durchsetzt und sich damit einen Wiedererkennungswert erarbeitet.
Von dem Schreibstil könnt ihr euch ganz einfach selbst ein Bild machen => Leseprobe http://www.steffenbaertl.de/html/Leseprobe-DerSturmdes_Orients.html
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André Hartmann ist ein unscheinbarer Typ. Nett, hilfsbereit und diplomatisch, genau so, wie ich mir einen Botschafter vorstellen würde. Nahezu gleichmütig nimmt er die vielen schrecklichen Informationen auf, die auf ihn einprasseln. Ein Anschlag folgt dem anderen, er wird ungewollt mit hineingezogen und hat am Ende nur noch die Möglichkeit, die Hintergründe aufzudecken.
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Besonders gut hat mir die Stimmung in der gesamten Handlung gefallen – Bedrohung durch Terror ist ein Thema, an dem man in der heutigen Zeit leider auch nicht vorbeikommt. Die Bedrohung war spürbar, hinter jeder Ecke könnte der Feind lauern und man weiß einfach nicht, wer es ist und warum überhaupt solche Taten geplant werden.Daraus entwickelte sich ein wahres Katz- und Mausspiel. Immer wenn ich das Gefühl hatte, Hartmann hat endlich eine Spur, stellte die sich als Irrtum heraus und die Suche begann von vorn.
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Problematisch waren für mich die vielen Namen und Ortsbezeichnungen. Orientierungssinn besitze ich nicht, genau so wenig wie ein gut trainiertes Namensgedächtnis. Damit war ich ab und an aufgeschmissen ;) dafür kann der Autor natürlich nichts und mit einer handvoll Personen, wäre das Buch wahrscheinlich auch nicht so spannend geworden.
Für mich war es daher wichtig, konzentriert zu lesen. Nebenbei ein paar Seiten schmökern funktioniert nicht, dafür ist die Handlung zu verstrickt, verworren und kompakt, trotz der rund 430 Seiten.
Die politischen Verflechtungen rundeten für mich die Unvorhersehbarkeit ab – mir war selten bewusst, wie sich die Handlung im nächsten Kapitel entwickeln wird.
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Fazit:
Insgesamt eine runder, spannender Politikthriller bei dem immer der Gedanke im Hinterkopf war, wie denkbar so ein Szenario tatsächlich wäre. Auf Hartmanns drittes Abenteuer freue ich mich jetzt bereits.