Inhalt
5 Fraktionen leben in einer Stadt der Zukunft. die Fraktionen setzen sich aus Mitgliedern der gleichen "Bestimmung" zusammen, die die hervoragenden Charaktereigenschaften des Einzelnen zur richtigen Fraktion bringen soll. Alle 16-Jährigen, und somit auch Beatrice, die Hauptprotagonistin, müssen durch einen Eingliederungstest Ihre Bestimmung finden und dürfen auch die Fraktion, in der Sie geboren wurden verlassen. Beatrice hat das äußerst seltene und gefährliche Los einer "Unbestimmten" gezogen und sich gegen Ihre alte Fraktion entschieden, beides zusammen eine schicksalhafte, sehr gefährliche Kombination...
Meine Meinung
Die ist sowas von zwiegespalten!
Positives
Die Idee ist weltklasse! Die Zukunft mit den 5 verschiedenen Fraktionen, die alle für sich leben, aber doch irgendwie gemeinsam die Stadt regieren. 16-jährige die sich für oder gegen Ihre gebürtige Fraktion, und damit Ihrer Heimat, entscheiden müssen. Die Idee wie die Fraktionen aufgebaut sind fand ich auch spitze, die Rebellen, die Selbstlosen, die Freundschafts-Anbeter, die Wahrheitsverfechter und die Nerds. Alles klasse!
Desweiteren haben mir die Charaktäre sehr gut gefallen und die Zusammengehörigkeit zu Ihren Fraktionen. Beatrice, später Tris habe ich lieb gewonnen von der ersten Zeile an. Sie ist ja zunächst in einer Familie der Selbstlosen, sie darf in keinen Spiegel schauen und muss immer an andere denken. Ich habe es so nachvollzogen, das sie es Leid war. Wer sich selbst ein bisschen in dieser Kategorie der Selbstlosen wieder findet, versteht Ihren Wunsch nach Veränderung und so war es mir auch von Anfang an klar, zu welcher Fraktion Sie bei der Eingliederung wechseln wird. Und Sie lernt dort Four kennen! Ich liebe seinen Charakter, er wurde wunderbar dargestellt. Alleine wegen den beiden und Ihren Zusammentreffen hätte ich das Buch nicht einfach zuklappen können :)
Ein weiterer Plusspunkt ist die Spannung, die durchweg besteht. Nervenkitzel!!
Negatives
Ja, leider auch negatives. Zu viel.
So gut die Idee auch ist, Sie wird dem Leser nicht plausiebel gamacht. Ich habe mich andauernd gefragt WARUM diese Menchheit so lebt. Es muss doch irgendwas passiert sein? Es wird ledeglich mal ganz kurz angekratzt, dass mal igendwann jemand gedacht hat, es wäre leichter für alle wenn sie sich nach Ihren Charaktereigenschaften versammeln würden und das somit sich die Fraktionen ergänzen würden, bzw helfen würden.
Aber warum??? Was ist geschehen in der Vergangenheit? Überdies stelle ich mir die Frage, wann es spielt? Wann?? Und die Stadt in der sich alles abspielt scheint auch irgendwie die einzige Stadt auf der Welt zu sein. Mit keinem Ton wird erwähnt was außerhalb dieser Stadt ist. Ein NICHTS vlt.?? Man hätte doch mit knapp 10 Seiten die Geschichte mal erzählen können rund UM die Story. Das wäre mir sehr lieb gewesen, aber über die Hintergründe hat man sich anscheinend Null Gedanken gemacht. Oder bin ich da hinsichtlich doch etwas zu erwartungsvoll?
Da man die Hintergründe nicht kennt, kommen immer weitere Ungereimtheiten auf einen zu.
Oder kann mir mal jemand erklären, warum die Ferox (Rebellen, Mutige) als Hauptaufgabe in der Stadt haben einen Zaun zu bewachen?????? Was ist denn da außerhallb????
Die Aufgaben der Fraktionen allgemein....NICHT NACHVOLLZIEHBAR!!! Ich wärre froh gewesen, die Autorin hätte ein bisschen mehr erklärt, aber soooo kommt mir alles etwas gedankenlos vor. Wenn man eine neue Welt in einem Buch schafft, sollte man Sie erklären können, und zwar nachvollziehbar!
Genauso, wie die Ferox andauernd auf fahrende(!) Züge aufspringen. Wenn man mal die bekloppte Frage warum sie das machen hinenanstellt, stellt sich eine Neue : Sind das Geisterzüge? Es scheinen nie Passagiere drin zu sein, geschweige denn ein Schaffner. Aber trotzdem fahren die Züge in 10minuten Abständen durch die Stadt. Hin un her, anscheinend mit der einzigen Aufgabe, aufspringende Rebellen, die so tun als wäre es verboten, von A nach B zu bringen. Für mich nicht plausibel!
Villeicht sollen sich diese, und weitere (!) Fragen den Leser veranlassen sich kreativ alles selbst auszudenken. Das finde ich super Schade. Es kommt einem einfach vor, als wüsste es die Autorin selbst nicht.
Ein weitere, dicker Minuspunkt ist die Gewalt. Es fängt an mit blauen Flecken, blutigen Ohren von Messerspielchen über Fast-Vergewaltigungen, Selbstmord und sogar ausgestochenen Augen (uääähhh). Den Ferox ist das alles, sagen wir mal "Wurst", was mich aufgeregt hat ohne Ende. Wenn schon Gewalt, dann doch bitte mit nem Sinn dahinter!!!
Oder welchen Sinn hat es, als lebendes Schneidebrett herzuhlaten. Und das war noch nur zum Spass. Kann ich nix mit anfangen, echt nich.
Ich fragte mich dann auch : Wollen sich die Ferox eigentlich SELBST auslöschen??? Sie zerstören sich nämlich selber Tag für Tag. In blutigen Kämpfen oder einfach nur wenn jemand aus Versehen den Zug mal nicht erwischt und dabei vom Dach fällt. Upss.
Und Selbstmorde werden anscheinend auch gern angesehn, so wird einer als Mutig und Held betitelt wenn er sich umbringt. die Fraktionen sollen doch eine Einheit bilden?? Ich kapiers nicht!!!
Ahhhh, es sind einfach viel zu viele offene Fragen, ich hör jetz auch auf!!
3 Sterne für die Idee dahinter und den süßen Four. Schmacht, ich bin verliebt ;-)