Die Wahrheit des einen ist die Lüge des anderen.

Ein unvollendetes Manuskript, ein seit 27 Jahren ungelöster Mordfall und ein Literaturagent auf der Suche nach der Wahrheit. Begleite Peter Katz auf seiner Suche und werde einer von 50 exklusiven Testleser des Manuskripts von "Das Buch der Spiegel", noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin!

DAS BUCH DER SPIEGEL von E. O. CHI ROVICI

Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen ...

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Den Literaturagenten Peter Katz erreicht ein mysteriöses Manuskript, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Doch es endet abrupt und Katz ist sofort klar, dass er der Wahrheit auf den Grund gehen muss... Bewirb dich jetzt für exklusiv für eine Vorab-Leserunde zu "Das Buch der Spiegel" und erhalte Dein persönliches Manuskript! Und damit nicht genug: zusätzlich verlosen wir mit dem Goldmann Verlag druckfrische Exemplare des Romans pünktlich zum Erscheinungstermin.

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Peter Katz

Erinnerungen sind wie Geschosse. Manche zischen vorbei und er schrecken dich nur. Andere reißen dich in Stücke.

Richard Kadrey, Kill the Dead

Ich bekam das Schreiben im Januar, als alle in der Agentur sich noch von ihrem Festtagskater zu erholen versuchten.

Die Nachricht war nicht in meinem Junk-Ordner, sondern im Posteingang gelandet, wo sie sich mit ein paar Dutzend anderen in die Schlange einreihte. Ich warf einen Blick darauf, fand sie interessant, druckte sie zusammen mit den angehängten Seiten des Teilmanuskripts aus und legte alles in meine Schreibtischschublade. Mit anderem beschäftigt, vergaß ich es dort. Erst am Ende des Monats, an dem durch den Martin-Luther-King-Day verlängerten Wochenende, entdeckte ich die Papiere wieder in einem Stapel anderer Einsendungen, die ich an den freien Tagen lesen wollte.

Das Anschreiben war mit »Richard Flynn« unterzeichnet und lautete so:

Lieber Peter,
mein Name ist Richard Flynn. Vor siebenundzwanzig Jahren habe ich in Princeton Anglistik studiert. Ich träumte davon, Schriftsteller zu werden, veröffentlichte

ein paar Erzählungen in Zeitschriften und schrieb sogar einen 300-Seiten-Roman, den ich, nachdem er von etlichen Verlagen abgelehnt wurde, nicht weiter verfolgte (und mittlerweile selbst für mittelmäßig und langweilig halte). Danach fand ich Arbeit in einer kleinen Werbeagentur in New Jersey und bin bis heute in dieser Branche tätig. Anfangs machte ich mir noch vor, Werbung und Literatur hätten doch manches gemeinsam, und eines Tages würde ich mich wieder dem Schreiben zuwenden. Natürlich kam es nicht dazu. Ich glaube, für die meisten bedeutet Erwachsenwerden leider nur, es zu schaffen, ihre Träume in eine Schachtel zu packen und sie im East River zu versenken. Wie es aussieht, war ich keine Ausnahme von dieser Regel.

Vor zwei Monaten habe ich jedoch etwas Wichtiges entdeckt, das mir eine Reihe tragischer Ereignisse ins Gedächtnis rief, die sich im Herbst und Winter 1987, meinem letzten Jahr in Princeton, zugetragen haben. Sie wissen wahrscheinlich, wie das ist: Man glaubt, etwas für immer vergessen zu haben – ein Ereignis, einen Menschen, eine Situation –, und plötzlich erkennt man, die Erinnerung hat die ganze Zeit über in einem verborgenen Winkel des Gehirns geschlummert, sie ist immer da gewesen, als wäre es gestern erst geschehen. Als ob man einen vollgestopften alten Schrank

aufmacht, und kaum fasst man irgendetwas darin an, stürzt das ganze Gerümpel auf einen nieder.

Die Sache war explosiv. Eine Stunde nach meiner Entdeckung dachte ich immer noch über ihre Bedeutung nach. Überwältigt von Erinnerungen setzte ich mich an den Schreibtisch und schrieb. Erst weit nach Mitternacht hörte ich auf und hatte gut fünftausend Wörter zu Papier gebracht. Es war, als hätte ich, nachdem ich mir selbst für lange Zeit ganz aus dem Sinn geraten war, plötzlich wieder herausgefunden, wer ich war. Als ich ins Bad ging und mir die Zähne putzte, schien mich aus dem Spiegel ein anderer Mensch anzusehen.

Zum ersten Mal seit vielen Jahren schlief ich ohne Schlaftablette ein, und am nächsten Tag meldete ich mich bei der Agentur für die nächsten zwei Wochen krank und schrieb weiter.

Die Einzelheiten jener Monate im Jahr kamen mit solcher Gewalt und Klarheit zurück, dass sie bald lebendiger und intensiver waren als alles Gegenwärtige. Es war, als wäre ich aus einem tiefen Schlaf erwacht, in dem mein Geist sich heimlich darauf vorbereitet hatte, endlich die Ereignisse aufzuschreiben, in deren Mittelpunkt Laura Baines, Professor Joseph Wieder und ich standen.

Natürlich landete diese überaus tragische

Geschichte damals in der Presse, wenn auch nur teilweise. Ich selbst wurde eine ganze Zeit lang von Polizisten und Reportern bedrängt. Nicht zuletzt deshalb verließ ich Princeton, ging nach Ithaca und schloss nach zwei Jahren in dieser staubigen Stadt meinen Master ab. Allerdings fand niemand je die ganze Wahrheit der Geschichte heraus, die mein Leben für immer verändert hat.

Wie gesagt, als ich vor drei Monaten zufällig auf die Wahrheit stieß, war mir sofort klar, dass ich anderen davon berichten musste, auch wenn die Wut und Enttäuschung, die ich damals empfand und noch immer empfinde, grenzenlos waren. Aber manchmal sind Hass und Schmerz ein ebenso starker Antrieb wie Liebe. Ergebnis dieses Vorsatzes ist das Manuskript, das ich kürzlich nach einer Anstrengung, die mich körperlich und geistig vollkommen erschöpft hat, abgeschlossen habe. Im Anhang finden Sie eine Leseprobe, gemäß den Anweisungen auf Ihrer Website. Das vollständige Manuskript kann ich Ihnen jederzeit einreichen. Bei Interesse schicke ich es Ihnen sofort zu. Als Arbeitstitel habe ich mich für Das Buch der Spiegel entschieden.

Ich höre hier auf, weil mein Laptop mir anzeigt, dass ich bereits die 500-Wort-Grenze für eine Anfrage überschritten habe. Viel mehr gibt es über mich nicht zu

sagen. Ich bin in Brooklyn geboren und aufgewachsen, ich war nie verheiratet und habe keine Kinder, unter anderem, nehme ich an, weil ich Laura nie wirklich vergessen habe. Ich habe einen Bruder, Eddie, der in Philadelphia lebt und den ich nur sehr selten sehe. Meine Karriere in der Werbung verlief unspektakulär, ohne besondere Höhen und Tiefen – eine verwirrend graue Existenz, verborgen zwischen den Schatten von Babel. Jetzt bin ich leitender Werbetexter einer mittelmäßigen Agentur in Manhattan, nicht weit von Chelsea, wo ich seit mehr als zwei Jahrzehnten lebe. Ich fahre keinen Porsche und buche keine Fünf-Sterne-Hotels, muss mich aber auch nicht um die Zukunft sorgen, jedenfalls nicht, was meine Finanzen betrifft.

Danke für Ihre Zeit, und lassen Sie mich bitte wissen, ob Sie das vollständige Manuskript lesen möchten. Meine Adresse und Telefonnummer finden Sie unten.

Mit besten Grüßen,

Richard Flynn

Es folgte eine Adresse unweit der Penn Station. Ich kannte die Gegend gut, weil ich selbst dort eine Zeit lang gewohnt hatte.

Das Schreiben war ziemlich ungewöhnlich.

Ich hatte in den fünf Jahren als Agent für Bronson &

Matters Hunderte, wenn nicht Tausende solcher Anfragen gelesen. Die Agentur, bei der ich als kleiner Angestellter angefangen hatte, war immer für unverlangt eingesandte Manuskripte empfänglich gewesen. Die meisten schrieben unbeholfen, leblos, ohne jenes gewisse Etwas, das den Eindruck erweckt, der potenzielle Autor richte sich an einen persönlich und nicht bloß an irgendeinen der Vielzahl von Agenten, deren Namen und Adresse man in den einschlägigen Verzeichnissen findet. Manche dieser Anfragen waren zu lang und voll unerheblicher Details. Aber Richard Flynns Brief fiel in keine dieser Kategorien. Er war knapp und präzise, gut geschrieben und strahlte vor allem menschliche Wärme aus. Er behauptete nicht, dass er ausschließlich mich kontaktiert hatte, doch ohne dies näher begründen zu können, war ich mir fast sicher, dass dem so war. Aus irgendeinem Grund, den er in diesem kurzen Schreiben nicht nennen wollte, hatte er mich ausgewählt.

Ich hoffte, mir werde das Manuskript genauso gut gefallen wie das Anschreiben, und ich könnte dem Einsender, für den ich bereits eine unerklärliche Sympathie empfand, eine positive Antwort geben.

Ich legte die anderen Manuskripte, die ich mir hatte ansehen wollen, beiseite, machte Kaffee, setzte mich im Wohnzimmer auf die Couch und begann, den Auszug zu lesen.

EINS

Für die meisten Amerikaner war 1987 das Jahr, in dem die Börsenkurse erst durch die Decke gingen und dann in den Keller stürzten, die Iran-Contra-Affäre an Ronald Reagans Stuhl im Weißen Haus rüttelte und Reich und Schön in unsere Häuser Einzug hielt. Für mich war es das Jahr, in dem ich mich verliebte und erkennen musste, dass es den Teufel wirklich gibt.

Ich studierte seit etwas über drei Jahren in Princeton und wohnte in einem hässlichen alten Haus an der Bayard Lane, zwischen Kunstmuseum und theologischer Hochschule. Im Erdgeschoss gab es ein Wohnzimmer und eine offene Küche, oben zwei Zweibettzimmer mit angeschlossenem Bad. Zur McCosh Hall, wo ich die meisten meiner Anglistikvorlesungen besuchte, waren es zu Fuß zehn Minuten.

Eines Oktobernachmittags kam ich nach Hause und staunte nicht schlecht, als ich in der Küche eine große, schlanke junge Frau erblickte; sie hatte lange blonde Haare und trug einen Mittelscheitel. Durch eine dick umrandete Brille, die sie ebenso streng wie sexy wirken

ließ, warf sie mir einen freundlichen Blick zu. Sie versuchte gerade, Senf aus einer Tube zu drücken, ohne zu bemerken, dass man zuerst die Alufolie von der Öffnung abziehen musste. Ich entfernte die Folie und gab ihr die Tube zurück. Sie bedankte sich und quetschte den dicken gelben Brei auf den riesigen Hotdog, den sie sich zubereitet hatte.

»Hey, danke«, sagte sie mit einem Akzent, den sie aus dem Mittleren Westen mitgebracht hatte; anscheinend lag ihr nichts daran, ihn abzulegen, nur um mit der Mode Schritt zu halten. »Auch was?«

»Nein, ich hab schon gegessen. Übrigens, ich bin Richard Flynn. Bist du die neue Mieterin?«

Sie nickte. Sie hatte gierig in den Hotdog gebissen und schluckte hastig, bevor sie antwortete.

»Laura Baines. Freut mich, dich kennenzulernen. Hat mein Vorgänger sich da oben ein Stinktier oder so was gehalten? Bei dem Gestank fallen einem ja die Nasenhaare aus. Aber ich werde die Wände sowieso streichen müssen. Und stimmt was mit dem Boiler nicht? Ich musste eine halbe Stunde warten, bis das Wasser heiß war.«

»Starker Raucher«, erklärte ich. »Der Mann, nicht der Boiler, und nicht nur Zigaretten, du verstehst schon. Aber sonst ist er ganz nett. Hat sich plötzlich entschieden, ein Sabbatjahr einzulegen, und ist nach Hause gefahren. Er hatte Glück, dass die Vermieterin nicht noch die Miete bis zum Jahresende haben wollte. Und der Boiler, an dem

haben sich schon drei Klempner versucht. Nichts zu machen, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.«

»Bon voyage«, wünschte Laura dem Vorgänger mit vollem Mund und zeigte auf die Mikrowelle auf der Arbeitsfläche. »Ich mach mir jetzt Popcorn, und dann will ich fernsehen – gleich kommt Jessica live auf CNN.«

»Wer ist Jessica?«, fragte ich.

Die Mikrowelle klingelte. Das Popcorn war soweit, in die große Glasschüssel gefüllt zu werden, die Laura aus den Tiefen des Schranks unter dem Ausguss herausgezogen hatte.

»Jessica McClure, die Kleine, die in Texas in einen Brunnen gefallen ist«, erklärte sie. »CNN überträgt die Bergungsaktion live. Wieso hast du noch nichts davon gehört? Die ganze Welt redet davon.«

Sie schüttete das Popcorn in die Schüssel und bedeutete mir, ihr ins Wohnzimmer zu folgen.

Wir setzten uns auf die Couch, und sie machte den Fernseher an. Eine Zeit lang verfolgten wir schweigend die Geschehnisse auf dem Bildschirm. Es war ein milder, warmer Oktober, fast ohne den sonst üblichen Regen, und stilles Dämmerlicht kroch über die Glasschiebetüren. Dahinter, dunkel und geheimnisvoll, erstreckte sich die Parkanlage der Trinity Church.

Laura schlang den Rest ihres Hotdogs hinunter und nahm eine Handvoll Popcorn aus der Schüssel. Mich

hatte sie anscheinend ganz vergessen. Auf dem Bildschirm erklärte ein Ingenieur einem Reporter den Fortschritt der Arbeiten an einem parallelen Brunnenschacht, durch den die Retter zu dem unten eingeschlossenen Kind vorzudringen hofften. Laura streifte ihre Hausschuhe ab und zog die Füße unter sich. Mir fiel auf, dass ihre Zehennägel violett lackiert waren.

»Was studierst du?«, fragte ich schließlich.

»Ich mache meinen Master in Psychologie«, erwiderte sie, ohne den Blick vom Bildschirm zu wenden. »Das ist mein zweiter. Ich habe schon einen in Mathe, Uni Chicago. Geboren und aufgewachsen in Evanston, Illinois. Mal da gewesen? Wo alle Kautabak kauen und Kreuze verbrennen?«

Offenbar war sie zwei oder drei Jahre älter als ich, und das schüchterte mich ein wenig ein. In dem Alter kommt einem ein Unterschied von drei Jahren ziemlich groß vor.

»Ich dachte, das liegt in Mississippi«, sagte ich. »Nein, in Illinois war ich noch nie. Ich komme aus Brooklyn. Im Mittleren Westen war ich nur einmal, im Sommer, da muss ich fünfzehn gewesen sein, als mein Dad mich zum Angeln nach Missouri mitgenommen hat, in die Ozarks. Wir waren auch in St. Louis, wenn ich mich recht erinnere. Psychologie – nach Mathe?«

»Na ja, in der Schule hielten sie mich für ein Genie«, sagte sie. »An der Highschool habe ich alle möglichen

internationalen Mathewettbewerbe gewonnen, und mit einundzwanzig hatte ich den Master in der Tasche und sollte eigentlich mit meiner Dissertation anfangen. Aber dann habe ich alle Stipendien abgelehnt und bin hierhergekommen, um Psychologie zu studieren. Der Master in Mathe hat mir zur Teilnahme an einem Forschungsprogramm verholfen.«

»Okay, aber du hast meine Frage noch nicht beantwortet.«

»Hab mal ein bisschen Geduld.«

Sie wischte die Popcornkrümel von ihrem T-Shirt.

Ich erinnere mich noch gut. Sie trug verwaschene Jeans mit jeder Menge Reißverschlüssen, wie es damals Mode war, und ein weißes T-Shirt.

Sie ging zum Kühlschrank, nahm sich eine Cola und fragte, ob ich auch eine wollte. Sie riss die Dosen auf, steckte Strohhalme hinein, kam zur Couch zurück und reichte mir eine Dose.

»Im Sommer nach meinem Examen verliebte ich mich in einen Jungen aus Evanston. Er war über die Ferien nach Hause gekommen. Er machte gerade seinen Master am MIT, irgendwas mit Computern. Hübscher, offenbar recht kluger Junge, John R. Findley hieß er. Er war zwei Jahre älter als ich, wir kannten uns flüchtig von der Highschool. Aber er wurde mir schon nach einem Monat von Julia Craig ausgespannt; eine absolut hirnlose Person,

eine Art Menschenäffin, die irgendwie gelernt hatte, ein Dutzend Wörter auszusprechen, sich die Beine zu wachsen und Messer und Gabel zu gebrauchen. Mit Gleichungen und Integralen kannte ich mich aus, hatte jedoch überhaupt keine Menschenkenntnis, vor allem was Männer betraf. Wenn ich nicht aufpasste, würde ich mein Leben in Gesellschaft von Katzen, Meerschweinchen und Papageien verbringen. Und deswegen bin ich im Herbst darauf hergekommen. Mom machte sich Sorgen und versuchte, mir das auszureden, aber sie kannte mich gut genug und wusste, dass sie mir eher noch das Fliegen auf einem Besenstiel beibringen könnte. Jetzt bin ich im letzten Jahr und habe meinen Entschluss noch keine Sekunde bereut.«

»Ich bin auch im letzten Jahr. Hast du gelernt, was du lernen wolltest?«, fragte ich. »Ich meine, wie Männer denken?«

Zum ersten Mal sah sie mir in die Augen.

»Weiß nicht, aber ein wenig weiter bin ich wohl schon. John hat nach wenigen Wochen mit Godzilla Schluss gemacht. Danach hat er monatelang versucht, mich zu erreichen, ich habe auf seine Anrufe aber nicht reagiert. Vielleicht bin ich ja wählerisch.«

Sie trank ihre Cola aus und stellte die leere Dose auf den Tisch.

Bis kurz vor Mitternacht verfolgten wir die

Rettungsaktion in Texas, plauderten, tranken Kaffee und gingen ab und zu in den Garten, um die Marlboros zu rauchen, die sie aus ihrem Zimmer geholt hatte. Zwischendurch half ich ihr, den Rest ihrer Sachen aus dem Kofferraum ihres alten Hyundai, der in der Garage stand, ins Haus zu tragen.

Laura war nett, sie hatte Humor und war sehr belesen. Wie bei jedem jungen Erwachsenen spielten meine Hormone verrückt. Zu der Zeit hatte ich keine Freundin und dachte an nichts anderes als Sex, aber ich weiß noch genau, dass ich anfangs überhaupt nicht an die Möglichkeit dachte, mit ihr ins Bett zu gehen. Mit Sicherheit hatte sie einen Freund, auch wenn davon mit keinem Wort die Rede war. Dennoch war ich guter Dinge ob der Aussicht, mit einer Frau in einem Haus zu leben, was ich bis dahin noch nie getan hatte. Es war, als eröffnete sich mir plötzlich ein Zugang zu Geheimnissen, die mir bisher verschlossen gewesen waren.

Tatsache war, dass es mir an der Universität nicht gefiel und ich es kaum erwarten konnte, das letzte Jahr hinter mich zu bringen und von dort fortzukommen.

Ich war in Brooklyn aufgewachsen, genauer gesagt in Williamsburg, nicht weit von der Grand Street, wo man damals viel billiger wohnen konnte als heutzutage. Mom war Geschichtslehrerin an der Highschool in Bed-Stuy,

und Dad arbeitete als Assistenzarzt am Kings County Hospital. Mit anderen Worten, ich war kein Kind der Arbeiterklasse, kam mir aber in unserem Arbeiterviertel so vor.

Auch wenn ich ohne jegliche materielle Sorgen auf-wuchs, konnten sich meine Eltern vieles nicht leisten, was wir gern gehabt hätten. Ich mochte die Brooklyner und fühlte mich wie ein Fisch im Wasser in diesem Babel aus aller Herren Länder. Die Siebziger waren eine schlimme Zeit für New York, und ich weiß noch, dass viele Leute bitterarm waren und es ständig zu Gewaltausbrüchen kam.

In Princeton angekommen, schloss ich mich einigen akademischen Gesellschaften an, wurde Mitglied in einem bekannten Speiseclub und trieb mich mit den Laienschauspielern vom Triangle Club herum.

In einem Literaturkreis mit exotischem Namen las ich ein paar Kurzgeschichten vor, die ich am Ende der Highschoolzeit geschrieben hatte. Die Gruppe wurde von einem kaum bekannten Autor geleitet, der als Gastprofessor in der Stadt weilte, und die Mitglieder überboten sich gegenseitig darin, belanglose Gedichte zu fabrizieren, in denen sie die englische Sprache malträtierten. Als sie bemerkten, dass meine Erzählungen im »klassischen« Stil geschrieben waren und ich mich von den Romanen Hemingways und Steinbecks inspirieren

ließ, wurde ich von ihnen als Freak abgestempelt. Jedenfalls verbrachte ich ein Jahr später meine Freizeit nur noch in der Bibliothek oder zu Hause

Die meisten Studenten kamen von der Ostküste, vornehmlich aus der Mittelschicht, die in den Sechzigern, als ihre Welt aus den Angeln geriet, schwer in Panik geraten war und ihre Sprösslinge daher so erzogen hatte, dass ein solcher Wahnsinn nie wieder möglich sein sollte. Die Sechziger, das waren Musik, Demonstrationen, der Sommer der Liebe, Drogenexperimente, Woodstock und Empfängnisverhütung. Die Siebziger erlebten das Ende des Vietnamkriegs, Disco, Schlaghosen und Rassenemanzipation. Und so schienen mir die Achtziger nicht sonderlich aufregend, als hätte unsere Generation den Zug verpasst. Ronald Reagan, der listige alte Schamane, hatte die Geister der Fünfziger heraufbeschworen und den Verstand der Nation vernebelt. Geld schleifte die Altäre sämtlicher Götter und machte sich zum Siegestanz bereit, während pausbäckige Engel mit Stetsons auf ihren blonden Locken Loblieder auf das freie Unternehmertum sangen. Go, Ronnie, go!

Meine Kommilitonen waren versnobte Konformisten, da halfen auch die rebellischen Posen nicht, die sie offenbar in dem Glauben einnahmen, von Elitestudenten werde dergleichen gewissermaßen als Verbeugung vor vergangenen Jahrzehnten erwartet. Auf Traditionen

wurde in Princeton viel Wert gelegt, aber für mich war das alles nur Schauspielerei – die Zeit hatte ihnen jegliche Bedeutung genommen.

Die Professoren hielt ich größtenteils für Kleingeister, die sich an einen attraktiven Job klammerten. Die Studenten gerierten sich vom Geld ihrer reichen Eltern als Marxisten und Revoluzzer und wurden nicht müde, Wälzer wie Das Kapital zu lesen, während diejenigen, die sich als konservativ ansahen, ganz so taten, als wären sie direkte Nachkommen jenes Pilgers auf der Mayflower, der, eine Hand zum Schutz vor der Sonne über den Augen, von der Mastspitze aus gerufen hatte: Land in Sicht! Für Erstere war ich ein Kleinbürger, dessen Stand man zu verachten und dessen Werte man mit Füßen zu treten hatte; für Letztere war ich bloß ein weißes Proletarierkind aus Brooklyn, dem es irgendwie gelungen war, sich mit fragwürdigen und zweifellos verwerflichen Zielen auf ihren wunderbaren Campus einzuschleichen. Mir selbst schien Princeton überlaufen von affektierten Robotern mit Bostoner Akzent.

Aber vielleicht gab es das alles nur in meinem Kopf. Nachdem ich gegen Ende der Highschool beschlossen hatte, Schriftsteller zu werden, hatte ich mir mit der unschätzbaren Unterstützung der Herren Cormac McCarthy, Philip Roth und Don DeLillo Stück für Stück eine düstere, von Zweifeln erfüllte Weltanschauung zugelegt.

Ich war überzeugt davon, ein echter Schriftsteller müsse melancholisch und einsam sein, zugleich aber fette Honorare kassieren und in teuren europäischen Badeorten Urlaub machen. Ich sagte mir, wenn der Teufel ihn nicht dazu verdammt hätte, kaputt und müde auf einem Misthaufen zu hocken, hätte Hiob sich nie einen Namen gemacht, und die Menschheit wäre um ein literarisches Meisterwerk ärmer geblieben.

Auf dem Campus hielt ich mich nie länger als nötig auf, die Wochenenden verbrachte ich in New York. Dort stöberte ich in den Antiquariaten der Upper East Side, besuchte obskure Theater in Chelsea oder Konzerte von Bill Frisell, Cecil Taylor und Sonic Youth in der Knitting Factory, die gerade an der Houston Street den Betrieb aufgenommen hatte. Ich saß in den Cafés der Myrtle Avenue herum oder ging über die Brücke zur Lower East Side und speiste mit meinen Eltern und meinem jüngeren Bruder Eddie, der noch auf die Highschool ging, in einem dieser familiengeführten Restaurants, wo jeder jeden mit Namen kannte.

Meine Zwischenprüfungen bestand ich mühelos, da ich, um mir Scherereien zu ersparen und Zeit zum Schreiben zu haben, nicht nach Bestnoten strebte. Ich schrieb Dutzende Kurzgeschichten und begann einen Roman, der nie über ein paar Kapitel hinauskam. Ich benutzte eine alte Remington-Schreibmaschine, die Dad

auf dem Dachboden eines Hauses gefunden, repariert und mir geschenkt hatte, als ich aufs College ging. Nachdem ich meine Texte immer wieder gelesen und korrigiert hatte, landeten die meisten im Mülleimer. Jedes Mal, wenn ich einen neuen Autor entdeckte, imitierte ich ihn unbewusst, wie ein Schimpanse, der beim Anblick einer Frau in Rot vor Begeisterung aus dem Häuschen gerät.

Aus irgendeinem Grund machten mir Drogen keinen Spaß. Mit vierzehn hatte ich bei einem Schulausflug in den Botanischen Garten zum ersten Mal Gras geraucht. Ein Junge namens Martin hatte zwei Joints mitgebracht, die fünf oder sechs von uns heimlich kreisen ließen, wobei wir das Gefühl hatten, die trüben Wasser der Kriminalität zögen uns für immer in die Tiefe. In der Highschoolzeit hatte ich noch ein paarmal gekifft und mich auf Partys in zwielichtigen Wohnungen an der Driggs Avenue mit billigem Bier betrunken. Aber zur Erleichterung meiner Eltern gefiel es mir einfach nicht, high oder betrunken zu sein. Wer in jenen Tagen dazu neigte, vom rechten Weg abzukommen, wurde eher auf offener Straße erstochen oder von einer Überdosis dahingerafft, als dass er eine anständige Arbeit fand. Ich lernte fleißig, bekam sehr gute Noten, und als dann Angebote von Cornell und Princeton eintrafen, entschied ich mich für Letzteres, das damals als das progressivere galt.

Das Fernsehen war noch nicht zu der endlosen Parade von Shows verkommen, in denen irgendwelche Loser gezwungen werden, als Sänger aufzutreten, sich von ordinären Moderatoren beleidigen zu lassen oder in Swimmingpools voller Schlangen zu steigen. Amerikanische TV-Serien waren noch keine von Idioten erzählte Geschichten, untermalt von völlig deplatzierten Lachsalven. Aber genauso wenig interessierten mich die heuchlerischen politischen Debatten jener Zeit oder die anzüglichen Witze und B-Movies über wie Plastik aussehende Teenager. Die wenigen anständigen Produzenten und Journalisten aus den Sechzigern und Siebzigern, die in den Fernsehstudios noch was zu sagen hatten, wirkten verkrampft und so nervös wie die Dinosaurier, als sie den Meteor entdeckten, der das Ende ihrer Ära ankündigte. Doch wie ich herausfinden sollte, dröhnte Laura sich abends gern mit Schrottfernsehen zu; angeblich konnte ihr Gehirn nur so zur Ruhe kommen und all das Zeug, das sich im Lauf des Tages angesammelt hatte, klassifizieren, strukturieren und abspeichern. Und so sah ich im Herbst des Jahres unseres Herrn 1987 mehr fern als jemals zuvor und empfand ein masochistisches Vergnügen daran, neben ihr auf der Couch zu lümmeln und Talkshows, Nachrichten und Soaps zu kommentieren wie die zwei alten Nörgelfritzen auf dem Balkon in der Muppet Show.

Von Professor Joseph Wieder erzählte sie mir nicht

gleich. Dass sie ihn kannte, erfuhr ich erst an Halloween. Er war in jenen Jahren einer der wichtigsten Dozenten in Princeton und wurde als eine Art Prometheus betrachtet, hinabgestiegen zu den einfachen Sterblichen, um ihnen das Geheimnis des Feuers zu enthüllen. Wir sahen Larry King Live, wo Wieder zum Thema Drogensucht sprach – tags zuvor waren in einer Hütte bei Eugene, Oregon, drei junge Leute an einer Überdosis gestorben. Sie sei mit dem Professor »gut befreundet«, behauptete Laura. Ich muss da schon in sie verliebt gewesen sein, auch wenn ich selbst noch nichts davon wusste.

ZWEI

Die nächsten Wochen waren vielleicht die glücklichsten meines Lebens.

Die meisten Psychologieveranstaltungen fanden in der Green Hall statt, ganz in der Nähe von McCosh und Dickinson, wo ich Anglistikvorlesungen hatte, sodass wir fast immer zusammen waren. Oft gingen wir zur Firestone Library und dann auf dem Heimweg am Stadion vorbei, besuchten das Kunstmuseum und die Cafés in der Gegend oder fuhren mit dem Zug nach New York, wo wir uns Filme wie Dirty Dancing, Spaceballs und Die Unbestechlichen ansahen.

Laura hatte viele Freunde, die meist ebenfalls Psychologie studierten. Einige stellte sie mir vor, verbrachte jedoch lieber ihre Zeit mit mir. Unser Musikgeschmack war ziemlich verschieden. Sie mochte die aktuellen Hits, damals also Songs von Lionel Richie, George Michael oder Fleetwood Mac, hörte aber auch tapfer zu, wenn ich meine Alternativrock- und Jazz-Kassetten und -CDs spielte.

Manchmal, wachgehalten von Nikotin und Koffein, unterhielten wir uns bis in den frühen Morgen und

gingen dann nach nur zwei oder drei Stunden Schlaf auf wackligen Beinen zu unseren Vorlesungen. Obwohl sie ein Auto hatte, benutzte sie es nur selten; wir gingen beide lieber zu Fuß oder fuhren mit dem Rad. Wenn sie abends keine Lust auf Fernsehen hatte, weckte Laura die Geister ihrer NES-Konsole, und wir schossen Enten ab oder schwammen als Bubbles der Fisch durch die Labyrinthe von Clu Clu Land.

Nachdem wir eines Abends zwei Stunden lang gespielt hatten, sagte sie plötzlich: »Richard« – sie kürzte meinen Namen nie zu Richie oder Dick ab –, »wusstest du, dass wir, und damit meine ich unser Gehirn, zwischen Fiktion und Realität eigentlich kaum unterscheiden können? Nur deswegen sind wir fähig, bei Filmen zu weinen oder zu lachen, obwohl wir wissen, dass wir nur Schauspielern zusehen und die Geschichte von irgendjemandem erfunden wurde. Ohne diesen ›Defekt‹ wären wir bloß R. O. B.s.«

R. O. B. bedeutete Robotic Operating Buddy, ein Spielzeug, das die Japaner für einsame Teenies erfunden hatten. Laura träumte davon, sich so ein Ding anzuschaffen; sie wollte es Armand nennen und ihm beibringen, ihr Kaffee ans Bett zu bringen und Blumen zu kaufen, wenn sie niedergeschlagen war. Das alles und noch viel mehr hätte ich liebend gern, und ganz ohne Training, für sie getan, aber das ahnte sie nicht.

Was Schmerz ist, lernt man erst, wenn man eine so tiefe Wunde empfängt, dass einem frühere Verletzungen wie kleine Kratzer vorkommen. Zu Frühjahrsbeginn verschärfte ein trauriges Ereignis meine Schwierigkeiten, mich in Princeton einzuleben – ich verlor meinen Dad.

Ein Herzinfarkt hatte ihn während der Arbeit da-hingerafft. Nicht einmal das rasche Einschreiten seiner Kollegen konnte ihn retten, und keine Stunde nach seinem Zusammenbruch auf dem Korridor der Chirurgie im dritten Stock des Krankenhauses wurde er für tot er-klärt. Mein Bruder informierte mich telefonisch, während meine Mutter sich schon um die Formalitäten kümmerte.

Ich nahm den nächsten Zug und ging zu unserer Wohnung. Als ich ankam, waren schon alle möglichen Verwandten, Nachbarn und Freunde da. Dad wurde auf dem Friedhof Evergreens beerdigt, und wenig später, zu Beginn des Sommers, fasste Mom den Entschluss, mit Eddie nach Philadelphia zu ziehen. Dort lebte ihre jüngere Schwester Cornelia. Es war ein schwerer Schock für mich, als mir in den folgenden Wochen aufging, dass sich alles, was mich mit meiner Kindheit verband, in Luft auflöste und ich niemals mehr die Wohnung betreten würde, in der ich bis dahin fast mein ganzes Leben verbracht hatte.

Ich hatte schon immer den Verdacht gehabt, dass es Mom in Brooklyn nicht gefiel und sie nur wegen Dad dortgeblieben war. Ihr Vater, ein evangelischer Pastor

deutscher Herkunft namens Reinhardt Knopf, hatte sie zu einer in sich gekehrten, melancholischen Frau erzogen. Ich erinnerte mich undeutlich an Besuche bei ihm, einmal im Jahr zu seinem Geburtstag. Ein großer, ernster Mann, der in Queens ein makellos sauberes Haus mit kleinem Garten bewohnte. Sogar das kleine Stück Rasen hatte den Eindruck gemacht, als wäre dort jeder Grashalm sorgfältig gekämmt worden. Seine Frau war bei der Geburt meiner Tante im Kindbett gestorben, und er hatte nie wieder geheiratet und seine Töchter allein großgezogen.

Grandpa starb an Lungenkrebs, als ich zehn war, aber zu seinen Lebzeiten hatte Mom ab und zu den Wunsch geäußert, nach Queens zu ziehen – das sei eine saubere, anständige Gegend, sagte sie –, um näher bei ihrem Vater zu sein. Doch schließlich begriff sie, dass es zwecklos war, und gab auf: Michael Flynn, mein Dad, war ein sturer, in Brooklyn aufgewachsener Ire und dachte gar nicht daran, woanders hinzuziehen.

Während ich also zum neuen Studienjahr nach Princeton abreiste, zogen Mom und mein Bruder nach Philadelphia. Als ich Laura kennenlernte, dämmerte mir gerade erst, dass ich nie mehr, außer vielleicht als Gast, nach Brooklyn zurückkehren würde – ein Gefühl, als wäre mir plötzlich alles geraubt worden, was ich besaß. Die Sachen, die ich nicht nach Princeton mitgenommen hatte, lagerten jetzt in Philadelphia, in einer Wohnung an der

Jefferson Avenue, nicht weit vom Hauptbahnhof. Ich hatte Mom und meinen Bruder kurz nach ihrem Einzug besucht und gleich gemerkt, dass ich mich dort niemals heimisch fühlen würde. Außerdem hatten wir nicht mehr so viel Geld. Meine Noten waren für ein Stipendium nicht gut genug, und so musste ich mich nach einem Teilzeitjob umsehen, um mich bis zum Examen über Wasser zu halten.

Dad war so plötzlich gestorben, dass es mir schwerfiel, mich an die Tatsache zu gewöhnen, und ich oft an ihn dachte, als wäre er noch unter uns. Zuweilen sind die Toten stärker als die Lebenden. Die Erinnerung an sie – oder woran wir uns zu erinnern glauben – zwingt uns, ihnen auf eine Weise gefällig zu sein, wie wir es zu ihren Lebzeiten nie gewesen wären. Dads Tod machte mich verantwortungsbewusster und weniger geneigt, mich treiben zu lassen. Die Lebenden begehen ständig Fehler, die Toten hingegen werden von ihren Hinterbliebenen schnell in eine Aura der Unfehlbarkeit gehüllt.

Meine Freundschaft mit Laura erblühte also in einer Phase meines Lebens, in der ich mich einsamer fühlte als je zuvor, und eben deswegen wurde ihre Gegenwart mir sogar noch wichtiger. [...]

Hier endet die Leseprobe. Verrate uns hier, was dir daran besonders gut gefallen hat und gewinne dein persönliches Manuskript!

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