"Prinzessin Leia" Carrie Fisher

 4.6 Sterne bei 7 Bewertungen

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Vom Erwachen der Nacht

Vom Erwachen der Nacht

 (7)
Erschienen am 28.12.2016

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Rezension zu "Vom Erwachen der Nacht" von "Prinzessin Leia" Carrie Fisher

Bisweilen sehr verwirrend, aber interessant
Yoyomausvor 4 Monaten

Inhalt:
Ihr Leben ist turbulenter als eine Daily Soap und tragischer als jeder Hollywood-Film: Als Tochter von Sänger Eddie Fisher und Schauspielerin Debbie Reynolds steht Carrie Fisher schon früh im Rampenlicht Hollywoods. Als sie zwei Jahre alt ist, verlässt ihr Vater die Familie für Elizabeth Taylor. Bereits als Zwölfjährige tritt sie am Broadway auf. Mit 19 spielt sie die Rolle der Prinzessin Leia in der Star Wars-Trilogie und wird über Nacht weltberühmt. Zu diesem Zeitpunkt ist sie bereits schwer alkohol- und drogenabhängig. Mit 24 Jahren wird bei ihr zudem eine manisch-depressive Störung diagnostiziert. Ihr zweiter Ehemann verlässt sie kurz nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter - für einen Mann. Wahnvorstellungen und Entzugsklinik folgen.Carrie Fisher erzählt unverblümt, sarkastisch und brüllend komisch von ihrer bizarren Kindheit zwischen berühmten Eltern und funkelndem Hollywood-Glamour, Schneckenfrisuren und Drogen, Alkohol und Elektroschock-Therapien.

Cover:

Mit einem absoluten Wiedererkennungswert wird bei diesem Cover gearbeitet. Egal wie man es dreht und wendet, man wird immer wieder an Star Wars erinnert und assoziiert so mit Carrie Fisher die Figur der Prinzessin Leia, auch wenn Carrie Fisher mittlerweile älter geworden ist. Das macht natürlich neugierig und so widmet man sich der Inhaltsangabe. eigentlich ganz raffiniert gemacht.

Eigener Eindruck: 
Wer kennt sie nicht? Carrie Fisher auch bekannt als Prinzessin Leia aus der berühmten Filmreihe Star Wars oder eben Prinzessin Leia - auch bekannt als die Schauspielerin Carrie Fisher.  Mit der Rolle der Prinzessin Leia wurde Carrie Fisher praktisch über Nacht weltberühmt und das was ihr die Figur der Prinzessin Leia einbrachte war mehr als nur Ruhm. Fortan wurde sie zumeist nur noch mit dieser Figur identifiziert und kaum noch an ihren anderen Leistungen festgemacht. Dass sie davor schon im Showbiz tätig war, wenn auch mehr schlecht als recht oder ihre Eltern ebenfalls Berühmtheiten waren und sie so bereits an die "Machenschaften in Hollywood" gewöhnt war, das weiß kaum jemand. In ihrer Biografie berichtet Carrie Fisher wie es ist mit berühmten Eltern aufzuwachsen, welche sich scheiden lassen haben. Sie berichtet darüber, wie es war das erste Mal Alkohol zu konsumieren oder auf Drogen zurück zu greifen. Sie berichtet über ein Leben bei dem alles mehr Schein als Sein ist. Sie berichtet darüber, wie es ist, neben einer Leiche aufzuwachen und sie beschreibt, wie sich das Leben für jemanden anfühlen kann, der dem Alkohol verfallen ist und unter Depressionen leidet. Offen schildert Carrie Fisher ihren Entzug und sogar ihre Elektroschock-Therapie, um endlich wieder normal zu werden und wie es ist, wenn man durch eine solche Therapie Passagen aus seinem Leben einfach vergisst. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und zögert auch nicht sich selbst auf die Schippe zu nehmen - hey, schließlich ist sie die Frau, die neben einem schwulen Mann aufwachte, der tot war und sie ist die Frau, dessen Ehemann sie wegen eines anderen Mannes verlassen hat! Da kann man schon mal ein bisschen am Rad drehen oder?

Mit ihrer Biografie hat Carrie Fisher für mich etwas völlig Neues gewagt. Zwar erzählt sie über ihre Kindheit, jedoch gibt sie nur ein paar Passagen zum Besten. Bereits zu Beginn des Buches beginnt sie aber nicht mit ihrer Kindheit, sondern gibt einen direkten Einblick darüber, dass mit ihr einfach etwas nicht stimmt. Von Elektroschock-Therapien ist die Rede, von Alkohol und Drogen, von dem Zwang unter dem sie steht, seitdem sie die Rolle der Prinzessin Leia verkörpert hat, wie es ist von einem schwulen Ehemann sitzen gelassen zu werden oder eben neben einem Toten aufzuwachen. Wie es ist, wenn man berühmte Eltern hat und wer mit wem in Hollywood verkehrt, verwandt und verschwägert ist. Während des Lesens kann man an so vielen Stellen schmunzeln, aber Carrie Fisher schockiert auch. Aber nicht nur durch das, was sie erlebt hat, sondern auch so, wie sie es beschreibt. Offen, ehrlich und ungeschönt. Dabei bekommen aber nicht nur ihre Erlebnisse eine eiskalte Bewertung ihrerseits, sondern auch alle Menschen, denen sie begegnet ist - selbst, wenn es ihre eigene Mutter ist.

Fazit: 
"Das Erwachen der Nacht" ist eine durchaus interessante Biografie. Sie gibt einen Einblick in Carrie Fishers Leben und sie gibt Mut einfach nach vorn zu schauen, denn wenn man zwischen den Zeilen liest, dann ist das Buch nicht nur die reine Wahrheit und eine Art Abrechnung mit sich selbst und der Umwelt, sondern auch ein guter Ratgeber, was man tun könnte, wenn man denn selbst einem der Probleme von Carrie Fisher anheim fallen sollte. Zwischen dem ganzen Erstaunen und Wundern ist man also im Laufe des Buches irgendwann gezwungen sich mit Krankheiten wie Depression und Alkoholkonsum zu beschäftigen und auch darüber hinaus über die Thematik nachzudenken.

Von mir gibt es für diese Biografie eine Leseempfehlung. Wirklich gut gemacht.
 

Informationen: 4/5
Humor: 5/5
Emotionen: 4/5
Spannung: 4/5 

Gesamt: 4/5  

Daten:
Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: mvg Verlag (23. Januar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868826807
ISBN-13: 978-3868826807
Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 1 x 21 cm

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PinkBookLadys avatar

Rezension zu "Vom Erwachen der Nacht" von "Prinzessin Leia" Carrie Fisher

Das verrückte Leben von Carrie Fisher
PinkBookLadyvor 10 Monaten

Der Schreibstil von Carrie Fisher ist sehr humorvoll, an manchen Stellen bissig und sarkastisch und doch sehr flüssig gehalten. Sie erzählt alles  recht schnell   mit einer guten Portion Selbstironie.  


Ehrlich und offen spricht sie Themen in ihrem Buch an und kommt meistens ohne große Umschweife auch zum Punkt.


Man erfährt als Leser Dinge, die man vorher noch nicht unbedingt wußte und nimmt so ein wenig Anteil am Leben der Autorin. Sie tat mir des öfteren Leid, denn einfach hatte sie es bestimmt nicht, grade bei solch berühmten Eltern und einem Vater der die Mutter für Elizabeth Taylor verlässt.


Auf manches hätte sie in dem Buch ein wenig mehr eingehen können, so wie ihre ganzen Eskapaden, das hätte bestimmt den ein oder anderen ebenfalls interessiert.


Jahrelanger Drogenmissbrauch und psychische Problem belasteten die Karriere der recht sensiblen Frau, die zugleich auch als absoluter Prototyp des weiblichen Action-Stars in Hollywood galt.


Fazit: Carrie Fisher  reflektiert hier gekonnt ihr Inneres ohne zu pikante Details aus ihrem Leben zu verraten, ein tolles Buch, welches ich jedem der sich für Carrie Fisher bzw ihr tragisches Leben interessiert!



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