In Buenos Aires macht sich eine Frau auf zum Abendessen mit ihren Freundinnen. Olga, Ema, Patricia und sie: Der dreißigste Dezember gehört ihnen und nur ihnen, schon seit Jahren. Auch wenn dieses Mal alles anders ist. Eine fehlt.
Vier Frauen - vier Freundinnen. Ihr ganzes bisheriges Leben verbindet sie miteinander: eine gemeinsame Kindheit, in der sie stets wie Pech und Schwefel zusammenhielten, kleine Rebellionen während der Schulzeit, die erste Verliebtheit, Ehemänner, Kinder.
Es sind einfache, fast banale Dinge, die ihnen all die Jahre hindurch widerfahren. Doch zwischen den Zeilen des Alltäglichen scheinen auch ihre Träume, Sorgen, Ängste und auch ihre kleinen Verrücktheiten durch. Immer dann, wenn die vier Frauen am wenigsten damit rechnen, zerbricht die Normalität in tausend Stücke und zum Vorschein kommt das Leben. Vielstimmig, bunt und immer überraschend.
Mit leisem Humor und einem feinen Gespür für menschliche Nähe ergründet Ángela Pradelli das rätselhafte, bedingungslose Wesen von lebenslanger Freundschaft.
Wie schon in „Das Haus des Vaters“ besingt Angela Pradelli die unbedeutenden Schönheit des Lebens
Auch „Unter Freundinnen“ ist erneut ein sanftes und durch und durch poetisches Beispiel dafür, wie die erzählende Erinnerung an einen Menschen diesen in den Nachkommen lebendig hält, ihn achtet und wertschätzt. Dieser so gewonnene Schatz bereichert das Leben der Erzählerin und verwandelt ihre Trauer in Freude.
Ein literarisches Kleinod.
Ángela Pradelli
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Unter Freundinnen
Das Haus des Vaters: Roman
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Ema, Olga, Patricia und die Ich-Erzählerin sind Freundinnen aus Kindertagen und haben die Verbindung zueinander nie ganz abreißen lassen. Einmal im Jahr treffen sie sich und trotzen dabei selbst widriger Umstände. Aus den gemeinsamen und den mitgeteilten Erlebnissen ist eine große Nähe entstanden, Freundinnen eben.
Der Roman, in dem Episoden aus dem Leben der vier Freundinnen aneinandergereiht sind, liest sich wie ein Tagebuch, das sie abwechselnd geschrieben haben. Kleine Begebenheiten und prägende Erfahrungen stehen hintereinander. Pradelli erzählt von vier “ganz normalen” Frauen. Sie porträtiert Ema, Olga, Patricia und die Ich-Erzählerin, jede auf ihre Art und gleichermaßen verletzlich und liebenswert.
Dieser Roman der in Buenos Aires lebenden argentinischen Schriftstellerin Angela Pradelli hat wohl auch das Interesse der Lektoren des Züricher Rotpunktverlags gefunden, weil sie in diesem Jahr „writer in residence“ in Zürich ist und so zumindest in der Schweiz einen gewissen Bekanntheitsgrad bekommen hat.
„Das Haus des Vaters“ ist eine aus vielen kleinen Episoden zusammen gesetzte Geschichte einer Annäherung einer Tochter an ihren verstorbenen Vater. Sie beginnt diese ruhigen, stellenweise zärtlichen Erinnerungen, als der Nachbar Ramon, der beste Freund des verstorbenen Vaters vor seinem Haus versucht, einen Baum zu fällen. Die Erzählerin sieht ihm dabei zu und sie kommen sich in den gegenseitig mitgeteilten Erinnerungen an den Vater und Freund näher, der für beide eine Leerstelle in ihrem Leben hinterlassen hat.
Da geht es um die Natur, um Vögel, die Jahreszeiten, aber auch um das Alter und die Endlichkeit des Menschen. Ramon erzählt vom Meer und vom Angeln. Dieser Nachbar und seine Erinnerungen sind für die Erzählerin eine immer stärker werdende Verbindung zu ihrem geliebten Vater.
„Das Haus des Vaters“ ist ein sanftes und durch und durch poetisches Beispiel dafür, wie die erzählende Erinnerung an einen Menschen diesen in den Nachkommen lebendig hält, ihn achtet und wertschätzt. Dieser so gewonnene Schatz bereichert das Leben der Erzählerin und verwandelt ihre Trauer in Freude.
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