Ángeles Doñate Der schönste Grund, Briefe zu schreiben

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Inhaltsangabe zu „Der schönste Grund, Briefe zu schreiben“ von Ángeles Doñate

Ein Wohlfühlroman für alle Liebhaber von Briefen und Büchern und ein Liebesroman der ganz besonderen Art von der spanischen Autorin Ángeles Doñate. Im kleinen spanischen Dorf Porvenir soll die Postfiliale geschlossen werden. Der Postbotin Sara wird ein Job in der Stadt angeboten – fern von ihrer Heimat und den Menschen, die sie liebt. Das aber kann Saras Nachbarin, die 80-jährige Rosa, keinesfalls zulassen: Briefe müssen her, also beginnt sie zu schreiben und bittet den Empfänger, dasselbe zu tun. Schon bald reicht eine Briefkette durch ganz Porvenir, enthüllt Schicksale und Leidenschaften – und füllt die Postfiliale. Eine neue Chance für Sara - und eine neue Liebe?

Eine wunderbare Geschichte über Liebe, Poesie, Briefe schreiben, Geheimnisse und ein kleines Dorf und seine Bewohner.

— Bea-Luca
Bea-Luca

4,5 Sterne: Ein ganz zauberhaftes Buch über die Wichtigkeit des Briefeschreibens und des Zusammenhalts.

— Kleines91
Kleines91

Warmherziges, bewegendes Buch, das mich außerordentlich beeindruckt hat.

— claudi-1963
claudi-1963

wundervolles Werk, das zum nachdenken anregt

— Sturmhoehe88
Sturmhoehe88

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    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    claudi-1963

    claudi-1963

    "Damit du mich nicht vergisst und ich in Gedanken bei dir bin, lies meine Briefe, die dir jeden Tag sagen, dass ich dich liebe. Damit du mich nicht vergisst und unsere Liebe niemals enden wird, überwinde ich jede Entfernung und halte für immer die Zeit an." (Auszug aus dem Buch)Wir befinden uns im heutigen Zeitalter, wo es nicht mehr interessant ist, einander Briefe zu schreiben, sondern man dies alles über die neuen Medien macht. In Porvenir einem kleinen spanischen Dorf soll das Postamt geschlossen werden und Sara die Briefträgerin und alleinerziehende Mutter von drei Kindern, nach Madrid versetzt werden. Als die 80-jährige Rosa, ihre Nachbarin und fast wie eine Mutter zu Sara dies mitbekommt, hat sie einen Plan. Mithilfe einer Briefkette will sie versuchen Saras Arbeitsplatz zu erhalten. Deshalb schreibt sie einen Brief und erzählt ihr dort ihr innerstes Geheimnis und sendet es an das Haus, wo ihre ehemalige Freundin Luisa wohnte. Damit die Briefkette weitergeht, schreibt Rosa den Grund ihres Briefes und warum es wichtig ist diese Kette weiterzuführen. So nimmt die Briefkette ihren Lauf, ohne das Sara lange etwas ahnt, warum auf einmal mehr Briefe auszutragen sind.Meine Meinung:Ángeles Doñate ist mit diesem Buch eine wunderschöne, warmherzige Geschichte gelungen. Dieses Buch ist so realitätsnah wie es nur sein kann, den gerade in unserem Zeitalter sind Briefe immer mehr ins Hintertreffen gekommen. Kaum mehr jemand schreibt einen Liebesbrief, wenn dann eher eine Mail oder eine WhatsApp Nachricht. Die Briefe der Geschichte bringen einen Ball ins Rollen, der Menschen verbindet, Liebe entfacht, Sehnsüchte weckt und Träume verwirklicht. Auch die wunderschönen Zitate die, die Autorin mit einfließen hat lassen und die Erlebnisse der Personen, haben mich sehr berührt. Zitate wie z. B.: "Um einen guten Liebesbrief zu schreiben, musst du anfangen, ohne zu wissen, was du sagen willst, und enden, ohne zu wissen, was du gesagt hast." (JEAN-JACQUES ROUSSEAU) Vor allem die Geschichte um Alex und Alma hat mich am meisten bewegt, weil sie so schön, aber auch traurig war. Dieser gefühlvolle Roman handelt nicht nur von Liebe, nein auch Trauer, Krankheit, Träume, Sehnsüchte und Wünsche spielen eine große Rolle. Natürlich kann man nicht bei allen Personen in die Tiefe gehen, deshalb konzentriert sich dieses Buch intensiv auf ein paar wenige Personen. Auch das Cover mit der Frau auf dem Rad und dem Brief passt sehr gut. Ich danke NetGalley und dem Verlag, das ich dieses einmalige Buch lesen durfte und gebe 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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    claudi-1963

    claudi-1963

    30. July 2017 um 23:57
  • Super Story

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    Sturmhoehe88

    Sturmhoehe88

    20. July 2017 um 21:26

    Inhaltsangabe zu „Der schönste Grund, Briefe zu schreiben“ von Ángeles Doñate Ein Wohlfühlroman für alle Liebhaber von Briefen und Büchern und ein Liebesroman der ganz besonderen Art von der spanischen Autorin Ángeles Doñate. Im kleinen spanischen Dorf Porvenir soll die Postfiliale geschlossen werden. Der Postbotin Sara wird ein Job in der Stadt angeboten – fern von ihrer Heimat und den Menschen, die sie liebt. Das aber kann Saras Nachbarin, die 80-jährige Rosa, keinesfalls zulassen: Briefe müssen her, also beginnt sie zu schreiben und bittet den Empfänger, dasselbe zu tun. Schon bald reicht eine Briefkette durch ganz Porvenir, enthüllt Schicksale und Leidenschaften – und füllt die Postfiliale. Eine neue Chance für Sara - und eine neue Liebe? Meine Meinung Durch seine Warmherzige unterhaltsame Art, hat mich dieser Roman gefesselt und mitgerissen. Zudem ist er wundervoll, herzergreifend und Poetisch gehalten, was dem Roman das gewisse etwas verleiht. Die Aufmachungen der jeweiligen Kapitel, waren wunderbar ebenso der Schreibstil. Dieser Roman eignet sich hervorragen um selber mal etwas nach zudenken. Er entführt die Leser zudem in idyllische Gegenden, macht sie mit den jeweiligen Bewohnern bekannt, die sehr herzlich und liebevoll sind. Rundum ist dieser Roman ein wundervolles Werk, was zum träumen und verweilen einläd. Klare Kauf und Leseempfehlung! 5/5 Sterne

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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    • 2173
    schokoloko29

    schokoloko29

    16. July 2017 um 16:57
  • Das Buch mit den Briefen

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    schokoloko29

    schokoloko29

    07. July 2017 um 09:34

    Sara ist eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern und arbeitet in Porvenir und Spanien als Briefträgerin. Es ist eine kleine überschaubares Städtchen, wo jeder jeden kennt und wo nicht viel passiert. Dann teilt der Chef von Sara ihr mit, dass die Post geschlossen werden soll, da das Arbeitsaufkommen in der Post so gering ist und es sich nicht mehr lohnt sie aufrecht zu erhalten. Stattdessen soll Sara, die ihr ganzes Leben in Porvenir gelebt hat, mit ihren drei Kindern nach Madrid ziehen. Dies gefällt den Leuten in Porvenir nicht und sie beschließen sich anonym Briefe zu schreiben. Dieses Buch soll ein Wohlfühlbuch sein und das ist es. Es geht nicht in die Tiefe. Viele Probleme und Schwierigkeiten werden oberflächlich abgehandelt und wenn es eventuell etwas brenzlig wird, dann stirbt die betreffende Person.Fazit:Es ist ein lockeres Sommerbuch, was einen unterhalten möchte und das tut es auch!

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  • ein herzergreifender und rührender Roman <3

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    Bibilotta

    Bibilotta

    18. June 2017 um 16:55

    Ihr liebt es tolle gefühlvolle Romane zu lesen? Ihr liebt es, wenn eine Geschichte euch bis tief ins Herz berührt? Ihr liebt es, wenn eine Geschichte Gefühle in einem wecken, die man lange nicht gespürt hat? Dann seid ihr mit dem Roman „Der schönste Grund, Briefe zu schreiben“ sehr gut bedient. Dieser Roman ist sehr warmherzig, unterhaltsam und einfach mal wieder was anders – wie alles andere, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Vom ersten Kapitel an, wurde ich mitgerissen und gefühlvoll gepackt. Der Schreibstil ist gefühlvoll, herzergreifend und teilweise wunderschön poetisch. Ich merkte, wie ich oftmals zum Nachdenken angeregt wurde – und manchmal das Gefühl hatte, jetzt einfach einen Brief zu schreiben. Sehr schön sind die Kapiteleinteilungen, die immer mit einem Zitat aus der Weltliteratur beginnen – das wirkt alles sehr poetisch, tiefgründig und verträumt auf mich. Doch das ist noch lange nicht alles. Als Leser durfte ich abtauchen in die Welt von Porvenir. Dort lernte ich die liebevolle Idylle, herzliche Bewohner und eine wunderschöne Geschichte kennen. Man wird hier regelrecht von den Wünschen, Träumen und Gefühlen der Bewohner überrannt – aber auf eine wunderschöne gefühlvolle Art und Weise. So wuchsen diese Figuren mir sehr schnell ans Herz – und ich fühlte mit ihnen. Gespannt und voller positiver Erwartungen lies ich mich also in diese Geschichte fallen – und war hin und weg – ich glaubte auf einer Wolke nur so dahinzuschweben – so fern ab meines Alltags wurde ich hier entführt. Die Charaktere sind einfach nur sehr herzlich, tiefgründig und haben mir mit ihrer ganzen Geschichte sehr gut gefallen. Die Liebesgeschichte hat mich gefühlvoll gepackt und ich war sowas von berührt – über diese Art der Liebeserklärung. Einfach nur traumhaft schön. Nur schweren Herzens verliess ich am Ende der Geschichte diesen wunderschönen Ort und seine wundervollen Bewohner. Die Themen wie Freundschaft und Liebe werden hier wundervoll aufgegriffen und umgesetzt. Welch Wirkung ein Brief so haben kann – das wird hier auch absolut traumhaft umgesetzt und verdeutlicht – und ich habe das Gefühl, dass ich da auch was tun muss. In der heutigen Zeit geht die Wirkung, die Besonderheit eines Briefes, einfach nur unter – und das sollte so nicht sein. Das hat mir diese Geschichte zumindest aufgezeigt.   Fazit „Der schönste Grund, Briefe zu schreiben“ von Angeles Donate ist ein herzergreifender und rührender Roman, der mein Herz so tief berührte, dass ich nur schweren Herzens das Buch beendet.  Sehr poetisch, tiefgründig und mit einer großen Portion Gefühl wird man hier in eine traumhafte Geschichte entführt – die zum Nachdenken anregt. Ich habe die Kulisse, die Charaktere und die Handlung sooo sehr geliebt – es war für mich was ganz besonderes- etwas anderes, nach all den Geschichten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Einfach nur wunderschön !!! Eine gefühlvolle, poetische und gefühlsgewaltige Leseempfehlung

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  • Eine Homage an das geschriebene Wort

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    Dreamworx

    Dreamworx

    05. June 2017 um 12:17

    Den kleinen spanischen Ort Porvenir trifft unvermittelt die Nachricht, dass das bereits 100 Jahre alte Postamt geschlossen werden soll. Die alleinerziehende Postbotin Sara ist schockiert und entsetzt, dass sie nach Madrid versetzt werden soll, ist der Lebensmittelpunkt von ihr und ihrer drei Söhne doch Porvenir. Rosa, die 80-jährige Nachbarin Saras und fast schon ein Familienmitglied, kommt eine Idee, wie man die Schließung eventuell noch verhindern kann und setzt eine Briefkette in Gang, um so die weitere Öffnung des Postamts zu erreichen. Mit den Briefen werden auch alte Rechnungen, alte Sünden, Entschuldigungen und lang gehegt Wünsche offenbart, die bisher nie ans Tageslicht gelangt sind und nur in den Herzen der einzelnen Verfasser schlummerten. Wird es gelingen, dass Sara ihre Stelle behält und mit ihrer Familie in Porvenir bleiben kann? Und wie sieht es mit der Liebe aus?Ángeles Doñate hat mit ihrem Buch „Der schönste Grund, Briefe zu schreiben“ einen wunderschönen, warmherzigen und unterhaltsamen Roman vorgelegt, der von der ersten Seite an mitreißt und ans Herz geht. Der Schreibstil ist flüssig, gefühlvoll und herzerfrischend, dabei poetisch und zum Nachdenken anregend. Die einzelnen Kapitel werden durch wunderschöne Zitate der Weltliteratur betitelt, die hier genau passend gesetzt wurden. Der Leser wird in die kleine Welt von Porvenir und seine Bewohner regelrecht hineingesaugt und findet sich in einer Atmosphäre von Gefühlen, verborgenen Gedanken und Wünschen wieder, die die Seele berühren. Der kleine Ort wird so bildhaft von der Autorin geschildert, dass man sich sofort wohl und wie zuhause fühlt. Auch die einzelnen Bewohner wachsen dem Leser wie Freunde ans Herz. Einen Brief an einen „Unbekannten“ zu schreiben oder auch an jemanden, mit dem einem etwas verbindet, macht dieses Buch so einzigartig, denn der Absender bleibt immer anonym, so dass der Empfänger rätselt, wem er die Zeilen wohl zu verdanken hat. Die Charaktere wurden liebevoll ausgearbeitet und den Situationen genau angepasst. Sie wirken durchweg voller Leben und authentisch. Sara ist eine alleinerziehende Mutter von drei Söhnen, die in Porvenir ein Zuhause hat. Sie liebt ihre Arbeit und den täglichen Kontakt mit ihren Mitmenschen, die sie über die Jahre immer besser kennengelernt hat. Sara ist eine warmherzige Person, die immer ein offenes Ohr und auch eine helfende Hand bietet, wenn sie gebraucht wird. Rosa ist eine alte Dame und die Nachbarin von Sara. Sie hat schon bei deren Geburt geholfen und Sara mit ihren Söhnen ist ihre Familie. Sie hat das Herz am rechten Fleck, muss sich aber noch eine Schuld von der Seele schaffen, die dort seit 60 Jahren liegt. Alma ist in ihrem Herzen eine Dichterin, sie möchte eigentlich nur das Haus ihrer Großmutter verkaufen, doch dann wächst ihr Porvenir ans Herz und bleibt dort. Alex ist ein junger Mann, der von der großen Welt träumt, doch die Krankheit seines Vaters hält ihn am Ort. Auch die anderen Protagonisten bereichern die Handlung mit ihren ganz eigenen kleinen Geschichten und Tragödien.„Der schönste Grund, Briefe zu schreiben“ ist ein literarisches Kleinod, welches das Herz im Sturm erobert und die Seele streichelt. Hier geht es um Freundschaft, Liebe und das Miteinander. Nach der Lektüre greift man einfach zum Füllhalter und tut es den Protagonisten gleich – ein Brief erfreut das Herz und zeigt dem Empfänger, dass man an ihn besonders gedacht hat. Absolute Leseempfehlung für einen Ausnahmeroman!

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  • Briefe sind der schönste Grund, um dieses Buch zu lesen.

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    gsimak

    gsimak

    02. March 2017 um 10:08

    Meine MeinungDieses Buch wird als Wohlfühlroman bezeichnet. Da kann ich nur zustimmen. Gleich am Anfang habe ich die Bekanntschaft mit der 80-jährigen Rosa und der Briefträgerin Sara gemacht. Die rothaarige Sara weiß nicht, wie lange sie noch als Postbotin in dem beschaulichen Örtchen Porvenir arbeiten darf. Sie soll nach Madrid versetzt werden.Rosa und Sara sind dicke Freundinnen. Die alte Dame hat vor fast 40 Jahren Sara auf die Welt geholfen. Rosa hat eine zündende Idee, wie man Saras Versetzung nach Madrid verhindern könnte. Ein Kettenbrief muss in Gang gesetzt werden. Die Postmenge muss unbedingt in die Höhe schnellen.Diese Thematik hat mich sehr interessiert. Ich denke, in jeder Stadt und in jedem Ort,  werden Postfilialen geschlossen. Leider oftmals ohne Rücksicht auf Menschen, die auf diese Ämter angewiesen sind.Die Autorin erzählt sehr warmherzig. Die Protagonisten wachsen einem ans Herz. Ich konnte mit Sara richtig mitfühlen. Sie wollte Porvenir nicht mit ihren drei Kindern verlassen. In diesem Ort, wo jeder jeden kennt und Nachbarschaftshilfe groß geschrieben wird, fühlt sie sich wohl. Sarah hat eine Chatt-Bekanntschaft, bei der sie sich immer alles von der Seele schreiben kann.Rosa trägt ein tragisches Geheimnis in sich. Sie ist auch die erste, die mit der Briefkette beginnt.Eigentlich handelt es sich in diesem Roman nicht nur um Briefe. Vielmehr schreiben sich die Bewohner von Porvenir ihr Leid von der Seele. Dies passiert in einer wundervollen, teils poetischen Sprache und anonym. Manchmal dachte ich mir, nun ist die Kettenbrief-Aktion gescheitert. Nicht jeder, der solch einen Brief erhalten hat, ist der große Briefschreiber. Nicht jeder konnte spontan sein Herz öffnen. >>Ungesagte Worte sind wie Anker, die uns an die Tiefe ketten.<< (Seite 16)Ich durfte mit vielen liebenswerten Menschen Bekanntschaft machen. Allen voran konnte mich die ruppige Dichterin Mara Polsky für sich einnehmen. Die Wahl-Amerikanerin hat sich wie eine Einsiedlerin in Porvenir verschanzt. Wenn auch die Einfälle zum Dichten bei ihr rar geworden sind, kommt sie doch in den Genuss,  einen besonderen Fan kennen zu lernen. Unter der rauen Schale der betagten Lady, befindet sich ein weiches Herz. Bei einer bestimmten Szene musste ich Tränen lachen. Frau Dichterin verfügt über einen exzellenten Humor.Alma und Alex verleihen der Geschichte etwas Zartes. Sie bringen das Leserherz zum Überlaufen. Beide haben eine zündende Idee, welche Porvenir bereichern dürfte.Eine begnadete Köchin, die nicht schreiben kann, versorgt Porvenir mit leckeren Gerichten und ihrer mütterlichen Art.>>Kochen ist, wie ein Bild zu malen.<< (Seite 115)Keine Angst! Zu brav ist die Geschichte nun auch wieder nicht. Käme man sonst in Berührung mit einer Sex-Hotline?                                           FazitBriefe können unheimlich berühren. Das geschriebene Wort ist durch keine Mails zu ersetzen.Briefe sind der schönste Grund, dieses Buch zu lesen.Briefe ermöglichen es uns, eine warmherzige Dorfgemeinschaft kennen zu lernen.Briefe ermöglichen uns, geheimste Sehnsüchte und Wünsche, in Worte zu fassen.Briefe geben uns die Möglichkeit, einen geliebten Menschen um Verzeihung zu bitten."Der schönste Grund, Briefe zu schreiben" handelt von Menschen, die mit ihren geschrieben Worten helfen wollen. Da dies ein Roman ist, beschäftige ich mich nicht mit der Frage, ob ein Kettenbrief Wunder vollbringen kann. Aber eins weiß ich: Wie versprochen erzeugt er ein Wohlgefühl! Der Schreibstil ist flüssig und jedes Kapitel beginnt mit einem Vers.Ich habe mich sehr, sehr wohl gefühlt.Mein Lieblingszitat: Ich schreibe Gedichte, weil ich nicht anders kann. Wenn ich wach bin, träume ich von Worten. wenn ich schlafe, schreibe ich sie.<< (Seite 47/48)Ich gratuliere Ángeles Doñate zu ihrem Debüt.Mein Dank geht an Andrea Koßmann, durch die ich auf dieses Buch aufmerksam geworden bin.

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  • Rezension zu "Der schönste Grund, Briefe zu schreiben"

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    ElkeK

    ElkeK

    26. February 2017 um 06:19

    Inhaltsangabe: Das Postamt im kleinen spanischen Dorf Porvenir soll nach über 100 Jahren geschlossen und die Postbeamtin Sara nach Madrid versetzt werden. Weder Sara noch den übrigen Dorfbewohnern -insofern sie es wissen- sind von der drohenden Versetzung begeistert. Ihre sehr betagte Nachbarin Rosa hat plötzlich eine Idee: Sie beginnt einen Kettenbrief in dem beseelten Wunsch, dass Sara doch noch in Porvenir bleiben darf. Ohne Absender verschickt Rosa einen Brief in ein schon lange leerstehendes Haus und just zu dieser Zeit flieht die junge angehende Poetin Alma in dieses Dorf. Ihre Großmutter hatte ihr das Haus hinterlassen und um sich in Ruhe Gedanken über ihre Zukunft zu machen, will sie ein paar Tage dort verweilen. Nicht nur der Kettenbrief berührt sie bis ins Innerste, auch die Bekanntschaft zum jungen Mann Alex lässt ihr Herz höher schlagen. Und Porvenir kämpft schließlich um die einzige Postbeamtin, die es hat und dabei werden Ereignisse in Gang gesetzt, die die Menschen in dem kleinen Dorf für immer verändern. Mein Fazit: Cover und Klappentext sprachen eine eindeutige Sprache für mich – es reizte mich sehr, als unsere Gisela es zur Leserunde vorschlug. Also war es nahezu abgemachte Sache. Das Cover ist wirklich schön gestaltet. Eine scheinbar junge Frau auf einem Fahrrad, welches einen ungepflasterten Weg entlang fährt, ist in weichen Farben abgebildet. Ein Briefumschlag liegt auf dem Boden. Es riecht nahezu an (Familien-)Geheimnissen. Und es gibt eine Menge Geheimnisse in diesem Buch. Und genauso viele Briefe! Rosa hat von der drohenden Versetzung ihrer jungen Nachbarin erfahren. Rosa hatte damals bei Saras Geburt geholfen. So hat sie zu der jungen alleinerziehenden Mutter von drei Kindern eine besondere Beziehung. Und da sie noch eine schmerzliche Wunde im Herzen hat, tut sie das, was naheliegt: Sie schreibt einen Brief und bittet den Empfänger, es ihr gleich zu tun. Nebenbei hat sie von ihrer tiefen Schuld und ihren seit über 60 Jahren schwelenden Konflikt in ihrer Seele geschrieben. Obwohl sie nicht weiß, ob und wer den Brief bekommt, hat sie ihre Seele offenbahrt. Und um so etwas ähnliches bittet sie auch den Empfänger des Briefes, denn sie möchte das Postamt in dem kleinen Dorf retten. Alma ist von ganzem Herzen Poetin. Sie möchte am liebsten den ganzen Tag Gedichte schreiben. Doch bislang hat sie damit kein Geld verdienen können und ihre Eltern bedrängen sie, sich endlich zu entscheiden, was sie in Zukunft machen will. Und so flüchtet sie in das Haus ihrer Großmutter in Porvenier. Sie hat es geerbt und glaubt, als vorübergehende Lösung dort wohnen zu können, bis ihre Ersparnisse aufgebraucht sind. Doch dann trifft sie auf Alex. Alex ist ein leidenschaftlicher Entdecker und Abenteurer – in seiner Fantasie. Denn die Krankheit seines Vaters verhinderte bisher, dass er verreisen kann. Während seine ganzen Freunde in die Ferne gezogen sind, blieb er in dem kleinen Dorf an der Seite seines Vaters. Dann trifft er auf Alma und ihrer beider Leben verändert sich – nicht nur durch die Briefkette. Es gibt einige wichtige Figuren in diesem Buch, doch Rosa, Alma, Alex und die Postbeamtin Sara spielen hier die Hauptrolle. Dabei sind die Handlungsstränge vorerst getrennt (auch die der Briefe), aber sie werden immer weiter ineinander verwoben. Dabei konnte ich einige berührende Briefe lesen, die von Schicksalen berichteten, die es realistisch gesehen überall gibt, in Porvenir treffen sie aber mit aller Macht und Konzentration aufeinander. Es werden traurige wie auch berührende Geschichten erzählt, mit Poesie und einer unübersehbaren Liebe zur Sprache. Der Stil der Briefe ist in allen nahezu gleich, was auch gleichzeitig ein kleiner Kritikpunkt ist: Denn nicht jeder Mensch kann solch‘ schöne Briefe schreiben. Da hätte ich mir gewünscht, den Stil des Briefes an die Person entsprechend anzugleichen. Die Autorin besitzt eine große Liebe zur Literatur. Sehr viele Zitate von großen Schriftstellern, Poeten und anderen wichtigen Persönlichkeiten sind enthalten. Ich kenne noch nicht einmal einen Bruchteil dieser Zitate. Und dann erst diese vielen Zitate aus Liebesbriefen, das ist wirklich sehr bemerkenswert. Alle wichtigen Figuren werden sehr liebevoll gezeichnet. Sie entwickeln sich kontinuierlich weiter. Das kleine Dorf erwachte vor meinem inneren Auge zum Leben, manchmal glaubte ich fast, ich säße zwischen den ganzen Menschen und würde mir ihre Geschichten anhören und sie mit Lächeln oder Seufzen begleiten. Und zum Ende mutet es etwas kitschig an, ich empfand es jedoch nicht so. Es passte alles wunderbar zusammen und ich hatte an der einen oder anderen Stelle Pipi in den Augen. Ein Buch, dass mich wirklich sehr bewegt und gefesselt hat und mich überlegen ließ, auch mal einen Kettenbrief zu starten. Einfach so, um zu testen, wer heutzutage überhaupt noch handschriftliche Briefe schreibt und dabei sein Innerstes nach außen kehrt. Dieses faszinierende Werk erhält fünf Sterne mit einer unbedingten Lese-Empfehlung.

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  • Eine Briefkette, die ein Dorf verbindet

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    ConnyKathsBooks

    ConnyKathsBooks

    22. February 2017 um 12:39

    "Schreib einen Brief. Es ist völlig egal, ob er kurz oder lang, gut oder schlecht geschrieben ist. Und schick ihn dann an jemanden, der auch in diesem Dorf lebt..." (S. 23)Porvenir, ein kleines spanisches Dorf: Nach über 100 Jahren soll das örtliche Postamt geschlossen und Briefträgerin Sara nach Madrid versetzt werden. Denn niemand schreibt mehr Briefe! Doch die 80jährige Rosa, welche Sara schon seit ihrer Geburt kennt, hat eine großartige Idee. Eine anonyme Briefkette soll helfen, Saras Arbeitsplatz zu retten. Und so schreibt Rosa ihren ersten Brief und setzt damit eine Welle der Solidarität in Gang, welche das Dorf und seine Bewohner fest miteinander verbindet. "Niemals wird eine Träne eine E-Mail verwischen." (José Saramago, S. 35) "Der schönste Grund, einen Brief zu schreiben" ist das gelungene Debüt von Ángeles Doñate. Eine berührende Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt und eine Hommage ans Briefeschreiben, die mich sofort angesprochen hat. Denn ich schreibe selbst noch viele Briefe und Postkarten in alle Welt. Eine handschriftliche Botschaft ist doch immer etwas Besonderes und mit einer E-Mail nicht zu vergleichen, obwohl ich deren Vorzüge auch zu schätzen weiß. "Einen Brief zu schreiben ist ein guter Weg, um irgendwohin zu reisen, ohne etwas zu bewegen, außer dem Herzen." (Phyllis Theroux, S. 263) Ich habe den Weg der Briefe durch Porvenir gern verfolgt, geben die jeweiligen Schreiber doch sehr persönliche Dinge in ihnen preis. Da ist zum Beispiel Rosa, welche seit ihrer Jugend unter Schuldgefühlen leidet, Alma aus Madrid, deren Großmutter ihr ein Haus in Porvenir vererbt hat, Álex, der aufopferungsvoll seinen kranken Vater pflegt und vom Reisen träumt oder Mara Polsky, eine berühmte amerikanische Dichterin mit Schreibblockade. Alle werden durch die Briefe auf einzigartige Weise verbunden. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, denn es entwickeln sich gleich zwei zarte Liebesgeschichten, die mein Herz erwärmt haben. "Alles, was wir von der Liebe wissen, ist, dass Liebe alles ist." (Emily Dickinson, S. 316) Das Ganze ist in einer wunderbar flüssigen und sehr angenehmen Sprache geschrieben und die Seiten flogen nur so dahin. Viele treffende und schöne Zitate aus der Weltliteratur zum Thema Liebe, Bücher oder Glück machen die Geschichte zu einem richtigen Poesie-Erlebnis. Einzig bei den Briefen hätte ich mir ein wenig mehr stilistische Abwechslung und Authentizität gewünscht, denn die Schreiber sind doch recht verschieden. "Der beste Tag, um glücklich zu sein, ist heute, Alma. Alles, was wir auf später verschieben, werden wir vielleicht nicht mehr erleben." (S. 338) Gegen Ende steigt zwar der Kitschfaktor leicht an und es warten gleich mehrere Happy Ends auf den Leser, doch das hat mich hier nicht weiter gestört. Denn in Porvenir ist eben alles möglich, fast wie im Märchen. Insgesamt kann ich daher "Der schönste Grund, einen Brief zu schreiben" sehr empfehlen. Eine zu Herzen gehende und wundervolle Wohlfühlgeschichte, für die ich knappe 5 Sterne vergebe. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman der spanischen Autorin!

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  • gluehbuechlein's Rezension zu 'Der schönste Grund, Briefe zu schreiben' von Ángeles Doñate

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    gluehbuechlein

    gluehbuechlein

    14. September 2016 um 18:32

    Hallo meine Lieben, soeben bin ich mit diesem schönem Buch fertig geworden & möchte euch nun meine Eindrücke schildern. Zunächst muss ich sagen, ist dieses Buch ein totaler Eyecatcher für mich gewesen. Das alte Fahrrad auf dem ein Mädchen in einem sattem grünfarbenen Kleid abgebildet ist regt die Phantasie an, da man weder Gesicht noch Haltung erkennen kann.Außerdem befindet sich auf diesem Cover ein Brief am Wegesrand.Ich für meinen Teil habe mich sofort gefragt was es mit diesem wohl auf sich haben könnte. 😊 Die Geschichte spielt sich ab in einem kleinen spanischen Dorf. Porvenir. Dort erbt eine junge Frau namens Alma ein Haus ihrer Großmutter, zu dem sie zunächst 'flüchtete'.Sie flüchtete vor den Erwartungen ihrer Eltern. Dort angekommen entdeckt sie die Vergangenheit ihrer verstorbenen Großmutter & die Reise durch die Zeiten beginnt. Mein absolutes Lieblingskapitel war Kapitel 28. 😍 So viele schöne Worte - ich war sprachlos. Spannung. Emotionen. Herzschmerz. Liebe. Abenteuer. All das bietet dieser wundervolle Roman. Einen Stern Abzug bekommt dieses Buch jedoch, aufgrund des zähen Anfangs.Doch das tut dem Buch nicht weh, denn wer erstmal auf den Geschmack gekommen ist, findet dieses Buch sehr gelungen. 😊😊 Liebe Grüße euer gluehbuechlein

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  • Eine Liebeserklärung an das Leben, an die Liebe, an die Literatur

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    MyriamErich

    MyriamErich

    10. August 2016 um 11:50

    Liebe Angeles Donate, "Schreib einen Brief.", so heißt es auf etlichen Seiten in einem der anmutigsten Romane, die ein Leser zwischen die Finger bekommen kann. "Schreib einen Brief. Es ist völlig egal, ob er kurz oder lang, gut oder schlecht geschrieben ist." Denn was wirklich zählt, ist, dass er mit Liebe geschrieben ist, die Worte mit Sorgfalt gewählt. "Und schicke ihn dann an jemanden (...). Selbst wenn du diese Person, die diesen Brief erhält, nicht kennst (...)." Was bewegt Menschen dazu, Briefe zu schreiben? Welches ist der schönste Grund, einen Brief aufzugeben? "Einen Brief zu schreiben ist ein guter Weg, um irgendwohin zu reisen, ohne etwas zu bewegen außer dem Herzen." Denn wer schreibt, schüttet seine Seele aus, ganz gleich ob vor Freunden oder Fremden. Und so nutzt ein jeder Charakter in diesem Roman das Briefeschreiben auf seine Weise. Von Liebeserklärungen über Dankesschreiben bis hin zu Reflexionen des eigenen Lebens, man schreibt über die Vergangenheit, über das was war und vielleicht schon längst vergessen ist. Andere vertrauen ihren Lesern ihre Sorgen und Ängste an. Dabei wird klar: Einer der schönsten Gründe, Briefe zu schreiben, ist der, in sich zu gehen, sich selbst besser kennenzulernen, sich jemandem anzuvertrauen, sich nach außen hin zu öffnen, jemand Fremdes in sein Inneres sehen zu lassen. "Auf diese Art werden wir alle zusammen eine Kette aus Worten knüpfen, die so lang ist, (...), und so fest, dass niemand sie zerreißen kann." Denn Schreiben verbindet, knüpft neue, enge Freundschaften, vereint, was getrennt war und zusammengehört. Das Schreiben berührt. Nicht nur einzelne Seelen, die aus dem Herzen heraus schreiben, sondern auch ihre Leser. Und so ergeht es nicht nur den Protagonisten im Roman, nein, auch der Leser des Romans fühlt sich als Teil dieser Kette, nimmt Anteil an dem Schicksal einzelner Charaktere, lebt, lacht und leidet mit ihnen. Denn Worte verbinden. Nicht nur die Protagonisten, sondern auch Autor und Leser. "Briefe sind Zeugnisse des täglichen Lebens.", und sollten es auch bleiben, denn wie sähe eine Welt aus, in der Worte nur noch lieblos im virtuellen Raum umherwandeln? Somit ist der Roman eine Liebeserklärung an die Literatur. Dies wird einerseits durch die Hauptthematik deutlich, andererseits jedoch auch durch die liebevoll ausgewählten Zitate aus der Literatur, die so passend in den Text integriert wurden. Zum Schluss nur ein paar dankende Worte: Liebe Angeles, vielen Dank dafür, dass du uns mit deinem Werk daran erinnerst, wie wichtig Freundschaft sein kann. Und wie fest, wenn man sie nur richtig knüpft und an sie glaubt. Danke, dass du die Tradition des Briefeschreibens wieder ins Gedächtnis vieler Menschen rufst, denn gerade in Zeiten der modernen Telekommunikation geht es doch wieder darum, sich zu besinnen und vielleicht auf altes zurückzugreifen. Eine begeisterte Leserin

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  • Der schönste Grund, Briefe zu schreiben - Ángeles Doñate

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    nef

    nef

    04. August 2016 um 16:36

    Inhalt:Porvenir, Spanien. Sara erhält eine Nachricht die wohl jede alleinerziehende Mutter von drei Söhnen schockieren würde: ihr Arbeitsplatz soll abgebaut werden. Sara ist die einzige Postangestellte in Porvenir und die Zentrale in Madrid hat festgestellt, dass der Briefverkehr nicht ausreichend ist um eine ganze Stelle zu besetzen. Somit droht Sara der Umzug nach Madrid. Sie würde alles verlieren was sie kennt, ihre gewohnte Umgebung, ihr geliebtes Elternhaus und ihre treue Freundin Rosa, die unter ihr wohnt. Saras Tage scheinen gezählt zu sein, doch dann hat die Postbotin plötzlich immer mehr Briefe die sie zustellen muss. Und das kuriose daran: alle ohne Absender. Was da wohl dahinter steckt?Rosa steckt dahinter. Die 80jährige will es nicht hinnehmen, dass man ihr Sara nimmt und so startet sie eine Briefaktion, mit der sie eine Wunde der Vergangenheit schließen will. Sie schreibt einen Brief an eine einsame Adresse. Auf dem Umschlag steht nur die Empfängeradresse, der Inhalt eine Erklärung die viele Jahre zu spät kommt. Rosa weiß nicht ob ihr Brief den richtigen Empfänger findet, aber sie hofft, dass zumindest irgendjemand ihre Mission fortführt.Und Rosas Bitte wird erhört.Die junge Alma findet den malvenfarbenen Briefumschlag, der an ihre Großmutter adressiert ist. Warum? Wer sollte ihr nach so langer Zeit an diese Adresse einen Brief schreiben? Alma ist neugierig und öffnet den Brief. Erst ist sie wütend, aber je länger sie liest und je mehr sie die Worte versteht, desto verbundener fühlt sie sich der Schreiberin. Und sie beschließt die Kette weiter zu führen, an eine ganz besondere Person.Nicht jeder der Empfänger kennt Sara, die rothaarige Postbotin und doch führt jeder für sich die Aufgabe fort. Um Teil eines Ganzen zu werden, um Träume zu erfüllen und oft einfach nur weil es eine Aufgabe ist, die man bewältigen kann.Meinung: In 'Der schönste Grund, Briefe zu schreiben' geht es ums Schreiben, um das Wort an sich und um die Sprache die auf so einfach Weise so viele komplizierte Dinge ausdrücken kann. Aber in erster Linie geht es um Freundschaft. Den Ursprung mag die innige Freundschaft von Rosa zu Sara bilden, doch die Botschaft geht viel weiter. Mit jedem neuen Brief lernt man eine andere Person aus dem kleinen Ort Porvenir kennen und fühlt mit ihr.Ich persönlich bin ein leidenschaftlicher Briefeschreiber der alten Schule - ein Blatt Papier, ein Federhalter und Tinte. Das ist die Ausstattung, die für mich dazu gehört. Und natürlich der Wunsch einen anderen Menschen an meinem Leben teil haben zu lassen. So ähnlich ergeht es auch den verschiedenen Protagonisten des Buches. Jeder teilt etwas Persönliches mit einer wildfremden Person und bittet diese, die Kette an Briefen zur Rettung des Postamtes weiter zu führen.Neben diesem Hauptplot entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte zwischen Alma und einem jungen Mann aus dem Dorf. So gibt es nicht nur eine Aneinanderreihung von Briefen und neuen Personen sondern auch einen Faden der alles zusammenhält.Ich bin durch Zufall auf dieses Buch gestoßen und habe es mir dann, neugierig wie ich bin, aus der Bibliothek ausgeliehen und es hat mich durchaus unterhalten und überzeugt. Einzig die vielen Textschnipsel aus Gedichten und Versen waren nicht so meins und haben mich teilweise die Seiten überfliegen lassen.Die eigentliche Geschichte ist wunderschön und so kann ich dieses Buch all jenen empfehlen, die eine besondere Vorliebe für das geschriebene Wort haben.

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  • Briefe für einen guten Zweck

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    Sookie70

    Sookie70

    28. July 2016 um 20:26

    Sara ist Briefträgerin in einem spanischen 1000-Seelen-Dorf und aufgrund des nachlassenden Postaufkommens in Gefahr, ihren Job zu verlieren. Rosa, die eine alte Last mit sich herumträgt, startet eine eigenwillige Initiative: Sie schreibt einen Brief. Damit beginnt eine unglaubliche (und teilweise wirklich ein wenig weit hergeholte) Verkettung von Schicksalen und der Vergangenheit mit der Gegenwart. Das Happy-End der Briefkette ist vorhersehbar und unausweichlich. Insgesamt ein netter, leichtgängiger Gute-Laune-Liebes-und-Freundschafts-Roman mit vielen schönen Zitaten aus der Litertur, ein Plädoyer für das Analoge, bei dem aber leider auch einige Sinnfragen offen bleiben...

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  • Rezension zu "Der schönste Grund, Briefe zu schreiben" von Angeles Donate

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    Tintenklex

    Tintenklex

    22. June 2016 um 19:48

    "Der schönste Grund, Briefe zu schreiben" hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte erzählt von einer Postbotin, die in die Großstadt versetzt werden soll, weil sich ein Postamt auf ihrem Dorf nicht mehr lohnt. Um das zu verhindern starten die Dorfbewohner eine Kette aus anonymen Briefen, die mehr als nur ein Leben verändern. Dieses Buch hat alles, was man sich an einem guten Roman nur wünschen kann: Liebenswerte Charaktere, Freundschaft, Romantik, ein bisschen Schmerz und ganz viel Literatur. Geschickt werden die Briefe der Dorfbewohner in deren Geschichten und die Rahmenhandlung eingebettet, ohne dass ein Element Überhand nimmt oder zu Kurz kommt. Als Leser fühlt man sich den Dorfbewohnern ganz nah, während sie sich Kapitel für Kapitel gegenseitig näher kommen und besser kennen lernen. Man fühlt richtig mit ihnen und möchte gar nicht aufhören zu lesen. Alle, die die Magie selbstgeschriebener Briefe noch nicht ins Reich der Mythen abgeschoben haben, werden dieses Buch lieben.

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  • Ein sehr ruhiger, nachdenklich machender Roman

    Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
    peedee

    peedee

    10. June 2016 um 22:37

    Die alte Poststelle im spanischen Porvenir soll geschlossen werden und Sara, die Postbotin und alleinerziehende Mutter, soll nach Madrid versetzt werden. Eine Katastrophe – nicht nur für Sara und ihre Kinder, sondern auch für die achtzigjährige Rosa, die seinerzeit geholfen hat, Sara auf die Welt zu holen und seither zur Familie gehört. Aber Rosa will nicht kampflos aufgeben: Sie eröffnet mit einem seit Jahrzehnten fälligen Brief eine Briefkette innerhalb Porvenir, nur damit die Poststelle nicht geschlossen wird. Kann das funktionieren?Erster Eindruck: Ein schönes Cover mit einer Frau auf einem alten Fahrrad und einem auf dem Boden liegenden Brief. Ein praktisches grünes Lesebändchen.Wer schreibt heutzutage noch Briefe? Leider immer weniger Menschen. Auch ich gehöre dazu, schreibe aber immerhin noch ausführliche Glückwunschkarten oder auch gerne Gedichte in Mundart zu einem besonderen Anlass. Die Sprache ist mir sehr wichtig. Durch das Lesen dieses Buches wurde ich an frühere Brieffreundschaften erinnert: Als ich noch zur Schule ging, pflegte ich viele Jahre Brieffreundschaften mit anderen Kindern. Aber irgendwann wurden die Briefwechsel weniger und hörten dann ganz auf. Eigentlich schade.Durch die Briefe im Buch erhält man Einblick in die Lebens- und Leidensgeschichten einzelner Ortsbewohner. Die Briefe reissen die jeweiligen Empfänger aus der täglichen Routine heraus; niemanden lassen die erhaltenen Zeilen kalt. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben, so dass ich ein gutes Bild vor Augen hatte. Für Sara ist es überraschend, plötzlich vermehrt Briefe auszutragen.Das Buch beinhält viele wunderbare Zitate. Aber am wichtigsten finde ich diese Passage: „Der beste Tag, um glücklich zu sein, ist heute […]. Alles, was wir auf später verschieben, werden wir vielleicht nicht mehr erleben. Wer weiss, was in einer Woche mit uns sein wird?“ Ja, das ist so wahr… und doch ist man sich dessen viel zu selten bewusst.Das Buch ist ein sehr ruhiger, nachdenklich machender Roman. Für mich hat er ein paar unnötige Längen und zudem ist für mich die Idee, mittels einer Briefkette im kleinen Ort das Postamt zu retten, eine arg romantische – wenn nicht gar naive – Idee. Nichtsdestotrotz wird durch diese Briefkette etwas in Gang gesetzt, was für die Beteiligten nicht abzuschätzen war. Es geht um Liebe, Verlust, Krankheit, Träume, Poesie, Freundschaft… Von mir gibt es 4 Sterne.

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