Zimmer Nr. 10

von Åke Edwardson 
3,6 Sterne bei76 Bewertungen
Zimmer Nr. 10
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Positiv (47):
Barbara62s avatar

Mir hat an diesem typischen Schwedenkrimi gefallen, dass das Warum wichtiger ist als das Wer.

Kritisch (10):
S

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Inhaltsangabe zu "Zimmer Nr. 10"

In einem verrufenen Hotel mitten in Göteborg findet die Polizei eine junge Frau, Paula: Sie wurde erhängt.Wenig später wird auch Paulas Mutter ermordet und für Kommissar Erik Winter rückt ein Indiz in den Mittelpunkt der Ermittlungen: Beide Leichen haben eine weißbemalte Hand. Als er einen Zusammenhang zu einem Verbrechen herstellt, das 20 Jahre zurückliegt, gerät Winter plötzlich selbst in Gefahr.

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548283968
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:09.12.2011
Das aktuelle Hörbuch ist bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mir hat an diesem typischen Schwedenkrimi gefallen, dass das Warum wichtiger ist als das Wer.
    Zurück in die Vergangenheit

    Es ist bereits der siebte Band um den Göteborger Hauptkommissar Erik Winter in seinen teueren Designeranzügen und mit seiner Zigarillosucht, aber er eignet sich gut für einen Einstieg in die Reihe, weil der aktuelle Fall bis in Winters Anfänge bei der Polizei zurückreicht.

    Wegen einer beruflichen Sinnkrise möchte Winter für ein halbes Jahr pausieren und dieses mit Freundin und Töchtern an der Costa del Sol verbringen. Er steht deshalb bei den Ermittlulngen im Mordfall um eine junge Frau, die erhängt im Zimmer Nummer 10 in einem schäbigen Göteborger Hotel gefunden wird, unter Zeitdruck. Eltern, Freundin und Bekannter können oder wollen nichts über die zurückgezogen lebende Frau sagen. Die Situation erinnert Winter an seinen ersten Fall vor 18 Jahren, in dem eine junge Frau spurlos verschwand. Die Ermittlungen verliefen im Sande, aber die Suche endete genau in diesem Hotelzimmer, in dem sie zuletzt übernachtet hatte.

    Winter glaubt nicht an Zufälle, sein Bauchgefühl sagt ihm, dass es einen Zusammenhang geben muss. Er hat es nie verwunden, dass er als Anfänger dem Ehemann der Verschwundenen nicht gewachsen war und sieht nun seine Chance für eine Wiedergutmachung. Mehr und mehr taucht er in die Vergangenheit ein...

    Mir hat an diesem Krimi gefallen, dass das Warum wichtiger ist als das Wer. Allerdings ist eine gehörige Portion Konzentration nötig, um die abrupten Zeitsprünge mitzugehen. Alles in allem ein typischer Schwedenkrimi, etwas melancholisch, aber toll konstruiert, spannend und intelligent.

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    R
    R-E-Rvor 6 Jahren
    Rezension zu "Zimmer Nr. 10" von Ake Edwardson

    Im heruntergekommenen Hotel Revy wird die Leiche einer erhängten jungen Frau gefunden. Einen Selbstmord können die Ermittler ausschließen, denn der Toten wurde nachträglich eine Hand bis zum Ellbogen weiß lackiert. Kommissar Eric Winter erinnert sich an einen ungelösten Fall vom Anfang seiner Laufbahn. Damals war eine junge Frau verschwunden. Auch sie hatte eine Nacht im Zimmer Nr. 10 desselben Hotels übernachtet. Besteht ein Zusammenhang zwischen der ermordeten Paula Ney und der vor fast zwanzig Jahren verschwundenen Ellen Börge? Winter und sein Team tappen lange im Dunkeln, bis die Stücke aus der Erinnerung mit den aktuellen Ergebnissen dem Aufklärungspuzzle einen Sinn geben. As es soweit ist, wird es für Winter sehr gefährlich.

    Ake Edwardson steht für anspruchsvolle Kriminalliteratur. Sein Kommissar Winter ist ein eher sperriger Typ, mit dem man sich nicht sofort (wenn überhaupt) anfreundet. Seine Vorliebe für handgefertigte Schuhe und Maßanzüge wirken oft deplaziert. Seinen Snobismus hat der Autor durch die Zugabe einer Frau und zwei Töchtern in den letzten Romanen abgemildert. Der Hang exklusive Zigarillos zu rauchen, seltenen Single Malt Whisky zu trinken und Jazz von John Coltrane zu hören wirkt zwar eigen, macht ihn aber auch etwas menschlicher.

    Winter ist ein Grübler. Der Eifer seine Fälle zu lösen wird von seinem Ehrgeiz beflügelt und nicht von seiner Nächstenliebe. Gerade dieser Ehrgeiz aber wandelt sich im vorliegenden Fall und macht diesen für ihn umso schwieriger. “Winter glaubte es tatsächlich. Noch vor einigen Jahren hätte sein Ehrgeiz ihm die Erkenntnis verbaut. Aber in der letzten Zeit hatte sich sein Ehrgeiz in Grenzen gehalten. Eine Müdigkeit hatte von ihm Besitz ergriffen, die er so noch nie zuvor empfunden hatte. Es war nicht die Familie, nicht die kleinen Kinder. Er selbst war die Ursache, seine Art, sich bei der Arbeit anzutreiben. Er konnte nicht loslassen.”

    “Zimmer Nr. 10” ist ein Roman, der als Krimi kaum in Fahrt kommt. Hier steht das Verbrechen allenfalls in zweiter Reihe und wirkt, was das Motiv betrifft, sehr bemüht und konstruiert. Winter dagegen ist an einem Punkt angekommen, der ihn über sein Leben und das bisher erreichte nachdenken lässt. Immer wieder mischen sich seine Erinnerungen, in die ohnehin nur schleppend voran gehenden Ermittlungen. Seitenlange Dialoge und gedankliche Monologe ermüden, weil einfach nichts voran geht. Empfindungen aus dem jetzt und Erlebnisse aus der Vergangenheit (und umgekehrt) wechseln sich ohne Hinweis ab. Oft kann man erst nach einigen Seiten erkennen, in welcher Zeit die Handlung gerade spielt. Das verwirrt. Die ständigen Ja/Nein/Ja/Nein Antworten die Winter sich selbst bei jeder Gelegenheit zu geben pflegt sind eine weitere Eigenart, die beim Lesen lästig fällt. Literarischer Anspruch hin oder her. Meiner Meinung nach fehlt dem Roman das, was jeder Krimi haben sollte: Spannung.

    Das zugrunde liegende Rätsel, dass am Ende zuverlässig gelöst wird, ist eher psychologisch kompliziert als spannend. Die menschlichen Befindlichkeiten der Ermittler und Protagonisten, sind psychologisch aufschlussreich aber wenig fesselnd. Midlifecrisis bleibt Midlifecrisis, egal wie elegant man darüber schreibt. Gut, wenn man sich als Leser damit auseinandersetzen will. Schlecht, wenn man eigentlich “nur” einen unterhaltsamen Krimi zur Ablenkung lesen möchte.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Zimmer Nr. 10" von Ake Edwardson

    Inhalt:
    s. LB
    ** ** ** ** ** ** ***
    Schreibstil:
    Keine Besonderheiten.
    ** ** ** ** ** ** ***
    Quintessenz:
    Der Anfang ist gut nach zu vollziehen, doch dann wird die Gegenwart so sehr mit der Vergangenheit verknüpft, vor allem so undeutlich, so unmerklich, dass es für mich "schwammig" wurde.
    Zum Ende hin verlagert sich alles wieder in die Gegenwart und es endet knapp für Winter und für mich als Leser wieder einmal ziemlich unspektakulär.
    Das finde ich überhaupt beim Autor deutlich: Ein unglaublicher Aufbau der Geschichten, Verstrickung der Figuren bis ins - für mich - undeutliche um dann am Ende die Geschichte kurz und knapp "über die Klippen" springen zu lassen.
    ** ** ** ** ** ** ***

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    Ritjas avatar
    Ritjavor 8 Jahren
    Rezension zu "Zimmer Nr. 10" von Ake Edwardson

    Erik Winter muss zu einem Tatort, der ihn an einen fast vergessenen Fall erinnert. Eine junge Frau wird erhangen in einem billigen Hotel (Zimmer Nr. 10) aufgefunden. Ihre Hand ist weiß (von Farbe). Auf dem Tisch liegt ein Abschiedsbrief, an den keiner so richtig glauben mag. Winter hatte vor knapp 20 Jahren einen Fall - eine junge Frau - Ellen - wurde vermisst und nie aufgefunden. Zusammen mit Halders, Ringmar und den anderen Kollegen gehen sie auf Spurensuche. Immer wieder geraden sie in Sackgassen und müssen von vorn anfangen. Sie ahnen, dass es einen Zusammenhang gibt, aber sie finden nicht die Verbindung. Die Zeit rennt, denn eine weitere Frau wird ermordet. In einem Hotel....der Kreis beginnt sich zu schließen und es wird gefährlich - für Winter.

    Spannend, düster und typisch Edwardson. Er lässt seinen Hauptkommissar Winter immer wieder grübeln und zweifeln. Doch er wird den Weg finden....

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Kurzmeinung: Seit zwei Tagen les ich jetzt an dem Buch, gefällt mir sehr gut! =)
    Rezension zu "Zimmer Nr. 10" von Ake Edwardson

    "Zimmer Nr. 10" ist ein spannender Thriller um den Kommissar Erik Winter.

    In einem Hotel in Göteborg wird die Leiche einer jungen Frau, Paula, gefunden. Im Zimmer befindet sich außerdem ein Brief, der der Polizei Rätsel aufgibt. Ein Abschiedsbrief? Das Team um Erik Winter beginnt, lose Enden aufzunehmen und das Rätsel zu lösen. Doch Paulas Familie wirft nur noch mehr Fragen auf, statt Antworten zu geben. Immer mehr Verwirrungen und Verstrickungen tauchen auf und plötzlich wird ein ungelöster Fall von vor 20 Jahren wieder aktuell...

    Der Roman liest sich sehr spannend und ist sprachlich sehr interessant geschrieben. Hervorragend spiegelt die Sprache den Gemütszustand und die Gedanken des Kommissars Erik Winter wider. Anfangs ist es ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber schnell hat man sich eingelesen.

    Was mich anfangs sehr verwirrte, sind die Kollegen im Kommissariat. Viele Vor- und Nachnamen, für die ich eine ganze Weile brauchte, um sie zuzuordnen und auseinander zu halten. Wer die Reihe um Erik Winter komplett liest, hat diese Schwierigkeiten sehr wahrscheinlich nicht.

    Ein spannender schwedischer Krimi, den ich sehr empfehlen kann! =)

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    suki22s avatar
    suki22vor 9 Jahren
    Rezension zu "Zimmer Nr. 10" von Ake Edwardson

    Die Inhaltsangabe des Verlages trifft es sehr gut, daher hier nur meine Meinung:
    Vorweg: Dies ist mein erstes Buch von Ake Edwardson, daher auch das erste aus der Erik Winter Reihe.
    Zuanfang wird man einigermaßen überrumpelt, jedenfalls als Erstleser der Reihe. Es gibt einige Personen in Handlung auf die man sich zunächst wenig einlassen kann, da sie viel zu blass bleiben. Ich vermute aber stark, dass diese in den Vorgängerbänden detaillierter beschrieben werden und man somit in diesem Buch direkt die Hintergründe hat. Erik Winter selber ist der typische abgehalfterte Polizist der mit seiner Vergangenheit und einem speziellen Fall nicht so recht abschließen kann und dem tristen Alltag entfliehen will. Seine persönliche Geschichte kommt gut durch und ist glaubhaft. Zumal er einer der wenigen Kommissare ist, die eine Frau und Kinder haben. Jedenfalls in den Krimis, die ich vermehrt gelesen habe. Vergleiche zu Jo Nesbo und dessen Avatar Harry Hole kamen mir immer wieder in den Sinn. Sprache und Stil sind durchweg gut; skandinavische Krimi Qualität eben. Geschichte und Aufbau der Handlung gefielen mir zunächst nur sehr wenig. Ermittlungen laufen zu lange in die falsche Richtung, dadurch wird es Zäh. Die Suche nach dem Täter beschränkt sich zügig auf einen kleinen Verdächtigenkreis. Die Auflösung überrascht in sofern nur wenig. Dennoch sind die Beweggründe des Mörders gut dargelegt.
    Durch die Rückblenden in die Ermittlungen vor 20 Jahren, die fließend sind, und wenn der Leser nicht aufpasst, sehr verwirrend, kriegt man einen guten Eindruck in Winters Gefühlslage.
    Was mir jedoch an diesem Buch besonders gefallen hat ist der "dynamische Erzähler". Zumeist wird in der allwissenden/entfernten Perspektive erzählt, jedoch in Gedankengängen von Winter schwenkt Edwardson immer mal wieder auf die Ich-Perspektive um. Das brachte mir Winter deutlich näher. Ein Stilmittel, wie ich es bisher noch in keinem Krimi gelesen habe.
    Ich habe das Buch gekauft, weil mich der Klappentext überzeugt hat, und ich nicht wusste, das es sich um eine Reihe handelt. Ich werde aber klar Nesbo treu bleiben, gleichwohl dieses Werk und vermutlich auch die gesamte Reihe lesenswert sind. Von mir 4 Sterne.

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    simonegs avatar
    simonegvor 9 Jahren
    Rezension zu "Zimmer Nr. 10" von Ake Edwardson

    Nach über 20 Jahren im Polizeidienst erlebt Erik Winter eine Krise. Wohin führt sein Leben? Wie sieht seine Zukunft mit Angela aus? Winter ist entschlossen, eine Auszeit zu nehmen und alles zu überdenken. Doch dann geschieht ein Mord. In einem Göteborger Hotel wird eine junge Frau erhängt. Ihr Tod sieht wie ein Selbstmord aus, aber der Abschiedsbrief von Paula Ney enthält keinerlei Hinweise auf die Hintergründe. Wenig später findet man auch Paulas Mutter tot auf, und für Winter rückt ein Indiz in den Mittelpunkt der Ermittlungen: Beide Leichen haben eine weiß bemalte Hand. Winter erinnert sich an einen ungelösten Fall, der 20 Jahre zurückliegt. Die erfolglose Suche nach der vermissten Ellen Börge endete in genau jenem Hotelzimmer Nr. 10, in dem Paula Ney gefunden wurde. Als Erik Winter diesen alten Fall aufgreift, gerät er plötzlich selbst in das Visier des Mörders...

    Mal wieder ein guter Krimi von Edwardson. Verwirrend war immer nur die Springerei von heute zu den Ereignissen vor 20 Jahren. Manchmal brauchte ich echt eine Weile, um mich zu orientieren. So ganz nebenbei erfährt man aber, wie Winter bei der Truppe angefangen und auch wie er Halders und Ringmar kennenlernte.

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    S
    sonnenblume252vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: abgebrochen
    buchfeemelanies avatar
    buchfeemelanievor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Langatmig und viel zu viele Dialoge zwischen den Ermittlern verderben die Spannung
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    desertprincesss avatar
    desertprincess

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