Isoliert

von Åsa Avdic 
3,4 Sterne bei27 Bewertungen
Isoliert
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Positiv (12):
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Spannung auf einer schwedischen Schärensinsel ...

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Viel mehr über die Geschehnisse auf der Insel & wesentlich weniger „drum herum“ – dann es hätte ein wirklich tolles Buch werden können…

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Inhaltsangabe zu "Isoliert"

Ein einsames Haus auf einer menschenleeren Insel vor der schwedischen Küste. Sechs Menschen kämpfen um einen Platz im inneren Zirkel der Partei. Doch einer von ihnen ist ein Spion – Anna Francis. Ihre Aufgabe ist es, ihren eigenen Tod zu inszenieren und danach die Testpersonen aus dem Verborgenen zu beobachten und zu bewerten. Doch plötzlich stirbt die einzige Eingeweihte. Und dann der erste Kandidat … Anna steht vor einer einsamen Entscheidung: Aus dem sicheren Versteck den Täter ermitteln oder mit den anderen gegen die Gefahr kämpfen?

Isoliert ist ein paranoider, gut konstruierter Thriller, der in seiner Art an Agatha Christies Klassiker "Und dann gab's keine mehr" erinnert. - Sydsvenskan

Unberechenbar und perfekt - Dagens Nyheter

Ein superdurchdachter Krimistoff, der perfekt niedergeschrieben wurde. Von dieser Autorin wünscht man sich noch tolle Nachfolgebücher. - Magazin Köllefornia

Eine lohnende, überaus spannende und unterhaltsame Lektüre, für alle, die sich entscheiden müssen im Leben, einfach mitzuspielen oder doch den eigenen Weg zu gehen. - Die Rheinpfalz

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959671408
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:HarperCollins
Erscheinungsdatum:01.12.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 7 Monaten
    Isoliert

    Schweden im Jahre 2037: Auf der unbewohnten Insel Isola steht ein Haus, zu dem Anna Francis und sechs weitere Personen gebracht werden. Es soll innerhalb von 48 Stunden getestet werden, welche Person für den Job im inneren Zirkel der Partei am besten geeignet ist. Dabei soll Anna für die anderen nicht sichtbar sein, denn sie soll diese heimlich durch die Wand beobachten und alles Geschehene bzw. die Reaktionen der Personen im Kopf behalten zur späteren Berichterstattung. Dazu muss sie ihren Tod vortäuschen, und dann verschwindet sie von der Bildfläche für die anderen. Die denken dadurch dann, dass ein Mörder unter ihnen ist. Nicht vorgesehen war allerdings, dass die Ärztin Katja ebenfalls tot aufgefunden wird, Henry eine Waffe hat und jeglicher Kontakt von der Außerwelt abgeschlossen ist.
    Es hört sich nach viel Potential an für einen richtig spannenden Thriller. Aber der kommt leider nicht so richtig in Gang. Beschreibungen über Beschreibungen zunächst über einen herrschsüchtigen Staat, die ziemlich unverständlich sind und wobei man bei dem RAN-Projekt bis zum Ende nicht weiß, worum es bei diesem wirklich geht. Kommt zwischendurch mal ein Hauch von Spannung auf, wird diese gleich wieder unterbrochen mit Details aus dem persönlichen Leben von Anna, die dort nicht wirklich reinpassen. Zumal der Ton sehr distanziert ist und Anna von sich selbst auch nichts preisgeben mag, ihre Gefühle schon gar nicht. Sie lebt mehr in ihrer eigenen Welt, was wahrscheinlich noch auf ihren traumatischen Einsatz in Kysylkum, einem Kriegsgebiet, zurückzuführen ist. Dementsprechend eisig ist zumeist auch die ganze Atmosphäre, und Anna ist auch nicht gerade die Sympathieträgerin. Teilweise wird aus ihrer und aus Henrys Sicht erzählt, der ein ehemaliger Kollege von ihr ist und vielleicht ein bisschen mehr. Ganz plötzlich ist dann das Spektakel auf der Insel beendet, und es finden sich die Überlebenden zur Vernehmung ein. Schade, es hätte so spannend auf der Insel werden können.

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    abetterways avatar
    abetterwayvor 8 Monaten
    Isoliert

    Inhalt:
    "Ein einsames Haus auf einer menschenleeren Insel vor der schwedischen Küste. Sechs Menschen kämpfen um einen Platz im inneren Zirkel der Partei. Doch einer von ihnen ist ein Spion – Anna Francis. Ihre Aufgabe ist es, ihren eigenen Tod zu inszenieren und danach die Testpersonen aus dem Verborgenen zu beobachten und zu bewerten. Doch plötzlich stirbt die einzige Eingeweihte. Und dann der erste Kandidat … Anna steht vor einer einsamen Entscheidung: Aus dem sicheren Versteck den Täter ermitteln oder mit den anderen gegen die Gefahr kämpfen? "

    Meinung:
    Das Cover ist sehr sehr interessant und hat mich sofort angezogen. Der Anfnag des buches hat mir nicht gut gefallen, und ich bin auch nicht besonders gut hineingekommen, erst ab der Mitte war es okay. Deswegen von mirr nur drei Sterne, da mich ein Buch für mehr von Anfang an fessseln muss und das hier nicht gelungen ist. Die Erwartungen waren sehr hoch und die wurden nicht erfüllt. Auch scheinen mir die zu distanziert zu sein. Somit ist es sehr schwierig für den Leser eine Beziehung aufzubauen bzw. mit in der Geschichte zu leben.

    Fazit:
    Leider hat dieses Buch meine Erwartungen ich erreicht.

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    MissNorgevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Spannung auf einer schwedischen Schärensinsel ...
    Isola - Die Insel

    Kurz zur Geschichte
    (lt. Verlagsseite)
    Ein einsames Haus auf einer menschenleeren Insel vor der schwedischen Küste. Sechs Menschen kämpfen um einen Platz im inneren Zirkel der Partei. Doch einer von ihnen ist ein Spion - Anna Francis. Ihre Aufgabe ist es, ihren eigenen Tod zu inszenieren und danach die Testpersonen aus dem Verborgenen zu beobachten und zu bewerten. Doch plötzlich stirbt die einzige Eingeweihte. Und dann der erste Kandidat … Anna steht vor einer einsamen Entscheidung: Aus dem sicheren Versteck den Täter ermitteln oder mit den anderen gegen die Gefahr kämpfen?

    Meine Meinung
    Cover und Klappentext zusammen haben mich neugierig gemacht, auf diesen schwedischen Thriller.
    Die Geschichte ist im Jahr 2037 angesiedelt und die EU existiert nicht mehr. Der Staat und der Geheimdienst bestimmen das Leben der Bürger. In dieser Zeit hat Anna Francis einen Schreibtischjob beim Ministerium bis ihr eines Tages ein Projekt angeboten wird, welchem sie schon aus einem einzigen Grund zustimmen wird, sie kann soviel Geld auf einen Schlag verdienen wie sie niemals erarbeiten könnte. Unter größter Geheimhaltung wird sie in das RAN-Projekt eingewiesen. Sie soll für dafür die Teilnehmer heimlich beobachten und später einen Bericht über jede Person verfassen, ob diese in Betracht kommt um am RAN-Projekt teilzunehmen. Anna soll zu diesem Auswahlverfahren mit den andere 6 Personen auf die einsame Insel "Isola" in den schwedischen Schären gebracht werden. Doch wie man schon erahnen kann, läuft nichts nach Plan und plötzlich traut keiner keinem mehr. Sobald die Teilnehmer auf der kleinen Insel ankommen, nimmt die Geschichte an Fahrt auf und es entwickelt sich der Thriller, den ich vorher etwas vermisst habe, da man in den ersten Kapiteln ziemlich viel über Anna und ihr Leben zu lesen bekommt. Man sollte als LeserIn keine große Action erwarten, denn ich finde, die Geschichte kommt in einem ruhigen, aber nicht minder spannenden, Stil daher und zum Ende hin wurden einige überraschende Wendungen eingebaut.
    Ganz zu Beginn der Geschichte wird man mit Fakten und Personen konfrontiert, die keine Namen haben, sondern sie werden nur mit ihrem Dienstgrad genannt. Das kam mir etwas kühl und unpersönlich vor, aber nachdem die Geschichte ja 2037 spielt und unter dem Protektorat der kommunistischen Freundschaftsunion steht, passte es wieder. Der Eiserne Vorgang lässt grüßen.

    Fazit
    Ein Thriller der mit einem Verlauf daherkommt, den man so schon gelesen oder auch im Fernsehen gesehen hat, aber durch die Abgeschiedenheit auf der Schäreninsel und dem damit begrenzten Raum der Akteure, sind Spannung und Unberechenbarkeit garantiert. 

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    S
    Streiflichtvor 9 Monaten
    Unglaublich gut


    Dieses Buch hat mich sofort neugierig gemacht, aber dann hatte ich so viele schlechte Bewertungen gesehen, dass ich etwas abgeschreckt war. Kaum aber hatte ich die ersten Seiten gelesen, war dieser Eindruck auch schon wieder weg und ich war begeistert. Das Buch besticht durch einen unglaublich mitreißenden und tiefgehenden Schreibstil, der den Leser mitnimmt in die Welt von Anna. Die Welt ist eine andere in dieser gar nicht so fernen, aber zum Glück fiktiven Zukunft. Das hat mich wirklich berührt und nachdenklich gemacht.

    Durch die wechselnden Perspektiven, aus denen das Buch erzählt wird, entsteht eine unglaubliche Spannung. Einerseits ist der Leser genauso unwissend wie die handelnden Personen, andererseits hat er ja das Geschehen aus der Sicht mehrerer Figuren miterlebt. Auch die Zeitsprünge im Buch haben mir gut gefallen und für noch mehr Spannung bei mir gesorgt. Man fragt sich immer wieder, was wohl wirklich passiert ist und warum alles so gekommen ist, wie es dann am Ende war.

    Am meisten beeindruckt hat mich der Schreibstil der Autorin Asa Avdic, der so berührend, authentisch und nah am Geschehen ist. Man spürt die Kälte und den Wind, der über die Insel tobt, man fühlt Annas Angst und Unbehagen regelrecht selbst, man leidet und lebt mit ihr. Asa Avdic schreibt sehr bildhaft, sodass man sich gut vorstellen kann, wie den Figuren zu Mute ist. Zum Beispiel, wenn Anna sich in einer Gruppe Menschen unwohl fühlt und denkt: „das Gefühl, zwischen mir und dem Rest der Welt befände sich eine dünne Plastikfolie“. Das fand ich sehr anschaulich und berührend.

    Bis zum Schluss ist das Buch sehr spannend und erst dann werden alle offenen Fragen beantwortet! Ich hoffe, es gibt bald noch viel mehr von dieser ungewöhnlich guten Autorin!

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    Ellaa_s avatar
    Ellaa_vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr spannender Thriller, empfehlenswert.
    Ein sehr gelungener Thriller. 📚

    Inhaltsangabe: 
    Ein einsames Haus auf einer menschenleeren Insel vor der schwedischen Küste. Sechs Menschen kämpfen um einen Platz im inneren Zirkel der Partei. Doch einer von ihnen ist ein Spion – Anna
     Francis. Ihre Aufgabe ist es, ihren eigenen Tod zu inszenieren und
     danach die Testpersonen aus dem Verborgenen zu beobachten und
     zu bewerten. Doch plötzlich stirbt die einzige Eingeweihte. Und dann
     der erste Kandidat … Anna steht vor einer einsamen Entscheidung: Aus dem sicheren Versteck den Täter ermitteln oder mit den anderen gegen die Gefahr kämpfen? 

    Meine Meinung: 
    Für mich war das Buch doch ziemlich überraschend. 
    Die ganze Auflösung am Ende fande ich überaus gelungen und schlüssig. Eine wahnsinnig interessante und kluge Story die ich so noch nicht kannte und sehr originell fande. 

    Cover: Das Cover ist ziemlich düster. Im Hintergrund sieht man ein verlassenes Haus. Der Titel und der Inhalt sind genau auf das Cover abgestimmt worden. Sehr mühevoll und passend. Im großen und ganzen ist es aber eher schlicht. 

    Schreibstil: Der Schreibstil war Gut- super zu lesen und teilweise zum Nachdenken anregend. Gefiel mir sehr. Ein paar Sichtwechsel sind ebenfalls vorhanden. Und nach und nach werden die Schrecken aufgeklärt. Sehr gelungen. 
    Die Autorin schaffte es auf geniale Weise, einen auf eine "falsche Fährte" zu locken und irgendwie auch nicht. 

    Kapitel: Auch die Kapitel waren in guter Länge. 
    Wir erfahren viel über Anna, die eher unscheinbar daherkommt. Aber viel mehr ist. 
    Sie hat in diesem Buch die zentrale Rolle. Und wird letzten Endes hinters Licht geführt.  Auf erschreckende, grausame Weise! 
    Die Verhöre die am Anfang und besonders am Ende geführt werden- waren authentisch und spannend. Habe diese sehr gerne gelesen. Ein typischer Verlauf von böser Cop, lieber Cop. Und gleichzeitig werden viele Sachen aufgelöst. Eine interessante Variiante der Aufklärung. 

    Nach und nach verschwinden die Kandidaten. Vor allem für Anna die die einzige "Eingeweihte" war ein doppelter Stressfaktor. 
    Das Ende war für mich sehr überraschend und definitiv grausam. Es wird eine unheimliche Inzenierung aufgedeckt. Und das letzten Endes alles für Anna. Ein schlimmes Machtspiel. 

    Idee: Für mich ist die gesamte Idee überaus Gut gewesen. 
    Viele unterschiedliche Menschen in einen isolierten Haus auf einer verlassenen Insel einzupferchen. 
    Und dann auch noch verschiedene Stressfaktoren auszulösen war gefährlich, die nicht für alle gut ausging. 

    Charaktere: Anna, unsere Protagonistin, ist eine sehr starke Persönlichkeit die schon viel in ihrem Leben durchmachen musste- eine am Anfang eher unscheinbare Person, wo doch mehr dahinter steckt, als man zunächst glaubt. Eine ausdrucksstarke Person.. 
    Auch die Nebencharaktere wurden sehr Gut ausgearbeitet. 
    Am Anfang hatte ich zwar Probleme mich in diese hineinzuversetzen, dies legt sich aber spätestens beim Isola- Projekt vollständig. 

    Mein Fazit: Für mich war das Buch mehr interessant als spannend, aber trotzdem sehr lesenswert.
    Durch die kleinen langatmigkeiten, die sich zwischendurch einschlichen, gebe ich dem Buch 4,5 ☆ 

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    raveneyevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Gelungener Psychothriller
    Stresstest

    Anna ist zusammen mit sechs anderen Personen auf einer einsamen Insel. Der Aufenthalt ehört zu einem Bewerbungsprozedere für einen Job. Anna soll die Anderen eigentlich nur beaobachten und später Bericht erstatten, aber dann passiert etwas, was nicht vorgesehen war.

    Cover und Titel passen gut zusammen und stimmen einen gleich ein.

    Die Haupterzählperspektive ist die der Ich-Erzählerin Anna, die einem einen guten Blick auf die Geschehnisse sowohl auf der Insel als auch in ihrem Leben ermöglicht.

    Aber auch andere Charaktere kommen zu Wort und gewähren nochmal einen anderen Blickwinkel auf die Geschichte.

    Die einzelnen Charaktere sind alle gut gezeichnet und in ihrer Art und Weise, ihrem Verhalten, als Individuelle Persönlichkeiten zu erkennen.

    Der Schreibstil lässt sich gut lesen und passt in seinem Ton zu den jeweiligen Perspektiven, was die Charaktereigenschaften der einzelnen Personen noch zusätzlich unterstreicht.

    Der vorliegene Thriller wartet jetzt nicht mit großartiger Action auf, oder ähnlichem. Nein, der Erzählfluss ist eher von der ruhigen Sorte mit unterschwelliger Spannung a la Psychothriller. Das ganze Setting und die handelnen Personen ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Was mir sehr gut gefallen hat und mich bis zur letzten Seite fesseln konnte.

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    I
    Inainavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein kluges und spannendes Buch über Macht und Manipulation, das lange nachwirkt.
    Ein kluges und spannendes Buch über Macht und Manipulation, das lange nachwirkt.

    Der Thriller Isoliert von Åsa Avdic hat mich von Anfang an gefesselt. In den ersten Szenen bleiben die Akteure anonym, wodurch der Autorin ein raffinierter Spannungsaufbau gelingt, ohne dass bereits viel passieren muss. Auch die dichte und bedrückende Atmosphäre im kommunistisch anmutenden Schweden des Jahres 2037 wird durch die namenlosen Agenten noch verstärkt.

    Im späteren Verlauf des Buches wechselt die Autorin gekonnt zwischen zwei Perspektiven. Hier macht sie wunderbar deutlich, wie unterschiedlich Sichtweisen sein können und wie falsch wir mit unseren Interpretationen über den anderen oft liegen.

    Neben den authentischen Schilderungen gefällt mir vor allem, wie spannend das Buch geschrieben ist. Die Zusammenhänge werden erst im Verlauf der Geschichte immer klarer. Der Leser erfährt nach und nach immer mehr und rätselt gespannt, was dort eigentlich vor sich geht. Wunderbar!

    Isoliert ist ein kluges und spannendes Buch über Macht und Manipulation, das lange nachwirkt.

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    booklovings avatar
    booklovingvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Dystopischer Thriller mit interessanter Ausgangsidee - aber wegen ungeschickter Umsetzung mit einigem verschenkten Potential! Schade!
    Ein Spiel um Leben und Tod

    INHALT
    Im Jahr 2037 werden sieben Menschen auf die kleine, menschenleere Insel Isola vor der schwedischen Küste gebracht, um an einem 48stündigen Auswahlverfahren teilzunehmen. Nur einer der Kandidaten kann sich dort für einen Geheimdienstposten im inneren Zirkel der Partei qualifizieren. Zu ihnen gehört Anna Francis, eine alleinerziehende Mutter mit einer 9-jährigen Tochter, die hauptsächlich von ihrer Mutter großgezogen wird. Als hochgeschätzte Leiterin eines Flüchtlingslagers im Krisengebiet Kysylkum ist Anna erst vor kurzem mit einem Trauma nach Schweden zurückgekehrt. Nun hat sie die Aufgabe zugeteilt bekommen, auf Isola ihren eigenen Tod vorzutäuschen, um anschließend aus einem sicheren Versteck die Reaktionen der verbliebenen Testpersonen auszuspionieren, heimlich zu dokumentieren und den geeignetsten Kandidaten auszuwählen. Als pflichtbewusstes Arbeitstier kann sie diesen Job nicht ausschlagen, zumal es möglicherweise ihr letzter Einsatz sein soll. Doch wie werden die anderen Kandidaten auf ihren Tod reagieren, wenn klar wird, dass ein vermeintlicher Mörder unter ihn ist? Die Situation spitzt sich zu, als ein Sturm aufzieht, der Kontakt zur Außenwelt abbricht und die einzige Eingeweihte plötzlich verschwindet.

    MEINE MEINUNG
    Angesiedelt ist die Handlung des Thrillerdebüts „ISOLIERT“ aus der Feder der schwedischen Autorin Åsa Avdic in der Zukunft. Wir befinden uns im Jahre 2037 in Schweden, das unter dem Protektorat der Kommunistischen Freundschaftsunion steht – so erfahren wir in einem vorangestellten Auszug aus der „Internationalen Enzyklopädie“, die an einen WIKIPEDIA-Eintrag erinnert. Wie man allerdings nur dem Klappentext entnehmen kann, wurde der Eiserne Vorhang niemals geöffnet, sondern weiter nach Westen gezogen. Eigentlich eine spannende Ausgangssituation, die auf einen fesselnden Thriller in einem fiktiven, totalitären Staat hoffen lässt.
    Leider ist es Autorin nur unzureichend gelungen, ihre vielversprechende Handlungsidee frei nach Agatha Christies Klassiker „And Then There Were None“ (im Deutschen »Und dann gab’s keine mehr«) vor einem Orwell’schen Hintergrund wirklich packend umzusetzen und das Potential voll auszuschöpfen. Der Erzählstil der Autorin wirkt sehr distanziert und nüchtern, was zwar die sterile, gefühlskalte Atmosphäre in diesem totalitären Staat hervorragend widerspiegelt, zugleich aber den Einstieg erschwert.
    Auch die Einführung in die Geschichte erfolgt extrem vage und verwirrend, so dass man sich im Grunde keine konkreten Vorstellungen vom diesem Staat und dem alltäglichen, tristen Leben dort machen kann. Leider wird dieses schwammige Bild eines menschenverachtenden Staatskonstrukts auch bis zum Ende mit wenig Leben gefüllt, was mich schon sehr enttäuschte. Die Autorin bleibt dem Leser auch Erläuterungen zu dem ominösen RAN-Projekt letztendlich schuldig, was zwar für das Verständnis der Handlung nicht relevant ist, aber das Gesamtbild besser abgerundet hätte.
    Zu Beginn lernen wir die sehr unnahbare Protagonistin Anna Francis kennen, die einen nicht näher beschriebenen Job für eine Regierungsbehörde hat. Auch wenn man im Laufe der Geschichte einige interessante Details und Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit erfährt und Einblicke in ihre vielschichtige Persönlichkeit erhält, bleiben ihre Gefühlswelt und ihr Verhalten weitgehend unergründlich, wodurch sie nicht sehr sympathisch wirkt. Recht dürftig ausgearbeitet sind leider auch die weiteren Charaktere der Geschichte wie beispielsweise der Kandidat Henry Fall, Annas ehemaliger Kollege, und die in den Plan eingeweihte Ärztin Katja, während die übrigen Figuren entsprechend ihrer Rollen bewusst im Hintergrund bleiben und nur sehr oberflächlich vorgestellt werden.
    Die Geschichte wird aus verschiedenen Zeitperspektiven und zudem aus der Perspektive von verschiedenen Figuren – hauptsächlich aus Henrys und Annas Sicht - erzählt, wodurch erst allmählich Spannung aufgebaut wird. Erstaunlich schnell wird die prekäre Handlung auf der einsamen Insel abgehandelt, von der ich mir wesentlich mehr nervenaufreibende Szenen und psychologische Spielchen versprochen hatte. Richtig fesselnd wurde dieser Thriller für mich allerdings ab etwa Mitte des Buchs, wenn man nach einigen unerwarteten Wendungen allmählich die verschiedenen Blickwinkel und Bruchstücke zusammensetzen kann und sich ein erschreckendes Gesamtbild ergibt. Erst zum Ende hin erkennt man die geschickte Konstruktion der dystopischen Geschichte und erfasst die Tragweite des von der Regierung ersonnenen, perfiden Plans auf Isola. Ich bin sehr gespannt, auf die von der Autorin in einem Interview angekündigte Fortsetzung von Annas Geschichte, in der sicherlich einige der noch offenen Fragen beantwortet werden, und der Leser einen tieferen Einblick in das System erhalten wird.

    FAZIT
    Ein dystopischer Thriller mit einer interessanten Ausgangsidee, der mich leider erst sehr spät fesseln konnte! Schade, dass die Autorin hier einiges an Potential verschenkt hat, denn mit einer geschickteren Umsetzung hätte eine wesentlich packendere Geschichte entstehen können.

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    BookHookvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Viel mehr über die Geschehnisse auf der Insel & wesentlich weniger „drum herum“ – dann es hätte ein wirklich tolles Buch werden können…
    Eine spannende Grundidee mit viel verschenktem Potenzial und schwachen Charakteren

    “Am Horizont verschmolz der Himmel in verschiedenen dunklen Grautönen mit dem Meer, als träfen die Wolken auf Wellenkämme und Verwirbelungen.” (S. 110)

    Meine Meinung:
    Nach der Kurzbeschreibung hatte ich mir von diesem Buch sehr viel erwartet, doch bereits der Start in die Geschichte hat sich für mein Gefühl sehr lang hingezogen und es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mit dieser Geschichte warm geworden bin. Die ersten ca. 75 Seiten geht es im Wesentlichen um die Vergangenheit und die Persönlichkeit der Protagonistin Anna Francis. Hier kommt leider weder Spannung auf noch wurde mir Anna hierdurch „näher gebracht“, geschweige denn wirklich sympathisch. Viel Raum nimmt hierbei auch die Beschreibung des politischen und gesellschaftlichen Systems ein, denn dieser Roman spielt ja in einem fiktiven Regime im Jahr 2037.

    Erst als Anna zusammen mit den anderen sechs „Probanden“ auf der einsamen und unwirtlichen Insel in den äußeren Schären ankommt, nehmen Spannung und Atmosphäre deutlich zu und die Geschichte entwickelte sich zu dem, was ich mir eigentlich erwartet hatte: Ein nervenaufreibender Thriller mit einer latent bedrohlichen und klaustrophobischen Atmosphäre. Tatsächlich fand ich den Part auf der sturmumtosten Insel extrem spannend. Doch leider ist dieser Teil der Geschichte für meinen Geschmack von der Autorin viel zu schnell „durchgehechelt“ worden. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht und ehe man sich versieht, verlässt die Geschichte die einsame Insel auch schon wieder, um die Ereignisse dort in einer „ex post“-Betrachtung zu analysieren und den Spannungsbogen leider vollkommen in sich zusammenbrechen zu lassen. So plätschert die Geschichte dann bis zum Schluss vor sich hin und wartet am Ende mit einer (klitze)kleinen Überraschung auf, die mich dann auch nicht mehr wirklich begeistern konnte. Letztendlich waren es nur rund 100 spannende Seiten…

    Die zweite große Schwäche dieses Buches sind für mich die Charaktere: Allen voran die Protagonistin Anna Francis, zu der ich zu keiner Zeit einen wirklichen Zugang gefunden habe und die mir auch bis zum Ende nicht sympathisch geworden sind. Ihre familiären Umstände, die immer wieder breit und detailliert geschildert worden sind, haben mich eher gelangweilt. Leider sind sämtliche anderen Charaktere dabei blass und eindimensional geblieben und wirkten auf mich teilweise schon arg klischeehaft.

    Letztendlich fällt es mir schwer, dieses Buch einordnen zu können. Es ist weder ein Thriller, noch eine Dystopie und auch keine wirkliche Charakterstudie. Es hat von allem ein bisschen, ist aber dennoch leider kein gelungener Mix geworden.

    FAZIT:
    Viel mehr über die Geschehnisse auf der Insel und wesentlich weniger „drum herum“ – und es hätte ein wirklich tolles Buch werden können… Schade!

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    isabellepfs avatar
    isabellepfvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Paranoider, unberechenbarer Thriller den es neben seine distanziert und oberflächlichen Charaktere leider auch an Spannung fehlt
    Protektorat, Matspiel und die Isolation im Jahr 2037

    "Isoliert" von Åsa Avdic, ist ein unberechenbarer, paranoider Thriller, der in der Zukunft spielt, in dem sechs Personen auf einer menschenleeren Insel, in einem Schutzgebiet um einen Platz im Zirkel der Partei kämpfen.

    Es ist das Jahr 2037, in dem Schweden unter dem Protektorat der kommunistischen Freundschaftsunion steht. Anna Francis, die längere Zeit ein Hilfsprojekt in Krysylkum geleitet hatte, wird erneut von den Vorsitzenden des Protektorat für ein geheimes RAN-Projekt angeworben.
    In einem einsamen Haus, auf einer menschenleeren und verlassenen Insel vor der schwedischen Künste, ist es Anna Francis Aufgabe, als Spion sechs ausgesuchte Kandidaten im geheimen zu überwachen. Denn jeder der Kandidaten, kämpft um einen Platz im inneren Zirkel der Partei, werden zuvor jedoch auf eine harte Belastungsprobe gestellt.
    Anna Francis Aufgabe besteht darin, ihren Tod zu inszenieren und danach die Kandidaten zu beschatten und  daraufhin einen Bericht anzufertigen. Als dann jedoch kurze Zeit später die einzige Eingeweihte stirbt und der erste Kandidat verschwindet steht Anna Francis vor einer grossen Entscheidung. Soll sie weiter aus ihrem sicheren Versteck ermitteln oder die Gefahr gemeinsam mit den anderen bekämpfen?

    Mir ist der Einstieg in die Geschichte anfangs sehr schwer gefallen, da die Charaktere und die Handlung sehr oberflächlich und distanziert beschrieben werden. Denn man erhält im Gesamten, sowohl vom Projekt als auch von der Umgebung, den einzelnen Charakteren und dem Geschehen einfach zu wenig und nur die wichtigsten Fakten und Basisinformationen um Oberflächlich der Handlung einigermassen gut folgen zu können, ohne das es in die Tiefe geht. Auch der geschilderte Familiäre Teil war für mich nicht ausführlich oder verständlich beschrieben den ich Anfangs sogar überlesen habe und somit nochmals einige Seiten zurück blättern musste. Erst mit der Kandidatenbefragung, ab Dreiviertel des Buches, wurde für mich manches schlüssig, bei dem sich auch eine leichte Spannung aufbaute, die mich kurzzeitig an das Buch gefesselt hat. Doch leider gab es einfach zu wenig Spannungsmomente, die sich während dem Verlauf aufgebaut haben, das vermutlich auch an der zu oberflächlich beschriebenen Handlung gelegen haben könnte. Obwohl die Autorin am Schluss mit einer unvorhersehbaren Wendung verblüffte, die sowohl für die Leser als auch für die Kandidaten nicht vorhersehbar waren, konnte mich die Geschichte nicht voll und ganz überzeugen.
    Zwar hat die Handlung und die Idee der Geschichte durchaus potenzial, die allerdings für meinen Geschmack einfach an zu vielen Stellen geschwächelt hat und für einen Thriller zu oberflächlich beschrieben wurde.

    Sehr angenehm, fliessend fand ich hingegen den Schreibstil  von Asa Avdic, durch den man sehr flüssig durch die einzelnen Kapitel gelangte. Diese sind mit den Namen der jeweiligen Protagonisten versehen, das ich einerseits gut fand, jedoch durch die direkte Sichtweise, allerdings auch nicht mehr Tiefe in die Charaktere gebracht hatte.

    Isoliert, ist ein unberechenbarer, leicht paranoider Thriller dem es neben distanziert und oberflächlich beschriebenen Charakteren leider auch an Spannung fehlt. Obwohl die Idee, das Machtspiel und die Isolation mich faszinierten, hat der Thriller durchaus noch Potenzial nach oben.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    HarperCollinsGermanys avatar

    Isoliert ist ein paranoider, gut konstruierter Thriller, der in seiner Art an Agatha Christies Klassiker "Und dann gab's keine mehr" erinnert.  Sydsvenskan


    Wir von HarperCollins Germany laden euch herzlich zur Leserunde des neuen Romans


    "Isoliert" von Åsa Avdic


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    Über den Inhalt:

    Ein einsames Haus auf einer menschenleeren Insel vor der schwedischen Küste. Sechs Menschen kämpfen um einen Platz im inneren Zirkel der Partei. Doch einer von ihnen ist ein Spion - Anna Francis. Ihre Aufgabe ist es, ihren eigenen Tod zu inszenieren und danach die Testpersonen aus dem Verborgenen zu beobachten und zu bewerten. Doch plötzlich stirbt die einzige Eingeweihte. Und dann der erste Kandidat … Anna steht vor einer einsamen Entscheidung: Aus dem sicheren Versteck den Täter ermitteln oder mit den anderen gegen die Gefahr kämpfen?


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    Letzter Beitrag von  Blausternvor 7 Monaten
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