Édouard Levé Selbstmord

(12)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(8)
(3)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Selbstmord“ von Édouard Levé

Es gibt Bücher, die sind von den Umständen ihrer Entstehung so sehr geprägt, dass man sie, sobald man diese Umstände kennt, mit anderen Augen betrachtet und nie mehr unbefangen lesen kann. Das Manuskript von ›Selbstmord‹ hat Édouard Levé im Oktober 2007 an seinen Verleger geschickt, der ihn kurz darauf zurückrief, seine Begeisterung mitteilte, und ein Treffen mit ihm ausmachte, um über den Text zu sprechen. Zu diesem Treffen kam es nie: Édouard Levé, zu diesem Zeitpunkt 42 Jahre alt, erhängte sich nur wenige Tage nach dem Telefonat und noch vor dem verabredeten Treffen in seiner Pariser Wohnung. ›Selbstmord‹ ist sein Vermächtnis, es ist eine Ansprache an ein Gegenüber, das Selbstmord verübt hat, es ist die Rekonstruktion, das Wiederaufrufen einer scheiternden Biografie. Derjenige, der sich selbst tötet, hinterlässt den Hinterbliebenen offene, unbeantwortbare Fragen. Er lässt sie mit diesen alleine. Vor dem Hintergrund der Geschichte des Autors gewinnt dieser zarte, kluge, suchende Text eine schockierende Dringlichkeit, die aufwühlt und bewegt, bestürzt und berührt.

Ein unvollendetes Leben. Fragen, die das Leben aufwirft. Sichtweisen, die sich relativieren. Ein Buch, das vor seinem Hintergrund fesselt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Romane

Die Lichter von Paris

Ganz nett, aber mehr nicht.

sanrafael

Mudbound – Die Tränen von Mississippi

Mitreißendes Buch über Rassismus.

EmmaBunny

Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12

Zutiefst menschlich sind diese tollen Erzählungen, die einen inne halten lassen.

talisha

Lied der Weite

Was ist ein gelingendes Leben? Warmherziger Roman um diese Frage; Figuren, die man mit nach Hause nehmen möchte. Großartig!

alasca

Die Hauptstadt

Geistreich, ja, stellenweise amüsant, aber zu großen Teilen zäh und verzettelt. 3-4 Sterne.

Apfelgruen

Der verbotene Liebesbrief

Kein klassisches Buch von Lucinda Riley aber dennoch unglaublich fesselnd!

Miii

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Buch mit Sogwirkung

    Selbstmord

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. February 2016 um 19:06

    Dieses Buch von der traurigen Geschichte des Autors zu trennen, wird zunächst einmal schwer möglich sein.  E. Levé schickte das Manuskript zum Buch seinem Verleger und erhängte sich wenige Tage vor dem verabredeten Treffen mit Selbigem.  Es scheint also nicht allzu weit hergeholt, wenn man von einer Hinterlassenschaft oder einem "Vermächtnis" spricht. Auf nur knapp über 100 Seiten gelingt Levé dafür etwas Erstaunliches: Nach dem Selbstmord eines Mannes im Keller seines Hauses stellt sich ein Freund des Mannes die Frage: "Warum?" Anhand dieser Frage entwickelt er seine Sichtweisen durch das kurze Buch, beschreibt den uns zunächst unbekannten Mann genauer. Doch auch dann stellt sich für mich kein wirklich vertrautes Gefühl ein. Auch provokante Fragen finden sich: Ist der Selbstmord des Freundes die Chance für seinen Bekanntenkreis, ihr eigenes Leben zu bejahen?  Ein Urteil über den Selbstmord des Freundes sucht man vergeblich, die Entscheidung der Selbsttötung steht ganz für sich alleine. Für mich ist dieses Buch ein sehr gelungener Versuch, eine Tabuisierung ohne Vorurteile zu behandeln, seine Sichtweisen über ein in der Gesellschaft oft verdrängtes Thema sehr neutral zu erweitern. Grade die (leider sehr traurige) Hintergrundgeschichte des Buches macht jede Seite für mich unglaublich ehrlich und nah. Dieses Buch hat absolute Sogwirkung, hat mich an vielen Stellen unglaubwürdig oder sprachlos zurückgelassen. In jedem Falle hat es aber eines getan: Meinen Horizont erweitert.

    Mehr
  • Rezension zu "Selbstmord" von Édouard Levé

    Selbstmord

    Boris

    02. December 2012 um 11:18

    Ein schmaler Band mit einem Titel an dem es nicht viel zu deuten gibt. "Selbstmord". Will man ein Buch mit diesem Titel lesen? Ich wollte.... Im ersten Absatz wird erzählt wie die Hauptfigur zurück ins Haus geht um einen Tennisschläger zu holen, die Frau wartet draußen, aber in den Keller geht , sich eine Flinte in den Mund steckt und abdrückt. Will man dann immer noch weiterlesen? Die nächsten knapp 100 Seiten erzählt der Autor vom Leben des Selbstmörders und von den Reaktionen auf diese Tat. Eine Biographie entsteht, die mit 25 Jahren endet, aber doch weiter fortlebt. Die Tat wird nicht erklärt, es werden Fährten gelegt, den man folgen kann, aber die die Frage nach dem "Warum" nicht beantworten. Ein intensives, ein beeindruckendes Buch. Der Autor erhängte sich wenige Tage nach der Niederschrift des Textes...

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks