»Stadt ohne Wind« lag einfach super lang auf meinen SuB, weil irgendwie nie der richtige Moment dafür war.
Als ich angefangen habe, in Arkas Geschichte einzutauchen, war ich fest entschlossen, dass das ein Jahreshighlight wird! Es startete so magisch, spannend und charmant, besonders Arka mit ihrem niedlichen Charakter konnte mich überzeugen.
Wir tauchen hier in eine magische Welt, die sehr komplex und vor allem mal erfrischend war. Dank des wirklich tollen Sprachstils konnte ich mir alles gut vorstellen und musste hin und wieder schmunzeln.
Aber zur Mitte hin schwindet die anfängliche Begeisterung. Es wird extrem politisch, wir begleiten die Protagonisten auf diversen Ratsitzungen und es wird stellenweise sehr langweilig. Außerdem wusste ich irgendwann auch nicht mehr, wer jetzt gegen wen kämpfte, und weshalb.
Lastyanax - ein Magieschüler, der in den Rat aufgenommen wird, war zu Beginn spannend und lustig beschrieben, aber sein Charakter macht keine nennenswerte Entwicklung. Im Gegenteil: aus mir unerfindlichen Gründen ist er Arka gegenüber ungehobelt, gereizt und unfreundlich, obwohl er nur wenige Jahre älter ist.
Arka an sich ist da schon viel interessanter, weil wir nur stückchenweise etwas über ihre Vergangenheit erfahren.
Aber generell dieses „stückchenweise“ ging mir während des Lesens immer wieder auf die Nerven. Irgendwann wusste ich nicht mehr, wieso alles passierte, weil irgendwie nichts erklärt wird und zum Ende dann alles. Das war mir dann zu viel Infodump. Am Anfang werden Begrifflichkeiten nicht erklärt, was teilweise zu Verwirrungen führte. Es gab immer einen „Lemuren“ und ich dachte immer, damit war ein Affee gemeint. Was es dann tatsächlich ist, wird ganz zum Ende erklärt. Übrigens ist das Ende unerwartet und überraschend brutal.
Ich möchte dennoch wissen, was mit Arka passiert, da ich sie wegen ihrer Fähigkeiten und Vergangenheit sehr interessant finde.
Von mir gibts 3 von 5 Sterne









