Émile Zola

 4 Sterne bei 469 Bewertungen
Autor von Nana, Germinal und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Émile Zola

Emile Zola wurde am 2.4.1840 in Paris geboren. Mit drei Jahren zog er nach Aix-en-Provence, erst 1858 folgte er seiner Mutter zurück nach Paris. Nachdem er seine Abitur nicht bestand, arbeitete er zunächst als Schreiber beim Hafenzoll, dann als freier Journalist. Mit 22 Jahren bekam er eine Anstellung in einem Verlagshaus, wo er seine ersten Werke veröffentlchte. 1998 flüchtete Zola aus politischen Gründen nach England, kehrte aber nach einem Jahr wieder in seine Heimatstadt zurück und verstarb drei Jahre später, 29.9.1902. Heute gilt Émile Zola als die Leitfigur der naturalistischen Schule. Er ist weltweit bekannt.

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Cover des Buches Nana (ISBN: 9783868201406)

Nana

 (82)
Erschienen am 01.01.2012
Cover des Buches Thérèse Raquin (ISBN: 9783423137041)

Thérèse Raquin

 (33)
Erschienen am 01.07.2008
Cover des Buches Geld (ISBN: 9783847720164)

Geld

 (25)
Erschienen am 15.09.2017
Cover des Buches Der Totschläger (ISBN: 9781517066727)

Der Totschläger

 (21)
Erschienen am 27.08.2015
Cover des Buches Das Glück der Familie Rougon (ISBN: 9783862674251)

Das Glück der Familie Rougon

 (16)
Erschienen am 02.12.2011
Cover des Buches Die Eroberung von Plassans (ISBN: 9783862674664)

Die Eroberung von Plassans

 (7)
Erschienen am 02.02.2012

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Neu
S

Rezension zu "Pot-bouille" von Émile Zola

Unge, Junge
sKnaerzlevor einem Jahr

Das Mehrfamilienhaus in der Rue Choiseul strahlt vornehme Ruhe aus, die Stille im Treppenhaus wird nur unterbrochen durch das Klavierspiel der Damen des Hauses. Der junge Oktave Mouret, der in die Hauptstadt kam, um Paris und die Pariserinnen zu erobern,  lernt aber sehr schnell, das sich hinter keiner der Türen eine glückliche Familie verbirgt und in keiner Ehe beide Partner treu sind.


Um das zu zeigen, greift Zola ins volle Leben, das Personal ist dabei nichts weniger als originell, der geizige Erbonkel, die Mutter, die aus dem nichts eine Szene macht, die reiche Familie, die sich über das Erbe zerstreitet, die Dienerschaft, die sich über die Herrschaft das Maul zerreißt...

Es gibt komische Glanzlichter. Eine Mutter zum Beispiel wirft ihrem Ehemann immer sehr laut vor, dass er nicht genug Geld verdient, um sie zu verdienen. Ihre Tochter sagt wörtlich das selbe zu ihrem Ehemann (sie ist halt nicht besonders helle)  und später auch zu ihrem Liebhaber, ohne zu merken, dass sie sich damit ihm gegenüber degradiert.

Es gibt großes Kino, wenn das illegitime Paar in flagranti erwischt wird und große Tragik, und schließlich , man höre und staune, sogar so etwas wie ein Happy End.

Was Zola in Wirklichkeit zeigt, ist die Verkommenheit eines Bürgertums, das Wohlanständigkeit und Ehre predigt, aber in Wahrheit jederzeit den Anstand beiseite schiebt und auf die Ehre verzichtet, aus Feigheit, weil ihm das Geld wichtiger ist, und weil es schon lange keine mehr hat.

Ganz zum Schluss deutet Zola an, warum er diese Menschen so verachtet: sie stützen den Diktator Napoleon III. und sind damit schuldig an allen seinen Verbrechen. Für ihn sind sie Mörder.

Zum Abschluss folgt noch der obligatorische Wermutstropfen: es sind wirklich sehr viele Personen. Also: entweder man legt sich gleich eine Namensliste an oder man gibt sich damit zufrieden, dass man nicht mehr weiß, wer jetzt genau was gemacht hat und wer mit wem Verwandt ist.

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K

Rezension zu "Der Totschläger" von Émile Zola

Rezension zu Emile Zolas "Der Totschläger"
kidhanvor 2 Jahren

Emile Zola zeichnet hier am Beispiel der Lebensgeschichte der jungen Wäscherin Gervaise ein düsteres Bild der Pariser Unterschicht des 19ten Jahrhunterts. Jede aufkeimende Hoffnung wird durch Trunksucht, unbedachte Ausschweifungen, Gewalt und Neid zu nichte gemacht. Ein starkes Buch... Aber ganz schön erschreckend und niederschmetternd!

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Rezension zu "Das Geld" von Émile Zola

Ein wertvolles Zeitdokument
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Zolas Roman "Das Geld" schildert auf eindrückliche Weise die Mechanismen des frühkapitalistischen Banken- und Finanzwesens im Frankreich des 19. Jahrhunderts. In der Hauptfigur, dem Spekulanten Saccard vereinigen sich die Eigenschaften eines gefährlichen und skrupellosen Börsianers. Ausgestattet mit Wissen, Routine und der nötigen Portion Charisma gelingt ihm die Schaffung einer gewaltigen Institution, mit deren Hilfe er vor allem die Vormacht der jüdischen Finanzmänner brechen will. Individuelle Schicksale sind für ihn dabei nicht von Belang, seine persönlichen Ziele genießen die höchste Priorität. Doch nebulöses Geschäftsgebahren und der Verlust jeglicher Objektivität führen schließlich zum Zusammenbruch der Bank und damit auch zum finanzwirtschaftlichen Kollaps im Kaiserreich Napoleons III. Der Text liefert die maßgeblichen Zutaten, die sowohl für eine Börsenhysterie als auch für einen Börsenkrach nötig sind. Leichtgläubige Kunden und gewissenlose Spekulanten, deren eigene Ziele wichtiger sind als das Gemeinwohl.
In dieser Hinsicht ist "Das Geld" von erschreckender Aktualität. Sperrig ist allein der Stil, der häufig Dehnungen enthält, die nicht immer von Nutzen sind. Daher lässt sich der literarische Mehrwert aus heutiger Sicht nur noch schwer ermitteln. Als Zeitdokument ist Zolas Text aber durchaus lesenswert.

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Émile Zola wurde am 02. April 1840 in Paris (Frankreich) geboren.

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